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Wie wichtig ist Spielzeug für Kinder ?

Spielzeug ist so alt wie die Menschheit selbst

04.02.2008

Spielen bedeutet für Kinder lernen für das Leben. Spielen ist deshalb lebensnotwendig. Aber auch Erwachsene spielen oft noch recht gern. Sei es Computerspiele, Kartenspiele, Würfeln oder Gesellschaftsspiele. Spielen ist in jedem Lebensalter gesund und macht Spaß.

Zum Spielen benötigt man das richtige Spielzeug. Heutzutage gibt es eine Vielzahl davon. Über Sinn oder Unsinn lässt sich dabei manchmal streiten. Früher wurde Spielzeug meist von den Utensilien der Erwachsenen abgeschaut. Diese wurden in Kleinformat für die Kinder hergestellt. Oder aber es wurde aus Resten von Werkstoffen wie beispielsweise aus Holz ein einfaches Spielzeug gefertigt, was bei den Kindern große Begeisterung hervorrief.

Spielzeug ist in etwa so alt wie die Menschheit selber. Schon in der Steinzeit wurden die Kinder mit Spielzeug beschäftigt. Damals waren es natürlich einfache Dinge, die den Kinder Kurzweil bescherten. Die meisten Spielzeuge waren aus dem Alltag der Großen herausgegriffen. So gab es bereits geschnitzte Puppen oder Tiere, welche den Beutetieren der Steinzeitmenschen nachempfunden waren. Aber auch einfache Musikinstrumente wie Pfeifen, Rasseln oder Klappern fanden bei den Kindern Freunde. Später wurden auch Werkstoffe wie Ton, Knochen, Terrakotta und Gips zur Herstellung von Spielzeug verwendet. So wurden auch die Spielzeuge beweglicher und lebensechter gestaltet.

Geprägt wurde das typische Spielzeug für die jeweiligen Zeitepochen zumeist von den alltäglichen Situationen und politischen Begebenheiten. Im Mittelalter waren Ritter und Pferde bei Jungen heiß begehrt. Mädchen dagegen liebten Puppen über alles und wurden so auch bereits auf ihre spätere Rolle als Mutter und Hausfrau vorbereitet. Selbst die hauswirtschaftlichen Fähigkeiten wurden bereits im zarten Kindesalter mit dem entsprechenden Spielzeug geübt. Allerdings muss man dazu sagen, dass gerade in diesem Zeitalter richtiges, angefertigtes Spielzeug nur den Kindern der höheren Stände zur Verfügung stand. Die Kinder der armen Schichten stellten sich ihr Spielzeug aus Abfällen oft selber her.

Mit dem Beginn der Industrialisierung wurde auch die Herstellung von Spielzeug als Industriezweig entdeckt. Im 15. Jahrhundert machte sich Nürnberg als Produktionsstätte für Spielzeug einen Namen. Hier stand vor allen Dingen die Detailtreue im Vordergrund. Es gab komplett eingerichtete Puppenstuben, Zinnsoldaten und weiteres Kriegsspielzeug. Sogar kleine Kanonen aus Messing wurden hergestellt und auf dem bis zu dem Zeitpunkt bekannten Weltmarkt verkauft. Auch heute noch ist Nürnberg als Spielzeugstadt bekannt.

Während Kinder sich durch Spielen mit Spielzeug aktiv auf ihr Leben vorbereiten, spielen Erwachsene aus anderen Gründen. Diese leben dadurch oft ihre Träume aus wie zum Beispiel beim Modellbau, wo man Flugzeuge, Schiffe und vieles andere detailgetreu nachbauen kann und so selbst zum Kapitän, Piloten, Erfinder etc. wird. Weiterhin werden oft zu gesellschaftlichen Anlässen die verschiedensten Spiele in Gemeinschaft gespielt.

Die heutige Spielzeugindustrie trägt sowohl den Bedürfnissen der Kinder Rechnung als auch denen der Erwachsenen. Am Beispiel der Puppe lässt sich dies besonders gut verdeutlichen. Zu Beginn der Entwicklung des Spielzeugs waren Puppen ausschließlich für Kinder gedacht. Dies lag wohl auch daran, dass Erwachsene in vergangenen Zeitaltern höchst selten Zeit zum Spielen hatten. Heute gibt es Hersteller, die sich auf Liebhaberpuppen für Erwachsene spezialisiert haben. Die von diesen Herstellern produzierten Puppen sind so gut wie gar nicht für Kinderhände konzipiert.

Aber selbstverständlich kommen auch heute die Hauptkonsumenten von Spielzeug nicht zu kurz. Noch nie war der Spielzeugmarkt so weitläufig wie in der heutigen Zeit. Heute gibt es - um erst einmal bei den Puppen zu bleiben - eine Vielzahl verschiedener Puppen, welche die unterschiedlichsten Fähigkeiten haben. Es gibt einige Hersteller, die sich auf diese Spielzeugart spezialisiert haben. Die bekanntesten sind wohl Mattel mit ihrer Barbie und Zapf mit baby born, chou chou usw. Die Puppen von heute sind aber keine leblosen Dinge mehr, sie können sprechen, weinen, lachen und vieles mehr. Darüber hinaus haben sie ein lebensechtes Aussehen und sind auch nicht so steif wie ihre Urahnen aus der Steinzeit.

Neben den immer beliebten Puppen bei den Mädchen und den Autos bei den Jungen wird weiteres Spielzeug für beide Geschlechter in unüberschaubarer Menge angeboten. Die Jungs lieben oft noch Playmobil und Lego - Bausteine, wo sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen können, Dinosaurier, weil sie so schön groß und unheimlich sind und natürlich auch Spielzeug, das richtig laut ist. Mädchen möchten Prinzessin sein, Disco - Girl, Friseuse, Köchin und in viele andere Rollen schlüpfen.

Längst ist Spielzeug keine Frage der sozialen Schicht mehr. Inzwischen hat jedes Kind mehr oder weniger viel Spielzeug zu hause. Preislich wird für alle Geldbeutel etwas angeboten. Welches Spielzeug gerade "in" ist, wird auch entscheidend von den Medien mitgeprägt. Helden aus den aktuellen Filmen im Kino oder Fernsehen bescheren der Spielzeugindustrie immer einen Boom. Das bekannteste Beispiel derzeit ist SpongeBob.

In den letzten Jahren ist noch ein neuer Spielzeugzweig hinzugekommen: die Computerspiele. Diese Branche hat sich zwischenzeitlich zur hart umkämpften Szene entwickelt. Hier wird nicht nur um die Gunst der Kinder geworben, die Erwachsenen sind ein ebenso gern gesehenes Klientel. Der Bereich der Computerspiele kennt keine Einschränkungen. Für jedes Alter gibt es Spiele, Lernprogramme und anderes. Bereits für die Jüngsten werden handliche Lerncomputer hergestellt, welche überallhin mitgenommen werden können. Gleichzeitig gibt es für die Erwachsenen Partyspiele für jede Art von Spielekonsolen, die noch mehr Spaß beim Feiern versprechen.

Das Spielzeug hat in den Jahrtausenden seiner Entwicklung seine Rolle behalten, die Spielzeugindustrie hat sich dementsprechend mitentwickelt und Spielzeug für eine noch breitere Masse erfunden. Das Schönste aber daran ist, dass es Spielzeug schafft, Kinder und Eltern näher zusammen zu bringen und so das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Quelle: openpr

 

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