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Beim Immobilienkauf nicht auf die Nebenkosten vergessen

Überblick über typische Kauf-Nebenspesen


30.08.2012

Nach Ansicht von Immobilienprofis überschätzen viele Immobilienkäufer ihre finanziellen Möglichkeiten. Das ergab eine repräsentative Studie des Immobilienportals immowelt.de. Für eine solide Finanzierungsplanung finden Sie nachfolgend einen Überblick über typische Kauf-Nebenkosten.

Nahezu jeder dritte Immobilienkäufer traut sich finanziell mehr zu, als er sich tatsächlich leisten kann. Rund ein Viertel der Käufer unterschätzt außerdem die Ausgaben, die über den Kaufpreis hinaus für Sanierung und Renovierung des Objekts nötig sind. Werden Haus oder Wohnung über einen Makler gekauft, fällt eine Provision an, die in der Regel drei Prozent des Kaufpreises beträgt. Darüber hinaus ist ein notariell beglaubigter Kaufvertrag erforderlich, der mit etwa zwei Prozent der Kaufsumme zu Buche schlägt. Für den Grundbucheintrag ist weiters eine Gebühr von rund einem Prozent des Kaufpreises zu veranschlagen. Auch das Finanzamt bekommt Geld und zwar 3,5 Prozent des Kaufpreises als Grunderwerbssteuer. Für die Vertragserrichtungskosten und Maklergebühren muss dann auch noch 20% Umsatzsteuer dazugerechnet werden. In Summe sollte also mit rund 10% Kaufnebenspesen kalkuliert werden.

Häufig werden bei der Finanzierungsplanung auch die teils erheblichen Ausgaben für Renovierung oder Sanierung vernachlässigt. Während der neue Wohnungseigentümer vielleicht nur die Heizkörper auszuwechseln braucht, kann bei einem Haus eine komplett neue Heizanlage nötig sein. Wohnungskäufer hingegen sollten die monatlich fällige Instandhaltungsrücklage für Verwaltung, Instandhaltung und Gebrauch des gemeinschaftlich genutzten Eigentums berücksichtigen. Die Höhe der angesparten Rücklagen und die monatlich fällige Summe werden im Wirtschaftsplan festgehalten, über den die Eigentümergemeinschaft jedes Jahr neu entscheidet. Diesen Wirtschaftsplan sollte der Wohnungskaufinteressent vor Vertragsabschluss unbedingt einsehen. Denn: Steht eine Reparatur an und die bisher gebildete Rücklage reicht nicht aus, werden auch die neuen Eigentümer zur Kasse gebeten.

Hauskäufer wiederum sollten beachten, dass die Beiträge für Versicherungen wie Gebäudeversicherung oder Grundbesitzerhaftpflicht, die Wohnungseigentümer nur anteilig tragen, im vollen Umfang auf sie zukommen. Laufende Betriebskosten für Heizung, Strom, Wasser und Müll sowie jährliche Zahlungen etwa für Kaminkehrer und Grundsteuer, die man bereits als Mieter tragen muss, bleiben natürlich auch für Eigentümer bestehen und sollten miteinkalkuliert werden.

Bei Immobilien, die nicht als Kapitalanlage genutzt werden, sollten auch die Umzugskosten berücksichtigt werden, sowie Ausgaben für eventuell noch anfallende Mietzahlungen, für die Renovierung des alten Heims und für Neuanschaffungen wie Möbel oder Elektrogeräte.

Quelle: immowelt.de, lifepr

 

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