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Schrift auf Lebensmittel-Etiketten oft schlecht lesbar

AK fordert Mindestschriftgrößen und mehr Klarheit am Etikett

Etiketten auf Lebensmitteln sind wichtig für die Kaufentscheidung des Konsumenten. Dementsprechend sollten die darauf befindlichen Informationen klar sichtbar und gut lesbar sein. Dass dies oft nicht der Fall ist, hat ein aktueller Test der AK Wien ergeben. Die AK hat 50 KonsumentInnen gebeten, 50 Produktverpackungen nach dem Schulnotensystem zu bewerten.

Die AK hat 50 KonsumentInnen gebeten, 50 Produktverpackungen nach dem Schulnotensystem zu bewerten. Übersichtliche Etiketten mit Schriftgrößen von 1,5 bis 2 Millimeter wurden als sehr gut bis gut lesbar bewertet. Die Noten 2 bis 3 gab es für Schriften von 1,1 bis 2 Millimeter bei gleichzeitig schlechtem Farbkontrast. Mit befriedigend bis ungenügend benoteten die KonsumentInnen Etiketten in klitzekleiner Schrift von 0,6 bis 1,5 Millimeter mit ungutem Farbkontrast wie z.B. weiße Schrift auf rotem Etikett.

Negativ beurteilten die KonsumentInnen vor allem:

  • Fuzelschriften mit einer Schriftgröße von 0,6 bis 1,5 Millimeter, die fast gar nicht oder nur sehr schlecht lesbar sind

  • zu dünne, zarte Schrift

  • zu enge Abstände zwischen den Buchstaben

  • zu viele Sprachen am Etikett

  • Negative Farbkontraste zwischen Schrift und Etikett wie z.B. schwarze oder hellbraune Buchstaben auf durchsichtigem Hintergrund oder weiße Schrift auf rotem Hintergrund

  • auf silbernen Dosen reflektiert die Schrift und ist dadurch nicht lesbar.
Positiv bewertet wurden dunkle, fette Lettern auf weißem Hintergrund, also Etiketten, bei denen Schriftgröße und Farbkontrast zwischen Schrift und Etikett passen.

"Es wirkt sich nachteilig für Konsumenten aus, dass klare gesetzliche Regeln fehlen, was als deutlich lesbar gelten kann", resümiert AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Für die Kaufentscheidung ist die Lebensmittelkennzeichnung am Etikett sehr wichtig. Daher verlangt die AK mehr Klarheit bei der Kennzeichnung. Konkret fordert die AK, dass Mindestschriftgrößen festgelegt werden, um die Lesbarkeit am Etikett zu garantieren. "Wünschenswert wären zumindest zwei Millimeter, dabei ist auch besonders auf den Kontrast von Schrift- und Etikettfarbe sowie den Schrifttyp zu achten", betont Schöffl. Eine bloß unverbindliche empfohlene Schriftgröße des Gesundheitsministeriums ist der AK zu wenig. Überdies muss in der Praxis die Lesbarkeit gegeben sein - das muss verstärkt kontrolliert werden. Bei Nichteinhaltung muss es wirksame Strafen geben. Die wichtigsten Informationen sollen konsumentenfreundlich auf der Vorderseite des Produktes angebracht werden. Ein Konsumentenpanel soll die Lesbarkeit in der Praxis prüfen.

Laut Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung müssen verpackte Waren folgende Angaben enthalten: die Sachbezeichnung, Füllmenge, Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum, Name der Firma und Anschrift des Herstellers, Verpackers oder Verkäufers, Zutatenverzeichnis, mengenmäßige Angaben wertbestimmender Bestandteile.

Quelle: AK Wien

 

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