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Frühjahrsputz ohne Unfall hinter sich bringen

Im März und April gibt es täglich 50 Frühjahrsputz-Verletzte

16.04.2007

Wenn über die Osterfeiertage das eine oder andere Osterei unentdeckt geblieben ist, könnte das an den verschmutzten Fensterscheiben liegen, die nur wenige Sonnenstrahlen in die eigenen vier Wände lassen. Dann ist es höchste Zeit für den alljährlichen Frühjahrsputz. "Wer mit geeigneter Ausrüstung und ohne Eile sein Heim auf Vordermann bringt, minimiert das Unfallrisiko und vermeidet schmerzhafte Verletzungen", weiß Dr. Rupert Kisser, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im KfV.

Sturz bleibt häufigste Unfallursache

Österreichische Krankenhäuser werden sich in diesen Tagen auf etwa 50 verletzte Frühjahrsputzer täglich einstellen müssen. Fast 65 Prozent der Putzwütigen werden sich verletzen, weil sie entweder ausrutschen, stolpern oder aus der Höhe fallen. Dabei ziehen sie sich oft Knochenbrüche (32 %) zu, am häufigsten am Handgelenk, dicht gefolgt von offenen Wunden (24 %) und Prellungen (22 %). Insgesamt werden in den Monaten März und April 2007 mehr als 3.000 Personen Opfer des Saubermachens im eigenen Haushalt. Die Unfallhergänge reichen von "beim Abwaschen zerbrach Trinkglas und ich habe mich an der Hand geschnitten" bis zu "beim Fensterputzen ausgerutscht und zwei Meter tief gefallen". Speziell beim Putzen von hohen Gegenständen, wie Kasten oder Küchenzeile ist oberste Vorsicht geboten. "Rollende, wackelige Sessel oder Türme aus Möbeln sind keine geeigneten Aufstiegshilfen", warnt Kisser. "Auch wer eine Trittleiter benutzt, tut gut daran, nicht nur Socken oder Strümpfe zu tragen, sondern auch auf rutschfeste Schuhe zurückzugreifen." Ältere Menschen sollten sich am besten professionelle Hilfe besorgen, denn gerade Frauen über 60 sind besonders sturzgefährdet. Fast ein Drittel aller Verletzten kommt aus dieser Gruppe. Nach wie vor scheint der Frühjahrsputz noch immer keine Sache der Männer zu sein: Mehr als zwei Drittel aller Verletzten (68 %) sind Frauen.

Gut geplant ist schon halb geputzt

"Vor dem Putzen stehen Aufräumen und Ausmisten auf dem Programm, denn das reinigt nicht nur das Gemüt, sondern vereinfacht auch das Abstauben, Saugen und Putzen", weiß Kisser. Auch mögliche Stolperfallen können gleich mit entsorgt werden. Der Frühjahrsputz sollte außerdem auf mehrere Tage aufgeteilt werden, um Hektik, Konzentrations- und Motivationsverlust entgegenzuwirken. Neben ausreichenden Pausen ist gute Ausrüstung wichtig: Eng anliegende aber bequeme Kleidung und flache, rutschfeste Schuhe sind optimal. Vorsicht auch bei herumstehenden Kübeln, Putzmitteln oder Schrubbern. Auf keinen Fall mitten im Raum stehen lassen, denn so werden aus Putzhelfern schnell Stolperfallen. Wer hoch hinaus will, ist am besten beraten mit einer leichten Aluminiumleiter mit rutschsicheren Standfüßen und Trittflächen, die eine Spreizsicherung und eine Ablagefläche aufweisen kann. Besondere Vorsicht ist beim Fensterputzen geboten. Waghalsige Kletterexperimente auf dem Fensterbrett sind lebensgefährlich! Deshalb sollten Fenster grundsätzlich nur von innen geputzt werden - für schwer unzugängliche Stellen am besten einen Teleskopreiniger benutzen.

Quelle: KfV

 

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