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Heizen mit Holz

Günstige und umweltfreundliche Alternative zu Öl und Gas

20.12.2005

Wenn´s draußen stürmt und schneit, ist´s drinnen so richtig gemütlich. Im Kachelofen flackert das Feuer, die Zentralanlage läuft auf Hochtouren. Welche Heizung ist nun die günstigste, welche die umweltfreundlichste? "die umweltberatung" hat die jährlichen Kosten für verschiedene Heizsysteme verglichen und gibt Tipps zum Heizkosten sparen.

Welche Heizung kostet wieviel? Neben den Anschaffungskosten müssen auch die Verbrauchs- und Instandhaltungskosten berücksichtigt werden. "die umweltberatung" hat die Brennstoffkosten für verschiedene, neu errichtete Heizsysteme, bezogen auf ein durchschnittliches Haus mit ca. 130 m2 Wohnnutzfläche recherchiert:

Das gute alte Scheitholz ist der bei weitem günstigste Brennstoff. Scheitholz und Hackschnitzel sind  beim derzeitigen Ölpreis um 55 – 60 % billiger als Heizöl, Holz-Pellets liegen bei der Hälfte vom Ölpreis. Holz hat auch andere guten Seiten: Holz ist klimaneutral – beim Verbrennen von Holz wird nur die Menge Kohlenstoff frei, die der Baum vorher gespeichert hat. Holz ist daher CO2 neutral und klimafreundlich. Als "Biomasse-Brennstoff" entlastet es die Atmosphäre und hilft so unserem Klima. Durch die Nutzung heimischer Biomasse werden zusätzlich tausende Arbeitsplätze in Industrie, Handel, Gewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft gesichert. Die Wertschöpfung rund um die Holzwirtschaft bleibt in der Region.

Mit Nachtspeicheröfen zu heizen ist ungefähr um 60 % teurer als das Heizen mit Öl und gleichzeitig wenig umweltfreundlich.
Der Gaspreis liegt derzeit unter dem Ölpreis, die Preise für Gas und Öl sind aber ständig in Veränderung begriffen.

Rechenbeispiel:
Geht man von einem durchschnittlichen Gebäude mit 130 m² Wohnnutzfläche aus, so hat dieses eine Heizlast von etwa 13 KW und einen Jahres-Nutzwärmebedarf von ca. 23.000 kWh (ohne Warmwasserbereitung). Wird in dieses Haus eine neue Heizung eingebaut, so ergeben sich pro Jahr aus heutiger Sicht etwa folgende Heizkosten:

Brennstoff
Brennstoff-Kosten
Jahresbrennstoff-
Menge
Jährliche Brennstoffkosten
Hackgut-Fichte G50 w=25%
19 € / srm
38,4 srm
730,-
Scheitholz Buche w=20%
58 € / rm
13 rm
760,-
Wärmepumpe
0,14 € / kWh
6.220 kWh
870,-
Holz-Pellets
0,16 € / kg
5.630 kg
900,-
Erdgas (Brennwertkessel)
0,51 € / m³
2.400 m³
1.220,-
Heizöl el
0,69 € / Lit
2.560 Lit
1.760,-
Strom-Nachtspeicher
0,12 € / kWh
23.470 kWh
2.820,-
 
Quelle: "die umweltberatung" (EVA, AK NÖ)
Marktpreise Oktober 2005; Brennstoff in Jahresmenge zugeliefert
Wird Stückholz direkt vom Bauern als Nachbar bezogen, so ist es ca. 10-25 % billiger.
Stückholz in Wien & Umgebung zugeliefert ist ev. geringfügig teurer.
Beim Erdgas ist ein Brennwertkessel mit Niedertemperaturheizung unterstellt. Ansonst ca. 10 % mehr Brennstoffkosten.

Wenn von den Kosten für eine bestimmte Heizung gesprochen wird, sind nicht nur die Kosten für den Brennstoff selbst, sondern auch die laufenden Betriebskosten und die Investitionskosten zu berücksichtigen. Wer um Kostenwahrheit bemüht ist, muss auch alle Kosten berücksichtigen, die "extern", dh. indirekt anfallen, also auch die Umweltkosten und Folgekosten, die direkt oder indirekt entstehen und dann von der Allgemeinheit (den Steuerzahler/innen) getragen werden müssen.

Tipps zum Heizkosten sparen

  • Räume nicht überheizen - 1°C Temperaturabsenkung bringt 6 % Energieeinsparung

  • Thermostatventile helfen dabei, die einzelnen Räume nur auf jene Temperatur zu beheizen, die gewünscht ist: Schlafräume und Vorzimmer brauchen nicht so warm sein wie Räume, in denen man/frau sich lange aufhält etc.

  • Dämmen der Heizungsrohre im Keller bringt Heizkosteneinsparungen von ca. 3 – 8 Euro pro Laufmeter Rohr und Jahr.

  • Richtiges Lüften: Fenster nicht kippen, sondern mehrmals täglich 5 Minuten ganz öffnen und durchziehen lassen (quer- oder stoßlüften).

  • Heizanlage regelmäßig warten (1 mm Ruß verursacht 5 % mehr Heizkosten)

  • Eine Optimierung der Wärmedämmung reduziert den Heizenergiebedarf enorm. Einsparpotentiale bis zu 60 % sind wirtschaftlich realisierbar!

  • Richtwerte für´s Dämmen: Außenwand: mindestens 16 cm, Oberste Geschoßdecke: mindestens 25-30 cm

  • Wärmebrücken vermeiden: Wo die Wärmedämmschicht unterbrochen ist, droht Schimmelbildung

  • Winddichte ist absolut nötig, um Fugenverluste und Feuchteschäden zu verhindern. Ein "Blower Door Test" kann die Dichtheit prüfen.

  • Heizsystem anpassen: Nach erfolgter Dämmung ist die Heizlast viel geringer, andernfalls arbeitet die Heizung sehr unwirtschaftlich.

  • Viele weitere Tipps und eine Sammlung interessanter Links für "Ökofreunde" finden Sie auf der Webseite der Umweltberatung.


Heizen mit Holz: Informationsangebote von "die umweltberatung" 

  • Ratgeber "Moderne Holzheizungen – komfortabel – preiswert - zukunftssicher (A4-Format, 4 Seiten) zeigt die verschiedenen Möglichkeiten auf, mit Holz zu heizen. Kostenloser Download auf www.energieberatung-noe.at

  • Infoblatt "Der Ofen ist keine Müllverbrennung!": Was darf im Ofen verbrannt werden, was nicht. Kostenloser Download auf www.umweltberatung.at

  • Folder "Moderne Holzheizungen", kostenlos

"die umweltberatung" berät auch gerne am Telefon oder persönlich: 01/ 803 32 32, service@umweltberatung.at oder Energieberatung NÖ, Tel.: 027 42/ 221 44, office@energieberatung-noe.at

 

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