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Tipps für ein besseres Raumklima in der Wohnung

Ja zu Raufasertapeten, nein zu Kunststofftapeten

28.01.2009

Wer demnächst seine Wohnung renovieren oder gar das ganze Haus sanieren will, sollte darauf achten, dass er beim Kauf von Farben, Lacken und Tapeten nur solche Produkte auswählt, die ein geprüftes Umweltzeichen haben. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern sorgt zuhause auch für ein besseres Raumklima. Das Magazin Reader’s Digest gibt in seiner Februar-Ausgabe dazu wertvolle Tipps.

So sollte man möglichst auf Farben und Lacke verzichten, die Allergie auslösende Kunstharze und chemische Lösungsmittel wie Benzol oder Xylol erhalten. Wer gerne Dispersionsfarben nutzt, sollte darauf achten, dass sie als Lösungsmittel nur Wasser enthalten. Und auch bei der Wahl der Tapeten ist Vorsorge ratsam. Papier- und Raufasertapeten sind empfehlenswert, Glasfasertapeten hingegen nicht, weil sie leicht die Haut und Atemwege reizen können.

"Von Vinyl- beziehungsweise Kunststofftapeten rate ich dringend ab", sagt deshalb der Innenraumdiagnostiker Joachim Kösling. Der Grund: Diese Tapeten können nicht nur gesundheitsschädliche Weichmacher freisetzen, sondern dichten die Wände so stark ab, dass diese die Raumfeuchtigkeit nicht mehr ausgleichen können - und damit den Schimmelpilz fördern.

Wer Schimmel in seiner Wohnung oder seinem Haus entdeckt, sollte ihn von einem Handwerker fachkundig entfernen lassen. Um Schimmel gar nicht erst aufkommen zu lassen, empfiehlt es sich, die Räume kurz und kräftig zu lüften, statt über Stunden hinweg das Fenster gekippt zu lassen. Wichtig auch: Möbel sollten nicht direkt an Außenwänden aufgestellt werden, da sonst ein Luftaustausch kaum möglich ist.

Pilzsporen können sich aber auch im Hausstaub sammeln und sich damit auf Deko-Artikel oder Plüschtiere legen. Deshalb gilt: Entweder bestimmte Artikel aus der Wohnung verbannen oder aber regelmäßig putzen; so sollten Teppiche mindestens zwei Mal pro Woche gründlich gesaugt werden.

Ein schlechtes Raumklima kann oftmals der Grund für Kopfschmerzen, Juckreiz oder Schwindelgefühle sein. Umweltärzte sprechen dabei vom "Sick-Building-Syndrom". Dieses "Krankmachende-Gebäude-Syndrom" tritt dann meist nur in jenen Räumen auf, die zum Beispiel schlecht belüftet werden oder in denen giftige Bausubstanzen verwendet wurden.

Auch bei der Auswahl der Möbel unterstützt eine genaue Prüfung den Gesundheitsschutz. "Vor allem Produkte aus Billiglohnländern, zum Beispiel Teppiche oder Ledermöbel, werden unkontrolliert mit gefährdenden Chemikalien behandelt", warnt Kösling. Das kann später im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder anderswo in den eigenen vier Wänden zu lästigen Gerüchen bis hin zu einer Kontaktallergie führen. Die Faustregel der Experten lautet deshalb: Gegenstände, die länger als vier Wochen stark müffeln, sollte man zurückgeben oder umtauschen.

Quelle: Reader’s Digest

 

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