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Großbildfernseher im Test : Die Zeit ist noch nicht reif

Schlechte Bildqualität bei herkömmlicher TV-Bildübertragung

19.10.2005

Wer sich von einem LCD-Bildschirm oder Plasma-TV-Gerät eine Verbesserung des herkömmlichen Fernsehbildes erwartet, wird enttäuscht: Die Mehrheit der Kandidaten im aktuellen "Konsument"-TV-Geräte-Test bringt es nur auf ein "durchschnittliches" Bildergebnis. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Modelle mit dem derzeit noch vorherrschenden TV-Bildübertragungs-Modus PAL nicht zurecht kommen und das Bild flau und unscharf darstellen.

Im – derzeit noch kaum verfügbaren – hochauflösenden HDTV-Format spielen die Geräte hingegen ihre Stärken aus. Fast alle Prüflinge schneiden "sehr gut" oder "gut" ab. "Die Zeit ist noch nicht ganz reif für LCD-Bildschirme oder Plasma-TV-Geräte. Erst wenn die Fernsehanstalten nicht nur digital, sondern auch HDTV ausstrahlen, kommen Konsumenten in den optimalen Genuss der Großbild-TV-Geräte", erklärt Paul Srna, "Konsument"-Technikexperte. Laut EU-Verordnungmuss spätestens 2010 der gesamte terrestrische Empfang digital erfolgen, eine Umstellung auf HDTV wird aber noch länger dauern.

Keine nennenswerten Qualitätsunterschiede gibt es hingegen mehr zwischen LCD- und Plasma-Geräten, spezifische Nachteile der einen oder anderen Technologie werden immer kleiner. Bis rund 80 Zentimeter Bildschirmdiagonale sind LCD-Schirme, ab rund 100 Zentimeter Plasma-Modelle die bessere Wahl. Was allerdings bleibt: Der deutlich höhere Stromverbrauch, vor allem bei Plasmaschirmen. LCD-Geräte haben dagegen konstruktionsbedingt einen etwas eingeschränkten Betrachtungswinkel. Insgesamt überwiegt im "Konsument"-Test jedoch der Durchschnitt.

Viele Konsumenten wissen bislang nicht wirklich, was sich für sie durch die Digitalisierung ändert. Paul Srna bringt Licht in den digitalen Fernsehdschungel: "Die Digitalisierung des Fernsehens bedeutet zunächst die Umstellung von analoger auf digitale Bildübertragung. Konsumenten benötigen dafür kein neues Fernsehgerät, sondern nur eine digitale Empfangseinheit. Die Übertragung erfolgt weiterhin nach PAL-Norm. Erst wenn in Österreich HDTV als Bildübertragung Standard wird, benötigen die Zuseher "HD"-fähige Fernseher." Aber: Nur Geräte, die über das Logo "HD ready" verfügen, eignen sich für die digitale Fernsehzukunft. Ähnlich klingende Fantasiebezeichnungen wie "HD fähig" oder "HD vorbereitet" sind nichtssagend.

"Konsument" hat neun LCD-Bildschirme und vier Plasma-Geräte zwischen 1.100 und 3.000 Euro unter die Testlupe genommen. Alle Ergebnisse im Detail erhalten Leser in der November-Ausgabe, die am 20. Oktober erscheint, oder online auf der Konsument-Webseite. Das Testmagazin informiert auch ausführlich über den aktuellen Stand in Sachen Digital-TV.

Quelle: VKI

 

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