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Gängige Irrtümer rund um Gartenerde, Dünger und Spritzmittel

Infos und Tipps zur ökologischen Gartenpflege


16.05.2011

Mit Spritzmitteln zum schädlingsfreien Garten? Keine gute Ernte ohne Mineraldünger? Ein bisserl Torf schadet gar nix? "die umweltberatung" räumt mit gängigen Garten-Irrtümern auf und gibt nachfolgend Tipps zur ökologischen Gartenpflege, die für kräftige Pflanzen und eine reiche Ernte sorgt.

Irrtum 1: Mineralische Kunstdünger sorgen für ein optimales Pflanzenwachstum
Nein, denn die im Kunstdünger enthaltenen Nährstoffe sind für die Pflanzen sofort und in zu großer Menge verfügbar und werden rasch ins Grundwasser ausgewaschen. Die Gartenböden werden in vielen Fällen überdüngt. Dadurch wachsen die Pflanzen sehr rasch, die Zellwände der Blätter werden nicht richtig ausgebildet und die Pflanzen sind anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Außerdem ist die Herstellung von Kunstdüngern mit einem hohen Energie- und Ressourcenverbrauch verbunden.
"Besser sind organische Düngemittel wie Kompost, Hornspäne, Mist, Regenwurmhumus oder Kräuterextrakte. Die Nährstoffe dieser Langzeitdünger werden im Boden gespeichert und können von den Pflanzen langsam und bei Bedarf aufgenommen werden. Zusätzlich fördern organische Dünger das Bodenleben und den Humusaufbau", erklärt Mag.a Manuela Lanzinger, Gartenexpertin von "die umweltberatung". Organische Düngemittel mit Bio-Zertifizierung sind im gut sortierten Fachhandel erhältlich. Auch für diese natürlichen Düngemittel gilt: nicht mehr aufbringen als auf der Verpackung angegeben!
Faustformel: Ein halber Kübel Kompost (5 Liter) oder zwei Handvoll Hornspäne pro Quadratmeter und Jahr sind für Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf ausreichend!

Irrtum 2: Chemische Spritzmittel verhindern langfristig Schädlings- und Krankheitsbefall
Nein, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel wirken kurzfristig, vernichten wichtige Nützlinge wie Marienkäfer und stören auf lange Sicht das biologische Gleichgewicht nachhaltig. Sie sind in der Herstellung und Anwendung schädlich für unsere Umwelt und für unsere Gesundheit. Die Inhaltsstoffe werden teilweise in den Pflanzen bzw. Früchten gespeichert, belasten unsere Böden und werden in weiterer Folge ins Grundwasser ausgewaschen.
Vorbeugen statt bekämpfen und heilen ist im Garten ein guter Pflegeansatz - am besten mit Produkten auf natürlicher, pflanzlicher Basis oder mit homöopathischen Mitteln bzw. mechanischen Alternativen. Standortgerechte Bepflanzungen, regelmäßiger Fruchtwechsel, Mischkulturen sowie die richtige Bodenbearbeitung sind Grundlagen für gesunde Pflanzen. Pflanzenstärkungsmittel mit Ackerschachtelhalm (=Zinnkraut) oder Brennesseln stärken die Zellwände und wirken so dem Schädlings- bzw. Krankheitsbefall entgegen.

Irrtum 3: Das bisschen Torf in der Blumenerde macht doch nichts
Nein, das kleine Bisschen wiegt schwer: Jährlich werden 120.000 Tonnen reinen Torfs nach Österreich importiert. Dazu kommt noch der Torfanteil in den fertigen Blumenerden, der bis zu 98 Prozent betragen kann. Durch den Torfabbau werden wertvolle Moorstandorte unwiederbringlich zerstört.
Torf im Garten ist nicht notwendig! Der Handel bietet eine gute Auswahl an torffreien Aussaaterden und Blumenerden an. Außerdem ist in Wien bei den 19 Mistplätzen der MA48 die torffreie Erde "Guter Grund" erhältlich. Sie wird mit Kompost aus der Wiener Biotonne hergestellt und trägt das österreichische Umweltzeichen.
Eine gute Alternative ist auch selbst gemischte Pflanzerde: 1/3 Gartenerde, 1/3 reifer Kompost, 1/3 Sand. Das reduziert die Transportwege und entlastet die Geldbörse.

Der Einkaufsratgeber "Wohlfühloase Naturgarten" hilft bei der Auswahl von ökologischen Gartenprodukten. Zu bestellen bei "die umweltberatung" gegen 2,35 Euro Versandkosten, oder kostenlos zum Download unter www.umweltberatung.at. Persönliche Beratung zur naturnahen Gestaltung und Pflege des Gartens erhalten Sie bei "die umweltberatung" unter Telefon 01 803 32 32.

Quelle: die umweltberatung

 

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