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Stolpern kann auch zu Hause böse Folgen haben

Stürze im Haushalt lassen sich mit einfachen Tricks vermeiden

15.11.2007

Die Beine wollen nicht mehr so wie man selbst, und die Augen sind auch nicht mehr die besten - im Alter sind die Orientierung und die körperliche Standfestigkeit oft eingeschränkt. Das gilt für fremdes Terrain genauso wie für das eigene Zuhause. Die Gefahr, in den eigenen vier Wänden zu stürzen und sich zu verletzen, ist für ältere Menschen besonders hoch. Etwa 90 Prozent aller tödlichen Stürze im Haushalt betreffen nach Angaben der "Aktion Das sichere Haus"Menschen, die älter sind als 65 Jahre. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von nachlassenden körperlichen Kräften über hohe Schwellen bis hin zu fehlenden Anti-Rutsch-Matten in Dusche oder Badewanne.

Hier sehen Sie die zehn häufigsten Stolperfallen sowie nützliche Tipps, wie man sie beheben kann:


1. Zu viele Möbel auf kleinem Raum
Vor jedem Möbel sollte etwa 1,20 Meter Platz sein. Ist der Raum zu voll, ist sicheres Durchkommen schwierig.
Tipp: Auf das eine oder andere Stück verzichten, auch wenn es schwer fällt.

2. Rutschpartie im Badezimmer
Haltegriffe in Dusche oder Badewanne und in der Nähe der Toilette tragen zu mehr Sicherheit bei. Eine Anti-Rutsch-Matte in die Dusche oder die Badewanne legen. Sitzgelegenheit im Bad schaffen.

3. Nachts schnell raus - und das im Dunkeln
Stecken Sie Nachtlichter in die Steckdosen auf viel gegangenen Wegen (Flur, Diele). Besser noch: fest montierte Leuchten auf den Wegen, die so angebracht sind, dass das Licht Sie nicht blendet.

4. Schlapfen und Puschel-Hausschuhe
Hausschuhe sollten flach sein, eine Profilsohle haben und dem Fuß einen festen Halt bieten, vor allem an der Ferse. Abgetragene Schuhe rechtzeitig ersetzen.

5. Treppen
Blumenvasen und -podeste sind nichts für Treppenabsätze. Nie voll beladen und in Eile Treppen hinauf- oder hinuntergehen. Treppen gut ausleuchten (Lichtschalter oben und unten). Treppenstufen mit rutschfesten Belägen sichern, zum Beispiel mit Gummistreifen auf Steinstufen.

6. Lose Teppiche und Läufer
Diese möglichst entfernen, da sie immer eine Stolperfalle darstellen. Wer das nicht möchte, sollte lose Teppiche und Läufer mit beidseitig klebenden Anti-Rutsch-Belägen sichern. Achtung: Verschiedene Beläge für unterschiedliche Böden (Stein, Parkett, Teppichboden, PVC). Im Fachhandel beraten lassen. Hochstehende Ecken ebenfalls mit beidseitig klebenden Belägen sichern.

7. Türschwellen
Türschwellen möglichst entfernen. Wenn das nicht geht, mit einer Farbe streichen, die sich vom umgebenden Fußboden deutlich abhebt.

8. Stuhl als Aufstieghilfe
Tritte und Leitern so aufbewahren, dass sie schnell hervorgeholt werden können (nicht in Garage, Keller oder auf dem Dachboden). Eine beschädigte Leiter umgehend durch eine neue ersetzen, dabei auf das Sicherheitsprüfzeichen achten.

9. Gardinen aufhängen, Glühlampe wechseln
Wenn Ihnen diese Aufgaben schwer fallen, bitten Sie Verwandte oder Nachbarn um Hilfe. Meist ist die Hilfsbereitschaft größer als erwartet.

10. Je länger, je lieber? Verlängerungsschnüre und Telefonkabel
Verlängerungsschnüre mit Paketklebeband über die ganze Länge am Fußboden festkleben. Besser: zusätzliche Steckdosen installieren lassen.
Telefonkabel sollten nicht zu lang sein. Idee: ein schnurloses Telefon anschaffen.

Quelle: dgk / Aktion Das sichere Haus

 

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