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Tipps gegen Gelsen (ohne chemische Keule)

Tipps zur Gelsenabwehr und zur Linderung von Gelsenstichen


18.07.2011

Während man sich abends beim Heurigen entspannen oder den lauen Sommerabend am Badesee genießen will, rufen sie sich durch lästiges Surren und juckende Stiche unliebsam in Erinnerung: die Gelsen! Für Gelsen sind die warmen, schwülen Tage ideal - der Entwicklungszyklus vom Ei bis zum flugfähigen Insekt dauert bei diesen Bedingungen nur wenige Tage und wenn die erwachsenen Tiere dann unterwegs sind, machen sich die männlichen Gelsen auf die Suche nach Nektar und die weiblichen nach "Frischblut", dessen Nährstoffe sie für die Bildung neuer Eier brauchen. Der Bedarf ist enorm: Ein Gelsenweibchen legt bis zu 300 Eier und kann 7 Reproduktionszyklen durchlaufen, also 7 mal 300 Eier legen.

Was tun gegen die Gelsenplage? Christian Mokricky, Chemie-Experte von ''die umweltberatung' rät': "Gelsenstecker sind nicht empfehlenswert, sie verdampfen Insektizide und belasten Luft und Schleimhaut mit Chemikalien. Als Insektengrills bekannte UV-Leuchten oder Tennisschläger-ähnliche Geräte mit Hochspannungsgitter sind eine radikale Methode und töten auch nützliche Insekten. Erfahrungsgemäß sind nur 3 von 100 getöteten Tiere im Netz Gelsenweibchen, dafür hauptsächlich aber seltene Nachtfalter. Die beste Abwehr gegen Gelsen ist die Vorbeugung, d. h. möglichst wenig Gelegenheit zur Eiablage zu bieten und offene Wasserflächen im Garten oder am Balkon zu vermeiden.“

Weitere Tipps zur Abwehr der Gelsen:

  • Beim abendlichen Lüften Licht abschalten!

  • Insektengitter an Fenstern und Türen oder Moskitonetze über dem Bett montieren

  • Tomatenstauden am Fensterbrett schrecken Gelsen durch ihren Geruch ab

  • Wasserschalen mit Essig, Zitronen- oder Lavendelöl aufstellen

  • Am Balkon gelbe Lampen verwenden, dieses Licht können Gelsen nicht wahrnehmen

  • Im Garten alle stehenden Wasserflächen abdecken - Regentonnen, Planschbecken etc, und nicht auf offene Gießkannen vergessen! Im Gartenteich übernehmen übrigens Libellen, Frösche und Fische die natürliche Gelsenvernichtung.


Wenn´s bereits juckt und kratzt...

Haben die Gelsen zugestochen, macht sich das durch starken Juckreiz bemerkbar. Zur Linderung hat Christian Mokricky auch einige Tipps parat: "So wenig kratzen wie möglich! Kratzen verschlimmert die Schwellung, Gewebehormone werden freigesetzt und führen zu einer örtlichen Entzündung. Die Stichstelle kann mit essigsaurer Tonerde beruhigt werden, hilfreich sind auch Zwiebel, Essig, Zitronensaft, zerriebene Tomatenblätter oder Spitzwegerichsaft von zerriebenen Blättern.“

Hilfreiche Tipps zur Gelsenbekämpfung finden Sie auch im Infoblatt "Gelsen - lästige Quälgeister ohne Gift vertreiben", das Sie unter www.umwelberatung.at/downloads kostenlos herunterladen können (A4, 2 Seiten).

Quelle: die umweltberatung

 

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