Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Österreich ist ein Land der Sammler

eBay hat die Sammelleidenschaft der Österreicher analysiert


10.09.2010

Österreich ist ein Land der Jäger und Sammler. Jeder zweite Österreicher (58 %) bezeichnet sich selbst als leidenschaftlichen Sammler. Lediglich 17 Prozent der Österreicher haben sich noch nie mit der Jagd nach Sammelobjekten beschäftigt. Das hat eine Studie des Online-Marktplatzes eBay ergeben. Egal ob Schallplatten, Pins und Anstecknadeln, Oldtimer oder Porzellan - gesammelt wird alles. Die Kreativität der österreichischen Sammler kennt dabei keine Grenzen.

Bücher, Comics und Zeitschriften führen die Liste der begehrtesten Sammelobjekte an und füllen bei 17 Prozent der österreichischen Sammler die Schränke, dicht gefolgt von Münzen (15 %) und CDs, DVDs, Videos, LPs, Schallplatten und Videospielen (14 %). Auch Briefmarken (13 %) sind in der Liste der begehrtesten Sammelobjekte nach wie vor weit vorne zu finden.

Internetplattformen wie eBay.at zählen mittlerweile zu den beliebtesten Revieren der Sammler und haben die Aktivitäten vieler Sammler von Grund auf verändert. War es früher für Fans exklusiver Güter sehr schwierig, neue Sammlerstücke ausfindig zu machen und günstige Schnäppchen zu finden, hat sich das durch das Internet deutlich vereinfacht. Eine größere Auswahl (38 %), das schnellere Auffinden von Sammelstücken (36 %) und die günstigeren Angebote (27 %) zählen zu den meistgenannten Vorteilen, die Internet-Plattformen den Sammlern bieten.

Mehr als die Hälfte der Sammler (55 %) hält bereits im Internet Ausschau nach neuen Sammelobjekten. Bei den 18- bis 30-Jährigen begeben sich sogar zwei Drittel (67 %) im Internet auf die Suche nach neuen "Eroberungen". Weitere wichtige Reviere für die österreichischen Sammler sind Fachgeschäfte (47 %) und Flohmärkte (44 %). Mittlerweile weit abgeschlagen folgen Tauschbörsen (19 %), Sammlerzeitschriften (6 %) und Vereine (5 %).

Nur wenige Hobbys sind in allen Alters- und Sozialschichten Österreichs so beliebt wie das Sammeln. Was macht den Zauber aus? Mehr als die Hälfte der Befragten (57 %) hat Spaß daran, die Sammlung wachsen zu sehen bzw. etwas Neues zu "ergattern". Jeder dritte Sammler (39 %) umgibt sich mit Sammelgegenständen, um Erinnerungen festzuhalten.

Nette Leute und Gleichgesinnte kennen zu lernen spielt im Gegensatz zu früher jetzt bei den Sammlern nur noch eine untergeordnete Rolle. Lediglich 4 Prozent sammeln, um Gleichgesinnte kennen zu lernen. Auch die Möglichkeit durch das Sammeln Geld zu verdienen, ist nur für wenige Befragte (5 %) ausschlaggebend.

Bis zu 600 Euro gibt jeder zweite Sammler (52 %) jährlich für seine Leidenschaft aus. 16 Prozent stecken zwischen 600 und 1.200 Euro pro Jahr in ihre Sammlung. 9 Prozent gaben an, jährlich sogar zwischen 1.200 und 3.000 Euro in neue Sammelobjekte zu investieren. 45.000 Österreicher greifen noch tiefer in die Tasche und geben mehr als 12.000 Euro pro Jahr für ihre Sammlung aus.

Die Studie zeigt, dass Männer mehr Geld in ihre Sammlungen stecken als Frauen. Vergleicht man die Bundesländer, sind die Vorarlberger und Wiener absolute Spitzenreiter. Sie greifen - wenn es um begehrte Sammlerstücke geht - deutlich tiefer in die Geldbörse als die Einwohner der anderen Bundesländer. Um mehr Geld für ihr Hobby ausgeben zu können, verzichten 20 Prozent der Sammler sogar auf Urlaube, 18 Prozent auf Schmuck und 17 Prozent auf teure Markenkleidung.

Jeder dritte österreichische Sammler (32 %) schätzt den Wert seiner Sammlung auf bis zu 500 Euro. Ein weiteres Drittel (30 %) geht davon aus, dass die Sammlung zwischen 501 bis 2.500 Euro wert ist. Ein Viertel (25 %) rechnet mit einem Wert von 2.501 bis 10.000 Euro und immerhin 13 Prozent schätzen den Wert ihrer Sammlung auf mehr als 10.000 Euro. Die Hälfte der Befragten (49 %) würde ihre Sammlung aber um kein Geld der Welt verkaufen. Für einen Großteil kommt ein Verkauf nur in Ausnahmefällen in Frage: wenn dringend Geld benötigt wird (11 %) bzw. wenn sie keine Zeit (10 %) oder keinen Platz mehr für die Sammlung haben (7 %). Selbst bei einem Angebot, das den Wert der Sammlung deutlich übersteigt, würden sich lediglich 6 Prozent für einen Verkauf der Sammlung entscheiden.

Sammeln gehört aber auch zu jenen Hobbys und Leidenschaften, die Paare nur sehr selten teilen. Lediglich 9 Prozent der Sammler haben einen Ehepartner bzw. eine Lebensgefährtin/einen Lebensgefährten, der sich auch mit der Jagd nach Sammelobjekten beschäftigt und die Schränke gerne mit neuen Eroberungen füllt. Die Sammelleidenschaft kann daher schneller als man glaubt zur Beziehungsfalle werden. Konflikte sind vor allem dann vorprogrammiert, wenn die Sammlung zuviel Platz in der gemeinsamen Wohnung in Anspruch nimmt oder zuviel Geld und Zeit in die Sammlung investiert wird. 150.000 Österreicher, die in einer Beziehung leben oder verheiratet sind, streiten regelmäßig wegen der Sammelleidenschaft. Weitere 40.000 Österreicher sammeln sogar heimlich, um Diskussionen rund um das Geld und den Aufbewahrungsort der Sammlung zu vermeiden. Trotz des Konfliktpotenzials ist sich mehr als ein Viertel der Sammler (28 %) sicher, dass sie niemals mit dem Sammeln aufhören werden.

Top 10 Sammelobjekte der Österreicher

1. Bücher, Comics, Zeitschriften
2. Münzen
3. CDs, DVDs, Videos, LPs, Schallplatten, Videospiele
4. Briefmarken
5. Gläser/Geschirr/Porzellan
6. Tier-Figuren/-Bilder/-Fotos
7. Papier/Kuverts/Sticker
8. Figuren
9. Steine/Mineralien/Sand
10. Rezepte/Kochbücher

Quelle: eBay

 

Top Themen

Top Links