Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Schimmel-Gefahr ist im Winter besonders hoch

Lüften und Dämmen hilft fast immer gegen Schimmel.


15.11.2010

Bildquelle: die umweltberatung
Schimmelflecken sind nicht nur hässlich, sondern gefährden auch die Gesundheit und müssen so schnell wie möglich entfernt werden! Kalte Wände liebt der Schimmel besonders, hier kann er sich so richtig ausbreiten. Deshalb ist vor allem im Winter Vorsicht gefragt. Regelmäßiges Lüften und Heizen vermeidet neuen Schimmel, aber erst wenn die Ursache beseitigt ist, ist man ihn wirklich los.

Schimmel entsteht, wenn warme, feuchte Luft auf kalte Oberflächen trifft: Im Winter ist die Schimmelgefahr besonders hoch, da die beheizte, warme Raumluft auf die kalten Außenwände trifft. Die warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und gibt sie sofort an die kalte Fläche ab. Die Feuchtigkeit an der Wand ist ein Nährboden für die Schimmelsporen.

Eine Möglichkeit Schimmel entgegen zu wirken besteht darin, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu senken. Diese ist oft höher als man denkt: Wäsche trocknen, kochen und duschen kann die Luftfeuchtigkeit stark erhöhen. Auch Zimmerpflanzen geben bis zu einem Liter Feuchtigkeit pro Tag ab. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte um die 50 Prozent liegen. Genaue Angaben sind aber schwierig, da die Schimmelbildung von vielen Faktoren abhängt. Sicher ist jedenfalls, dass zu feuchte Luft die Schimmelbildung unterstützt. Mag. Peter Haftner von der Energieberatung NÖ: "Deshalb tritt Schimmel auch häufig nach einem Fenstertausch auf, da die neuen Fenster dichter sind als die alten und dadurch weniger Luftaustausch stattfindet."

Richtiges Lüften ist daher im Winter besonders wichtig! Haftner: "Querlüftung lautet die Devise! Das bedeutet, dass in regelmäßigen Abständen gegenüberliegende Fenster oder Türen so geöffnet werden, dass ein Luftzug entsteht. Dadurch wird innerhalb von ein bis fünf Minuten sehr viel Luft ausgetauscht." Wer länger lüftet, riskiert einen hohen Wärmeverlust und dadurch kalte Wände an denen sich wieder leichter Schimmel bildet.

Auch der Zustand des Hauses oder der Wohnung kann den Schimmel fördern: Schlecht gedämmte Wände oder viele Wärmebrücken bewirken kalte Innenflächen. Vor allem Wärmebrücken sind ein häufiges Problem. Wärmebrücken sind Bereiche, durch die übermäßig viel Heizenergie verloren geht. Sie entstehen immer dann, wenn die Dämmung durchbrochen wird, wie zum Beispiel bei Balkonen oder alten Zwischendecken. Besonders gefährdete Räume sollte man daher immer mitheizen. Wirklich hilfreich ist allerdings meist nur eine thermische Gesamtsanierung. Dadurch steigen die Oberflächentemperaturen der Innenwände und auch der Wohnkomfort.

Der lästige Schimmelfleck in der Ecke kann aber auch ganz andere Ursachen haben: eine undichte Wasserleitung oder aufsteigendes Grundwasser zum Beispiel. Professionelle Hilfe ist beim Aufspüren der Quelle daher dringend zu empfehlen.

Auf der Website der Energieberatung NÖ stehen Ratgeber zum Thema Schimmel und vielen anderen Themen zum kostenlosen Download zur Verfügung. Telefonisch sind die Experten der Energieberatung NÖ unter der Hotline 02742 22 144 erreichbar.

Quelle: die umweltberatung

 

Top Themen

Top Links