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Videobeamer im Test

Gute Geräte für Profis, eher teurer Spaß für Heimanwender

Was sind 70 bis 100 Zentimeter TV-Bildschirmdiagonale im Vergleich zur Kinoleinwand? Näher dran sind digitale Videoprojektoren, genannt Beamer. Sie werfen Bilder an die Wand, die vom Videorecorder, DVD-Player, TV-Gerät oder PC eingespeist werden. Zwei bis drei Meter Bilddiagonale sind dabei kein Problem. Das Verbrauchermagazin "Konsument" hat im Rahmen eines internationalen Gemeinschaftstests 18 Modelle zwischen 890 Euro und 2.100 Euro einer technischen und praktischen Prüfung unterzogen. Fazit: Für Film- und Sportfreaks machen Videoprojektoren durchaus Sinn. Als TV-Ersatz für normale Heimanwendungen sind sie aus praktischen Gründen aber nicht geeignet.

Die Fußball-EM neigt sich langsam dem Ende zu, die Olympischen Sommerspiele in Athen stehen kurz bevor. Mit Videobeamern werden Sportübertragungen zu Hause zum Ereignis. Ein uneingeschränktes Film- und Sporterlebnis mittels Beamer erfordert aber nicht nur technische, sondern auch räumliche Voraussetzungen. Das bedeutet vor allem eine große freie Wandfläche. Ein hoher Zoomfaktor sorgt dafür, dass der Projektionsstandort bei gleicher Bildgröße hinter die Zuschauer verlegt werden kann. "Hitachi PJ-TX10E" bietet mit 1,84 den höchsten Zoomfaktor im Test. Aber: Je weiter das Bild vom Auge des Betrachters entfernt ist, um so dunkler wird das Bild. Lichtschwächere Modelle geraten dabei - wenn der Raum nicht abgedunkelt werden kann - leicht an ihre Grenzen.

Eine Alternative bietet die Montage oberhalb der Zuschauerköpfe. Die Bildverzerrung, die durch die Deckenmontage entsteht, kann bei allen Geräten ausgeglichen werden. Die getesteten Modelle von Canon, Panasonic, Philips und Sony können das Bild auch dann kompensieren, wenn sie seitlich von der Bildmitte stehen. Allerdings sinkt bei allen Beamern bei zunehmendem Projektionswinkel die Bildschärfe.

Die richtige Verdunkelungsmöglichkeit gewährleistet ein Maximum an Kontrast. Für Filmprojektionen genügt meist - auch bei lichtschwächeren Modellen - der Sparbetrieb. Damit verlängert sich die Lebensdauer der bis zu 500 Euro teueren Ersatzlampen. Lichtstärkere Beamer gleichen unzureichende Verdunkelung mehr schlecht als recht aus. Hoher Lichtstrom ist nur dort gefragt, wo bei gedämpftem Tageslicht beispielsweise Computergrafiken projiziert werden. Hinzu kommt: Je heller ein Projektor strahlt, desto schwerer können schwarze Flächen dargestellt werden.

Viele Pixel (Bildpunkte) sind gut für Computergrafiken oder für die - trotzdem nicht verlustfreie - Wiedergabe von Digitalfotos. Für DVD's und TV-Bilder genügen jedoch Modelle mit 800x600 Pixel, die damit sogar die besseren Bilder liefern. Mit "Hitachi PJ-TX10E" und dem "Toshiba TLP-ET1E" sind zwei Filmbeamer im Test, deren Auflösung an den TV-Standard angepasst ist. Bei der Filmwiedergabe liegen sie vorne, bei Fotos und Grafiken können die beiden aber nicht mithalten.

Der mit 890 Euro günstigste Projektor im Test - "Sharp PG-B10S" - zeigt durchwegs "gute" Leistungen in der Prüfkategorie Bildqualität. Für gute Universalgeräte muss man jedoch tiefer in die Tasche greifen - dort geht`s ab 1.600 Euro los.

"Konsument"-Tipp: Zum rundum gelungenen Kinoerlebenis gehört auch der gute Ton. Da die Qualität der integrierten Lautsprecher meist zu wünschen übrig lässt, empfiehlt sich der Kauf einer richtig positionierten Dolby-Surround-Anlage.

Was es sonst noch beim Kauf von Videobeamern zu beachten gilt, ist in der "Konsument"-Ausgabe 7/2004 und auf der Konsument-Webseite nachzulesen.


 

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