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Österreich profitiert vom Holz-Boom in Italien

Italien: Enormer Zuwachs für Holz im Wohnbau

04.09.2006

In den letzten Jahren erlebt der Einsatz von Holz am Bau in Italien einen in der Nachkriegszeit noch nie dagewesenen Boom. Gründe dafür sind die vermehrte Nutzung des Wohnraumes unter dem Dach und gesteigerte Anforderungen an die Gebäude hinsichtlich Energieeinsparung und Umweltfreundlichkeit. Deshalb greifen immer mehr private und öffentliche Bauherren zum Werkstoff Holz, der zunehmend andere Baustoffe verdrängt. Ein Trend, der auch in Zukunft anhalten wird, und von dem vor allem die österreichische Holzindustrie als Lieferant Nr. 1 profitiert.

Die aktuelle Marktstudie "Holzeinsatz am Bau in Italien", erstellt von Gardino Consulting Company, Genua, zeigt erstaunliche Zuwächse für Holz im italienischen Bausektor. Befragt wurden über 220 Planer und Holzbaufirmen in Italien sowie 25 führende Italienexporteure aus Österreich und Deutschland. Beauftragt wurde die Studie von promo_legno, der von österreichischen und italienischen Branchenverbänden gemeinsam betriebenen Marketingkooperation für die Förderung und Etablierung des Baustoffes Holz in Italien.

Dächer aus Holz, Anstieg um 40 %

In Italien wurden Dächer von Wohngebäuden bis vor wenigen Jahren größtenteils aus Beton hergestellt. In den letzten 5 Jahren geht der Trend verstärkt in Richtung Holzdach. Dächer aus Holz (Neubau und Sanierung) haben in ganz Italien einen Mengenzuwachs von 40 % erzielt (Basis Jahr 2000). Die am Dach eingesetzten Halbfabrikate legten gegenüber der letzten Umfrage (Jahr 2000) um 30 % zu.

Plus 15 % Wachstum bis 2010 erwartet

Auch die Prognose bis 2010 zeigt ein positives Bild: alle befragten italienischen Holzbaufirmen schätzen den Markt positiv ein, im Schnitt wird mit einem mengenmässigen Wachstum von 15 % gerechnet. Und das, obwohl generell die Bautätigkeit in Italien weiter abflachen wird. Der Baustoff Holz wird von den anderen Materialien Marktanteile dazugewinnen. Für den Holzbau spricht die Tasache, dass der Trend zu Dächern aus Holz und somit das Leben unter dem Dach (vivere in mansarda) auch zunehmend im Zentrum und im Süden Italiens greift. Im Norden hingegen ist in gewissen Regionen der Markt für das Holzdach gesättigt, am Beginn steht dort der Trend zu zeitgemässen Häusern aus Holz. Bis 2010 wird eine mengenmässige Steigerung der Holzhäuser von 50 % prognostiziert.

Fachleute immer besser informiert

Holz hat im Bewusstsein der italienischen Planer und Fachleute an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen. Die geringen Bauzeiten, die technische Sicherheit der vorgefertigten Produkte und Elemente, die Energieeffizienz des Holzbaus und nicht zuletzt die Ästhetik sind Argumente, die bei 75 % der befragten Planer für das Holz als Baustoff sprechen. Ein Viertel der Fachleute steht dem Holz aus Kostengründen und vor allem aus fehlendem Wissen über die Anwendung als Baustoff immer noch skeptisch gegenüber.

Österreich profitiert

Die österreichische Holzindustrie ist als Hauptlieferant für Bauprodukte nach Italien (Anteil an den betreffenden Holzimporten von durchschnittlich 60 %) größter Profiteur des enormen Anstiegs des Holzeinsatzes im italienischen Wohnbausektor. In den letzten 6 Jahren stiegen die Exporte von Nadelschnittholz von 3,9 auf 4,4 Mio m³, das entspricht einer Steigerung von rund 13 %.

60 % der österreichischen Schnittholzexporte gehen ins südliche Nachbarland

Der Pro-Kopf Verbrauch von Holz in Italien ist einer der niedrigsten in ganz Europa. Seit 1999 ist der Holzverbrauch von 0,09 auf 0,13 m³ pro Kopf angestiegen. Das Ziel der Marketing-Aktivitäten ist es, den Verbrauch bis 2010 auf 0,18 m³ zu erhöhen.

Quelle: proHolz Austria, promo_legno

 

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