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Motten im Kleiderschrank : Richtig vorbeugen hilft

Beim Kauf von Mottenschutzmitteln genau auf die Inhaltsstoffe schauen!

02.04.2009

Kleidermotten, besser gesagt die Larven dieser weltweit verbreiteten Schmetterlingsart, sind die häufigsten Schädlinge im Kleiderkasten oder am Teppich. Sie fressen mit Vorliebe das Eiweiß, das sich in Wolle, Fellen und Pelzen befindet. Gefährdet sind auch Mischgewebe mit über 20 % Wollanteil. Kunstfasern bleiben unberührt, auch pflanzliche Materialien wie Baumwolle oder Leinen können Kleidermotten nicht verdauen.
 
In der Natur sind die Motten ein höchst willkommener Putztrupp - zu Hause im Wohnraum werden sie schnell zur Plage. Oft werden die Tiere mit Kleidungsstücken eingeschleppt oder sie werden angelockt von Schweißgeruch und ungewaschener Kleidung.

Beim Kampf gegen Motten gilt: Vorbeugen ist besser als Bekämpfen!"Am besten schützt man sich vor Zuflug indem man ungenutzte Kleidung aussortiert oder gut verschlossen aufbewahrt. Außerdem sollte ausschließlich saubere, trockene Kleidung in den Kleiderschrank!", erklärt Maga Renate Gottwald-Hofer von ''die umweltberatung''. Sie fügt hinzu: "Duftsäckchen schrecken Motten ab. Pheromonfallen können einen Befall zwar beweisen, sind aber im Kampf gegen die Insekten ungeeignet."

Vorsicht bei Pyrethroiden
Zum Bekämpfen von Textilschädlingen aber auch zur Vorbeugung enthalten viele Mittel hochproblematische Insektizide wie Pyrethroide. Diese wirken auf das Nervensystem der Materialschädlinge genauso wie auf das der Bewohner des Haushalts! Vor allem Wasserorganismen und Katzen reagieren äußerst empfindlich. Eine giftfreie Alternative sind Präparate mit Neemöl oder Larven von Schlupfwespen.

ÖKO-Schwindel im Handel
Helmut Bohacek, Umweltexperte der AKNÖ berichtet von der Recherche im Handel: "Mottenschutzmittel hinterlassen in den Regalen einen relativ harmlosen Eindruck. Manche Produkte werben mit natürlichem Lavendel oder Zedernduft, enthalten aber Insektizide als Wirkstoffe. Wer nicht genau hinsieht, glaubt unbedenkliche Duftmittel zu erwerben, ersteht aber tatsächlich pyrethroidhältige Produkte." Die Kennzeichnung mit Gefahrenzeichen und Hinweise über die richtige Anwendung bzw. Entsorgung waren bei der AK-Untersuchung ebenfalls oft unzureichend. Konsumenten sollten beim Kauf von Mottenschutzmitteln deshalb die Liste der Wirkstoffe genau kontrollieren, Fachberatung einfordern oder gänzlich auf wirkstoffhältige Produkte verzichten!

Bei der Umweltberatung ist ein Infoblatt mit den besten Tipps zum Mottenschutz sowie die kostenlose Infomappe"FAIRdammt gut gekleidet" erhältlich: Telefonnummer 02742/718 29 oder zum Download  www.umweltberatung.at/downloads.

Quelle: die umweltberatung, AKNÖ

 

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