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Parks in Wien : Hohe Nutzung und gute Noten

Parkbetreuung kommt gut an und erhöht das Sicherheitsgefühl

Einen Monat lang waren Wiens ParkbetreuerInnen im Vorjahr in insgesamt 100 Grün-, Spiel- und Sportanlagen unterwegs, um 2.600 Fragebögen an die ParkbesucherInnen zu verteilen. Das Ergebnis dieser Befragung wurde gestern präsentiert. Der Parkbetreuung und Parkgestaltung in Wien wird darin ein überwiegend positives Zeugnis ausgestellt. Für viele Kinder und Jugendliche ist der Park ein wichtiger Lebensraum. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen kommt fast täglich, um zu spielen, Freunde oder die ParkbetreuerInnen zu treffen und auch ein Drittel der Erwachsenen sucht dort jeden Tag Entspannung.

Die Parkbetreuung wird sowohl von den Kindern als auch von den Erwachsenen positiv beurteilt. Dezidierte Kritik an diesem Angebot äußern nur 1 % der Kinder, 5 % der Jugendlichen und 2 % der Erwachsenen. Die Anwesenheit der Parkbetreuer erhöht das Sicherheitsgefühl und fördert das Miteinander. "Und zwar nicht nur das Miteinander zwischen Kindern und Jugendlichen, zwischen Buben und Mädchen, sondern auch das Miteinander zwischen den Kulturen und Generationen, die sich den Lebensraum Park teilen", betont Vizebürgermeisterin Grete Laska. "Das positive Ergebnis hat mich bestärkt, unsere Aktivitäten im Rahmen von Veranstaltungen, wie 'Begegnung im Park' zu intensivieren und besonders, was das Thema Partizipation betrifft, weitere Schwerpunkte zu setzen," so Laska anlässlich der Präsentation.

Die Stadt Wien bietet seit nunmehr 12 Jahren Parkbetreuung für Kinder und Jugendliche an. Das europaweit einzigartige Freizeitangebot wird von 18 Vereinen umgesetzt. Insgesamt 300 Mitarbeiter sind mehrmals pro Woche zu fixen Zeiten in der warmen Jahreszeit und - eingeschränkt - auch in den Wintermonaten an 120 Orten in den Bezirken unterwegs. Sie bieten Freizeitprogramm und Gesprächsmöglichkeiten. Der Großteil der Kinder sowie rund die Hälfte der Jugendlichen hat durch die Parkbetreuung eine Reihe neuer Freizeitaktivitäten kennen gelernt und neue FreundInnen gefunden. 86 % der Kinder und 71 % der Jugendlichen sind der Meinung, dass Fremdsprachigkeit in der Regel für sie keine Barriere bedeutet, um bei den Angeboten der Parkbetreuung mit zu machen. Und auch von den Erwachsenen sind 81 % davon überzeugt, dass das Miteinander der verschiedenen Kulturen gefördert wird. Ein weiteres Plus: Durch die Anwesenheit der ParkbetreuerInnen fühlen sich 71 Prozent der Erwachsenen sicherer.

Anlässlich des Jubiläumsjahres 2005 widmet sich die Parkbetreuung eine Woche lang, vom 13. Juni bis 19. Juni, in allen Wiener Bezirken der Begegnung zwischen Jung und Alt. Ganz nach dem Motto "Wie war es früher, wie ist es heute?" werden traditionelle Spiele ausprobiert, Geschichten von früher und heute erzählt, gemeinsam Brot gebacken und Parkgeschichten gemalt. Damit wird das Miteinander der Generationen gefördert und politische Bildung hautnah und aktiv vermittelt. Der Park wird zum lebendigen Ort der Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte.

Dem Park kommt aber nicht nur im Sommer, sondern auch in der kalten Jahreszeit relativ große Bedeutung zu, rund 70 % der befragten Kinder besuchen ihn im Winter zumindest gelegentlich und wünschen sich auch noch mehr Angebote für die kalte Jahreszeit. Auch die Frage nach dem Wunsch nach einer größeren Anzahl von Parks in Wien wurde gestellt und bei Jugendlichen und Erwachsenen mit 80 % mit ja beantwortet. Mitsprache ist ebenfalls ein wichtiges Thema für die Parkbesucher: Mehr als die Hälfte der Kinder, zwei Drittel der Jugendlichen und weniger als die Hälfte der Erwachsenen würden bei der Gestaltung "ihres" Parks gerne mitreden. Die Jugendlichen wären dabei auch häufig zu mehreren Treffen im Monat bereit, während für Erwachsene zumeist nur maximal ein monatliches Meeting akzeptabel wäre.

Quelle: rk

 

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