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Richtig Lüften hilft gegen Schimmel in der Wohnung

Fenster auch aus gesundheitlichen Gründen regelmäßig öffnen

02.03.2006

Im Winter hat er Hochsaison - der Schwarzschimmel. Er wächst an feuchten Wänden, in Küchen und hinter Kleiderkästen. Der Schimmel sieht nicht nur unappetitlich aus, er gefährdet auch die Gesundheit! Durch richtiges Lüften könnte die Schimmelbildung in vielen Fällen vermieden werden.

Wie die AK berichtet, häufen sich in der kalten Jahreszeit die Anfragen und Beschwerden zum Thema Schimmel. Oft werden Wohnbauträger oder Handwerker für dieses Problem verantwortlich gemacht. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass unzureichendes Lüften die häufigste Ursache für den Einzug des unangenehmen Gastes ist.

Sind Fenster und Türen dicht und wird aufgrund des ausgeprägten Energiebewusstseins selten gelüftet, steigt die Luftfeuchte in den Räumen schnell an. Man muss gar keinen Zimmerbrunnen als Luftbefeuchter stehen haben, der Mensch allein gibt täglich mindestens einen Liter Flüssigkeit an seine Umgebung ab. Sind die Wände nicht in der Lage, die Feuchtigkeit nach außen abzuleiten, kommt es zu Feuchtigkeitsansammlungen - ideale Lebensbedingungen für den Schwarzschimmel. Ecken, Nischen und Laibungen stellen zudem trotz guter Wärmedämmung Wärmebrücken dar. In diesen Bereichen kann es daher leicht zu Kondensatbildung kommen. Findet der Schimmelpilz Nahrung in der Tapete oder im Anstrich, breitet er sich rasch aus. Was tun?

"Im Prinzip braucht man nur die Kondenswasserbildung durch konsequentes Lüften nach außen ableiten", meint Helmut Schafrath, Bauexperte der NÖ Arbeiterkammer. Dabei sollte man die Fenster immer wieder für kurze Zeit zur Gänze öffnen. Im Idealfall öffnet man die Fenster raumdiagonal, langanhaltendes Kippen der Fenster ist zu vermeiden. Außerdem sollte man die Heizung aus Energiespargründen abends niemals abstellen und morgens wieder in Betrieb nehmen. Besser ist es, durch einen Thermostat eine gleich bleibende Raumtemperatur zu schaffen, die eventuell während der Nacht leicht abgesenkt wird.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte in sensiblen Räumen wie Schlaf- oder Badezimmer, ein Hygrometer aufhängen. Steigt die relative Luftfeuchte über 65-70% an, wird es kritisch. Durch gezieltes Lüften kann die Luftfeuchtigkeit jedoch rasch gesenkt werden. Ein weiterer Vorteil: Die frische trockene Luft erwärmt sich wesentlich rascherer als feuchte abgestandene Luft.

Auch aus gesundheitlichen Gründen sollte man darauf achten, Schimmelbildung zu vermeiden. Wird Schimmel in Wohnräumen nicht beseitigt, kommt es zu einer gesundheitsgefährdenden, erhöhten Konzentration von Schimmelsporen in der Raumluft. Mittlerweile sind an sämtlichen allergischen Erkrankungen Schimmelpilz-Allergene bis zu etwa 30 Prozent beteiligt. Die allergischen Krankheitssymptome reichen von Müdigkeit über Migräne und Augentränen bis zu Asthma bronchiale.

Anstatt Chemikaliengemische gegen den Schimmel einzusetzen, welche die Raumluft über längere Zeit belasten, empfiehlt "die umweltberatung" in diesem Zusammenhang Wasserstoffperoxid, Sodalauge oder Ethylalkohol. Um Schimmel besser und nachhaltig bekämpfen zu können, erhält man ab sofort die überarbeiteten Infoblätter "Schimmel" und "Richtig lüften" bei der "umweltberatung" Niederösterreich unter der Telefonnummer 02742/718 29 sowie als Download im Bestellservice unter www.umweltberatung.at.

Quelle: AK NÖ/ Umweltberatung


 

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