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Schadstoffe im Raum bzw. in der Raumluft

Oft Auslöser von Chemikalien-Unverträglichkeit

Schadstoffe in Innenräumen die aus alltäglichen Produkten wie Baumaterialien, Bodenbelägen aber auch Möbeln, Elektronikgeräten sowie diversen Haushaltschemikalien freigesetzt werden, könnten zur Entstehung des Krankheitsbildes "Chemikalien-Unverträglichkeit" beitragen. Auch klassische Schadstoffe wie Tabakrauch oder Diesel- und Benzindämpfe zählen zu den potenziellen Auslösern von ständigen Kopfschmerzen, tränenden Augen, Halskratzen oder Juckreiz, insgesamt alles Symptome dieses Krankheitsbildes, kurz auch MCS-Syndrom genannt.

Laut Experten kommen eine Vielzahl von Chemikalien als potenzielle Auslöser für MCS in Frage: dazu zählen beispielsweise Formaldehyd, flüchtige organische Verbindungen (VOCs), Weichmacher in Kunststoffen (Phthalate), diverse Flammschutzmittel aber auch verschiedene Duftstoffe. Teilweise unterliegen diese Chemikalien bereits strengen Beschränkungen, wie etwa Formaldehyd in Holzwerkstoffen und Reinigungsmitteln; manche stehen derzeit in Diskussion für EU-weite Risikominderungsmaßnahmen.

Erschwerend ist jedoch, dass von den derzeit rund 100.000 weltweit existierenden chemischen Stoffen schätzungsweise 30.000 in Alltagsprodukten Verwendung finden. Bei vielen dieser Stoffe ist die langfristige Wirkung auf den menschlichen Organismus noch nicht vollständig erforscht. Zudem treten die Beschwerden bei einer MCS-Erkrankung oft schon bei sehr niedrigen Stoffkonzentrationen auf, bei denen aus wissenschaftlicher Sicht noch kein Risiko für die Gesundheit besteht. Vielfach unklar ist auch, wie die Summe verschiedener Stoffe auf den Organismus wirkt. Folglich ist eine wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen dem Auftritt einer MCS-Erkrankung und der Konzentration eines bestimmten Schadstoffes in der Wohnung oder im Büro in den seltensten Fällen herstellbar.

Um die Belastung der Innenraumluft so gering wie möglich zu halten, empfehlen Experten den bevorzugten Einkauf ökologischer Baumaterialien und diverser anderer "Innenraumprodukte". Von den Behörden wird eine umfassende Beratung der Bevölkerung im Hinblick auf ein schadstoffarmes Wohn- und Arbeitsumfeld verlangt.


Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie auf der folgenden Seite ...


 

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