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Rauchmelder im Test: Gute Lebensretter ab 6 Euro erhältlich

Nur jeder zweite getestete Rauchmelder erhielt eine gute Bewertung.


20.02.2013

In Österreich sterben jedes Jahr 20 bis 30 Menschen bei Bränden in privaten Haushalten. Viele von ihnen kommen ums Leben, weil sie das Feuer nicht rechtzeitig bemerken und ersticken. Rauchmelder sollten vor allem dort installiert werden, wo diese Gefahr am größten ist: in Schlafzimmern und in Aufenthaltsräumen. In einem aktuellen Qualitätstest hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) 15 gängige Modelle auf den Prüfstand gestellt, wobei die Hälfte am Ende als "gut" bewertet wurde. Unterschiede gab es besonders bei der Handhabung und Robustheit. Ein Gerät erreichte die vorgeschriebene Lautstärke nicht und musste als "nicht zufriedenstellend" eingestuft werden.

Rauchmelder gibt es in vielen Baumärkten schon für wenige Euros. Dabei handelt es sich meist um Modelle mit einfachen Alkaline-Batterien, die nach etwa zwei Jahren getauscht werden müssen. Günstige und gute Geräte dieser Klasse sind die getesteten Rauchmelder von Abus (14 Euro) und Ikea (6 Euro). Der Nachteil: Durch den häufigen Batterietausch und die regelmäßige Wartung fallen über die Jahre zusätzliche Kosten an.

Teurer in der Anschaffung, dafür aber komfortabler sind Geräte mit Lithium-Batterien mit einer Funktionsdauer von circa 10 Jahren. In diese Kategorie fallen auch die beiden Geräte mit der höchsten Punktezahl im Test, die Rauchmelder Ei Electronics Ei650 und FireAngel ST-620-DET, die nicht nur durch Zuverlässigkeit sondern auch in der Handhabung überzeugten. Ärgerlich: Bei zwei Meldern mit Lithium-Batterien (Kidde, Unitec) wurde eine deutlich geringere Betriebsdauer ermittelt als von den Herstellern angegeben worden war.

Außerdem im KONSUMENT-Test: zwei funkvernetzbare Rauchmelder. Sie eignen sich vor allem für größere Wohnungen und Häuser mit mehreren Etagen. Registriert einer Rauchbildung, springen gleichzeitig auch alle anderen an. Dabei funktioniert die Signalübertragung sogar durch Stahlbetondecken hindurch, wie der Praxistest ergab. Bei Minimax MX 200 war der Alarmton aber viel zu leise und erreichte nicht die vorgeschriebenen 85 Dezibel, womit dieser Melder mit "nicht zufriedenstellend" bewertet wurde.

Ob in einer Wohnung Rauchmelder angebracht werden, ist in Österreich bisher jedem Haushalt selbst überlassen. Während in vielen Teilen Deutschlands bereits eine Rauchmelder-Pflicht besteht, wurde eine entsprechende Richtlinie hierzulande noch nicht umgesetzt. Das erste Bundesland, das die Montage vorschreiben wird, ist Kärnten. Ab 1. Juli 2013 sind Rauchmelder dort in allen Wohnungen Pflicht.

Die detaillierten Ergebnisse und weitere Informationen finden Sie ab dem 21.2. in der Märzausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und ab sofort auf www.konsument.at.

Quelle: VKI

 

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