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Frühling-Tipps für den Gemüsegarten

Für die Aussaat von Gemüse ins Beet sollte man unbedingt auf den richtigen Zeitpunkt warten. Samen brauchen Wärme und Feuchtigkeit zum Wachsen, deshalb nie in nasse kalte Erde säen!

14.04.2009


Nach dem langen, kalten Winter schafft das frühlingshafte Wetter der letzten Tage optimale Bedingungen zur Aussaat. Generell lässt sich sagen, dass Samen, die etwas später und dafür bei besserem Wetter in warmen Boden gelegt werden, besser gedeihen als solche, die einen Kälterückschlag erleiden. Geduld ist die wichtigste Tugend der Gärtner! Wann der perfekte Zeitpunkt zum Säen der einzelnen Obst- und Gemüsesorten ist, können Sie in der neuen Natur im Garten-Broschüre "Pflanzen, Ernten und Genießen" nachlesen.

Auf den Boden kommt es an

Sandige, leichte Böden erwärmen sich leichter und schneller als schwere. Sie können deshalb auch früher bestellt werden. Lehmige Böden sollten erst bestellt werden, wenn sie fein und krümelig sind. Elisabeth Koppensteiner von "die umweltberatung"  gibt Tipps, wie man merkt, ob der Boden bereit ist: "So lange die Erde an den Gummistiefeln kleben bleibt, sollte man den Boden ruhen lassen!" Ideal ist es, wenn das Beet den Winter über mit Mulch oder Gründüngung bedeckt war. Nach der Winterpause sollte es zuerst mit der Grabgabel tiefgründig gelockert und belüftet werden, bevor gesät wird. Die oberste Erdschicht muss aber an ihrem Platz bleiben, um das Bodenleben nicht zu beeinträchtigen, d. h. den Boden nur in Ausnahmefällen wenden!

Saatrillen ziehen und Saatgut ansäen

Mit dem Stiel eines Gartengerätes oder mit speziellen Rillenziehern zieht man Rillen zur Aussaat. Gerade Rillen werden am Besten entlang einer Schnur, die zwischen den Beetenden gespannt ist, gezogen. Die Rillen sollten nicht zu tief sein, denn die Erdschicht über dem Samen sollte "nur" der 2 bis 3fachen Samenstärke entsprechen. Zur besseren Entwicklung der Saat streut man in die Rillen reifen Kompost und Steinmehl. Letzteres wirkt vorbeugend gegen Pilzkrankheiten. Jede Gemüsesorte fordert einen bestimmten Abstand in und zwischen den Reihen. Dieser ist auf den Samenpäckchen ersichtlich.

Zum Abschluss - gießen!

Nach der Aussaat die Erdschicht kräftig andrücken - das schützt die Samen vor Austrocknung. Abschließend mit einem sanften Wasserstrahl gießen. Vorsicht beim Gießen, denn der Boden soll nicht verschlämmen oder die Samen davon schwimmen. Um Austrocknung zu vermeiden, können gemäß einem alten Gärtnertrick während der ersten 10 Tage feuchte Stoffsäcke über das Saatbeet gelegt werden. Besser eignet sich dazu jedoch ein Gartenvlies, dieses bietet zudem Schutz vor Wind und Schädlingen und sorgt für rasche Entwicklung der Kultur.

Der Gartentipp: Markiersaaten helfen bei der Bodenbearbeitung

Bei Gemüsearten mit langer Keimzeit (Petersilie, Karotten ...) streut man im Abstand von 10 cm schnell keimende Markiersaaten wie Kresse und Radieschen zusätzlich in die Rillen. Dadurch werden die Saatreihen schneller sichtbar, wodurch die gerade im Keimungsprozess befindliche Hauptkultur bei der regelmäßigen Bodenbearbeitung nicht so leicht verletzt wird.


In der neuen Broschüre von Natur im Garten mit dem Titel "Pflanzen, Ernten und Genießen" sind alle Informationen zu Aussaat, Beetgestaltung und Fruchtfolge kompakt zusammengefasst. Die Broschüre ist kostenlos am Gartentelefon erhältlich (02742/ 74333).
Mit der Mischkulturscheibe können Sie ganz einfach feststellen, welche Pflanzen im Beet gut zusammenpassen und welche sich gegenseitig eher schaden. Die Mischkulturscheibe ist um 4,50 Euro zzgl. Versandkosten am Gartentelefon oder im Internet unter www.umweltberatung.at/online-shop erhältlich.

Weitere Tipps zum naturnahen Gärtnern erhalten Sie in Ihrer nächsten Umweltberatungsstelle oder am NÖ Gartentelefon unter der Telefonnummer 02742/ 74333. Im Internet finden Sie Tipps unter www.biogartendoktor.at.

Quelle: die umweltberatung

 

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