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Nachbarschafts-Initiativen : Schutz gegen Einbrecher

Herbstzeit ist die Zeit der Dämmerungseinbrüche

23.10.2008

Mit dem Herbstbeginn werden die Tage wieder kürzer, es wird früher dunkel. Für Einbrecher ist das die Zeit der Dämmerungseinbrüche - im Schutz der Dunkelheit werden Häuser und Wohnungen ausgekundschaftet und leer geräumt. Eine wichtige Sicherheitsvorkehrung ist der Kontakt zu den Nachbarn. "Kennt man seine Nachbarn, ist es für Einbrecher schwieriger, sich unbeobachtet in der Wohnumgebung zu bewegen. Der Nachbarschaft wird deshalb in der Kriminalprävention schon seit Jahrzehnten ein großer Stellenwert zugeschrieben", weiß Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Leiter der Landesstelle Wien im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Vor allem im englischsprachigen Raum gelten Bürgerinitiativen, auch bekannt als "Neighbourhood Watch", als eine weit verbreitete Maßnahme zur Einbruchsprävention.

Aufmerksame Nachbarn stärken das Sicherheitsgefühl
Das Konzept beruht auf einer Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bevölkerung. Nachbarschaftsinitiativen sind ein Zusammenschluss von Bewohnern und werden von einem Anwohner der Wohnumgebung koordiniert. Unter anderem werden gemeinsam Rundgänge durch das Wohngebiet veranstaltet. Die Umgebung wird aufmerksam beobachtet, verdächtige Vorfälle oder Personen direkt an die Polizei gemeldet. "Wichtig ist, dass die Bewohner nicht die Aufgaben der Polizei übernehmen und beispielsweise in gefährlichen Situationen eingreifen oder gar bewaffnet vorgehen. Durch die Initiativen wird das Sicherheitsgefühl der Anwohner gestärkt und Einbrecher können durch die erhöhte soziale Kontrolle abgeschreckt werden", betont Robatsch. KfV-Erhebungen zeigen: Eine funktionierende Nachbarschaft ist ausschlaggebend für das subjektive Sicherheitsgefühl. Darüber hinaus werden im Rahmen der Nachbarschaftsinitiativen regelmäßig Versammlungen und Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Exekutive durchgeführt, Anrainer erhalten dabei wichtige Hinweise zur Einbruchsprävention. Polizisten informieren beispielsweise über Sicherheitsvorkehrungen, aktuelle Vorfälle oder die Kriminalitätsentwicklung.

Nachbarschaftsinitiativen als zusätzlicher Schutz
"Neighbourhood Watch" gibt es auch in Österreich: Vor allem in Wien wurden bereits Bürgerinitiativen mit dem Ziel gegründet, die Wohnumgebung sicherer zu machen. Ein Beispiel ist die Hietzinger Initiative "Pro Nachbar", die in Zusammenarbeit mit Polizei und Bezirksleitung gegründet wurde. "Initiativen bieten zusätzlichen Schutz. Gerade in der Zeit der Dämmerungseinbrüche sollte man aber auch darauf achten, dass das Haus oder die Wohnung nicht verlassen wirkt. Sichtbare Abwesenheit kann durch Zeitschaltuhren, die Licht oder Radio einschalten, verhindert werden", rät Robatsch. Offene Türen, gekippte Fenster und sichtbare Abwesenheit laden den Gelegenheitsdieb richtiggehend zur Tat ein. Fenster- sowie Terrassen- oder Balkontüren sollten daher nie offen oder gekippt bleiben, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. "Mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen und der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit wird ein wesentlicher Beitrag zur Einbruchsprävention geleistet. Die Tatgelegenheiten für Einbrecher können dadurch reduziert werden", erklärt Robatsch abschließend.

Quelle: KfV

 

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