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Schuhe kaufen : Bedeutung für Männer und Frauen

Legen Frauen ihr Geld wirklich in "Blahniksche" Wertpapiere an?

23.01.2007

Eine aktuelle Studie des österreichischen Online Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com nahm den "Schuh-Tick" der Alpenrepublik ins Visier. 501 web-aktive Österreicher zwischen 14 und 59 Jahren wurden zu ihrem Kaufverhalten befragt. Besonderes Augenmerk galt dabei der Geschlechterfrage. Überspitzt formuliert: Neigt frau wirklich verstärkt dazu, Ihr Geld in "Blahniksche" Wertpapiere anzulegen, während mann lieber mit alten Tretern auf den sportlichen Untersatz spart, oder alles nur Klischee?

Durchschnittlich werden in Österreich pro Jahr 4,6 Paar Schuhe gekauft, wobei eine differenzierte Betrachtung nach Geschlechterverhältnissen deutlich macht - frau dürfte einen tendenziell stärkeren Hang in Richtung Sammelverhalten haben: Wurde vom starken Geschlecht ein Kauf von im Schnitt 3,4 Paar Schuhen im Jahr angegeben, nannten die Frauen mehr als eineinhalb Mal so viel (nämlich 5,8 Paar Schuhe pro Jahre). Noch wesentlich interessanter gestaltet sich der Blick in den Schuhschrank. Knapp jeder dritte Mann besitzt weniger als fünf Paar Schuhe (28,6 %), jeder Zweite (51,6 %) bringt es gerade auf fünf bis zehn Paar. Demgegenüber hat jede dritte Frau (37,2 %) fünf bis zehn, jede Fünfte (21,7 %) sogar zwischen elf und fünfzehn Paar Schuhe zuhause, die zumindest fallweise getragen werden. 7,9 % der weiblichen Befragten horten mehr als dreißig Paar in ihrem Schrank.

Weiters wurden ausschlaggebende Kriterien für den Schuhkauf abgefragt. Ganz oben stehen Aspekte wie Passform und Tragekomfort (80,4 %), Bequemlichkeit (74,7 %) sowie ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis (64,3 %). Mit etwas Abstand sind etwa der Hälfte der Befragten Design (52,5 %), Verarbeitungsqualität (44,7 %) und Farbe (44,5 %) beim Kauf des geeigneten Beinkleides sehr wichtig, wobei sich zeigt, dass vom weiblichen Geschlecht Design und Farbe, von Männern spezielle Funktionen wie beispielsweise eine atmungsaktive Sohle verstärkt wertgeschätzt werden. Überraschenderweise spielen Marke bzw. Designername eine vergleichsweise untergeordnete Rolle - zumindest in der rationalen Befragungssituation, erzählt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com. Knapp jeder dritte Respondent orientiert sich beim Kauf des Fußwerkes primär am Preis.

Wer kennt nicht das schlechte Gewissen, das sich prompt nach so manchem Schuhkauf einschleicht, weil die Schuhe eigentlich zu teuer waren, obwohl die Stilettos im Shop doch noch so ein schlankes Bein gemacht haben oder die Boots hitverdächtig trendig aussahen und dafür ja gar nicht "soooo" teuer waren? Dreißig Prozent der Österreicher machten schon manchmal bis öfters Bekanntschaft mit dieser Post-Kauferfahrung, ein weiteres Drittel zumindest das eine oder andere Mal. Entsprechend den bisherigen Ergebnissen tendiert frau auch diesmal vergleichsweise öfter zu einem unüberlegten bzw. spontanen Schuhkauf, zumindest was den Preis betrifft.

Des Weiteren geben rund zwei Drittel (67,1 %) der weiblichen Befragten an, zumindest ein Paar Schuhe zu besitzen, dass sie niemals oder nur einmal getragen haben. Im Gegensatz dazu kaufen sich "lediglich" rund 30 % der Männer Schuhe, die dann nutzlos im Kasten landen.

Wie empfinden Männer und Frauen unterschiedliche Preisniveaus? Die Ergebnisse bezüglich der Preissensitivität lassen jedenfalls auf geschlechtsspezifische Unterschiede schließen - und hier dreht sich überraschender Weise erstmals das Bild: Frauen erreichen ihre Schmerzgrenze hinsichtlich der Preisexklusivität von Schuhen bei geringeren Beträgen als Männer, zumindest im statistischen Schnitt. Die akzeptable Preishöchstgrenze für Schuhe des täglichen Gebrauchs liegt bei den männlichen Befragten bei durchschnittlich 75 Euro, während die weiblichen Respondenten nur einen Höchstpreis von 61 Euro als gerade noch vertretbar anerkennen. Diese Ergebnisse gelten sowohl für Schuhe des täglichen Gebrauchs als auch für Beinkleider für spezielle Anlässe (Männer 86 Euro, Frauen 69 Euro), wobei insgesamt die Preissensitivität bei Schuhen für spezielle Anlässe etwas geringer ist. Ob zukünftig Manolo Blahnik und Christian Louboutin auch für Männer designen werden, bleibt aber nach wie vor fraglich, so Thomas Schwabl.

Quelle: Marketagent

 

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