Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Frühjahrsputz kommt oft vor dem Sturz

Im Frühputzmonat April stürzen täglich 20 Personen aus der Höhe

07.04.2006

Spätestens zur Osterzeit ist es wieder so weit: Der alljährliche Frühjahrsputz steht auf dem Programm. Der Winterstaub in den eigenen vier Wänden wird sichtbar, und vor allem Vorhänge und Fenster könnten eine Generalreinigung vertragen - für zahlreiche Hausfrauen bedeutet das: Rauf auf die Leiter und ran an das Staubtuch.

Sturz als Unfallursache Nummer eins

"Unsere Erhebungen aus den letzten Jahren veranlassen uns zu der Prognose, dass alleine im April 600 Personen aufgrund von Stürzen aus der Höhe beim Frühjahrsputz im Krankenhaus behandelt werden müssen - pro Tag sind also 20 Menschen betroffen", befürchtet Dr. Rupert Kisser, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im KfV. Zieht man alle Unfallarten in Betracht, so erwartet das KfV, dass sich rund 1.600 Menschen beim Saubermachen im April krankenhausreif putzen. Drei Viertel davon werden Frauen sein, die sich nach wie vor mehr mit der Hausarbeit beschäftigen als Männer.

Der Sturz ist die Unfallursache Nummer eins - vom Ausrutschen auf nassem Boden, über Stolpern, bis hin zum Fall aus der Höhe. Um die Lampe, die Jalousie oder das Fenster gründlich reinigen zu können, lassen sich die Frühjahrsputzer einiges einfallen und greifen gerne auf "zweckentfremdete" Aufstiegshilfen zurück: Da muss der wackelige Tisch oder die Bettkante als Steighilfe herhalten und es wird sogar der Schritt auf den Rollsessel gewagt. "Es gibt nichts, was es nicht gibt. Teilweise wird es beim Putzen nahezu akrobatisch - wenn auf den Tisch noch ein Stockerl gestellt wird, damit auch die Spinnwebe in der letzten Ecke entfernt werden kann", sagt Kisser. Der Sturz ist bei solchen Aktivitäten schon vorprogrammiert. Zu den gefährlichsten Aktionen gehört das Fensterputzen. Viele steigen auf das Fensterbrett und begeben sich damit nahe an den Abgrund. Das Fensterbrett ist als Steighilfe absolut tabu. Deshalb sollte das Fenster immer nur von der Rauminnenseite geputzt werden, für alles andere gibt es Teleskopreiniger - oder professionelle Hilfe von Fensterputzern mit entsprechender Ausrüstung.

Keine "Bremer Stadtmusikanten"

Wenn einige Tipps beherzigt werden, sind Unfälle beim Frühjahrsputz leicht zu verhindern. Grundsätzlich gilt:

  • Niemals Tische, Sessel oder gar umgedrehte Putzeimer als Steighilfe benutzen. Die berühmten "Bremer Stadtmusikanten" - das Stapeln verschiedener Möbelstücke - als Leiter zu nutzen, kommt einem Fall direkt ins Krankenbett gleich. Eine leichte Aluminiumleiter mit griffigen Trittflächen und Standfüßen, fixer Spreizsicherung und Ablagemöglichkeit sollte keinesfalls im Haushalt fehlen.

  • Wichtig ist es ferner, Staubsauer und Putzeimer so abzustellen, dass sie nicht zur Stolperfalle werden.

  • Auch auf geeignetes Schuhwerk sollte man nicht verzichten. Wer nur mit Strümpfen oder Hausschuhen bekleidet putzt, läuft Gefahr auszurutschen.

  • Nicht alles auf einmal zu wollen ist die Grundregel für einen Frühjahrsputz. "Am besten ist es, auf mehrere Tage verteilt zu putzen", empfiehlt Kisser. So kann man eventuellen Konzentrationsschwächen und Schwindel vorbeugen. Wem nutzt es schon, wenn die Wohnung blitzblank ist und man sich selbst im Spital wieder findet. Deshalb lieber mit Ruhe und richtiger"Putzausrüstung" an die bevorstehende Arbeit herangehen - dann gibt es auch keine folgenschweren Stürze.


Quelle: KfV

 

Top Themen

Top Links