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Kühlschrankpickerl : Kunden erhalten Geld zurück

Rückzahlaktion für Entsorgungsplakette startet Mitte August

04.07.2005

Geld zurück für KonsumentInnen: "Wer seit 1993 einen Kühlschrank gekauft hat und damit auch eine Entsorgungsplakette erwerben musste, wird ab Herbst für dieses Kühlschrankpickerl sein Geld zurückbekommen können", sagt Maria Kubitschek, Leiterin des AK Wirtschaftsbereichs. 3,5 Mio Plaketten sind derzeit noch nicht eingelöst, dafür haben die KonsumentInnen fast 49 Millionen Euro bezahlt, die "auf Eis" liegen. "Wir haben erreicht, dass die eingefrorenen Konsumentengelder aufgetaut werden", so Kubitschek.

Der Grund für die Rückzahlaktion: Ab Mitte August wird entsprechend einer neuen EU-Richtlinie die Entsorgung von Elektrogeräten nicht mehr vom Konsumenten, sondern von den Herstellern bezahlt. Damit ist das für die Entsorgung angesparte Konsumentengeld nicht mehr notwendig. Ursprünglich plante das Umweltministerium, dass nur gegen Rückgabe des Altgerätes das Pickerl zurückgezahlt wird und das hätte bis 2020 oder noch länger gedauert. "Die AK hat durchgesetzt, dass das Umweltministerium diese Übergangsbestimmungen rausstreicht und den Weg für eine Rückzahlungsaktion freimacht", betont Kubitschek.

Das Umweltforum Haushalt (UFH), das die Pickerl ausgegeben hat, klärt derzeit mit der Arbeiterkammer die Modalitäten für die Rückzahlaktion ab. Voraussetzung für die Rückzahlung wird ein Antragsformular sein, das das UFH jedem Haushalt ab Mitte August 2005 direkt zur Verfügung stellen wird. Weiters wird sichergestellt, dass für alle "Pickerl"-Varianten - also für lose und aufgeklebte Entsorgungsplaketten und Gutscheine - Möglichkeiten zur Rückzahlung geschaffen werden. Eine Servicetelefonnummer für Auskünfte über diese Rückzahlungsaktion wird rechtzeitig vor dem 13. August bekannt gegeben. Die KonsumentInnen sollen jetzt noch keine Anträge an das UFH schicken, die AK und das UFH werden rechtzeitig informieren, wie's funktioniert.

Wer bis Mitte August noch einen Kühlschrank kauft, muss derzeit noch das Entsorgungspickerl zahlen, erst danach ist es hinfällig und der Konsument kann dann wieder das Geld zurückfordern. Um diese mühsame Vorgangsweise zu verkürzen, verlangt die AK vom Umweltministerium eine möglichst rasche Änderung der Kühlgeräte-Verordnung und Einstellung des Pickerlverkaufs.

Quelle: AK, UFH
 

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