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Unfall mit Strom im Haushalt

Stromstöße können lebensbedrohliche Folgen haben



Wie schnell es passiert, kann man immer wieder in den Medien lesen. "Die Gefahr darf nicht unterschätzt werden. Stromstöße können lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen und Muskelverbrennungen hervorrufen, die von außen nicht sichtbar sind", erklärt Dr. Roman Fleischhackl vom Österreichischen Roten Kreuz.

Zu einem Stromunfall kommt es durch direktes oder indirektes Berühren zweier Strom führender Leiter verschiedener Polarität oder eines Strom führenden Leiters bei gleichzeitigem Erdschluss sowie Funkenschlag und Blitzschlag. Die Schwere der Verletzung ist abhängig von der Stromspannung, der Stromstärke, der Frequenz des Stromes, der Dauer des Stromflusses, der Größe der Berührungsfläche, der Feuchtigkeit und Leitfähigkeit der Haut, des Standplatzes und vom Weg, den der Strom durch den Körper (Herz) nimmt sowie vom Alter bzw. dem Gesundheitszustand des Verletzten. Daraus ergibt sich, dass bei Stromunfällen die unterschiedlichsten Auswirkungen möglich sind und von harmlosen bis zu tödlichen Verletzungen alle Zwischenstadien vorkommen können.

Fleischhackl: "Die tödliche Gefahr geht meistens von den schweren Herzrhythmusstörungen nach einem Stromschlag aus."Oberstes Gebot bei der Hilfe ist, zunächst den Strom abzuschalten (FI-Schalter betätigen). Wenn eine Unterbrechung nicht möglich ist, eine Isolierung zum Verletzten (Gummihandschuhe, mehrere Plastiksäcke usw.) und zur Erde herstellen.

"Ist der Verunglückte bei Bewusstsein, ist er mit erhöhtem Oberkörper zu lagern. Die Verbrennungen müssen versorgt werden. Dann den Notruf absetzen", sagt Fleischhackl. "Ist der Verunglückte aber ohne Bewusstsein, muss die Atmung kontrolliert werden. Sind Atmung und Kreislauf vorhanden, bringen Sie das Opfer in die stabile Seitenlage. Bei Herz-Kreislaufstillstand muss bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit Beatmung und Herzmassage begonnen werden."

Stromunfälle passieren eher selten, wenn sie aber passieren, sind es meistens schwere Unfälle. "Sie können einen Stromunfall vermeiden, indem Sie keine elektrischen Geräte benutzen wenn Sie nass sind oder auf nassem Boden stehen. Elektrische Geräte dürfen nur dann gesäubert werden, wenn der Stecker gezogen ist. Nur unbeschädigte Geräte sollen verwendet werden", so Fleischhackl.

Die persönlichen Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen, hilft nicht nur bei Stromunfällen. Informationen zu Erste Hilfe-Kursen des Roten Kreuz erhalten Sie unter www.erstehilfe.at.

Quelle: ots

 

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