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Von Keller bis Dach : Wie man Energiekosten senkt

Die Preise steigen und steigen - Tipps zum Energiesparen

28.10.2005

Der Winter steht vor der Tür – was können Verbraucher gegen die permanent steigenden Preise für Heizöl, Gas, Strom und Wasser tun? Das Magazin Reader’s Digest gibt in seiner November-Ausgabe nützliche Tipps zum Energiesparen. Grundsätzlich gilt: Selbst wer sich keine großen Investitionen leisten will, kann schon mit kleinen Schritten bei den Energiekosten sparen.

Das beginnt im Winter bereits bei Einbruch der Dunkelheit. Damit die Wärme nicht über Türen und Fenster verschwindet, sollte man die Rolläden herunterlassen. So können die Energieverluste bereits um 20 Prozent gesenkt werden. Allein schon die Existenz von Vorhängen bringt eine Ersparnis von bis zu zehn Prozent. Wer mehr tun will, kann die Fugen mit Dichtungsprofilen aus dem Baumarkt abdecken.

Wichtig in diesem Zusammenhang: Um in der Wohnung oder im Haus zu lüften, sollte man die Fester nicht über Stunden gekippt lassen, sondern kurz und kräftig lüften. Das sorgt für ein besseres Raumklima und hilft, Energiekosten zu sparen. Dazu gehört, die Zimmer nicht zu überheizen. In der Küche genügen im Regelfall 18 Grad, im Schlafzimmer 17 Grad. Als Faustformel gilt: Jedes Grad weniger spart sechs Prozent Heizungsenergie.

Und bei den Heizungskosten macht sich das schnell bemerkbar, immerhin verbraucht ein Durchschnittshaushalt rund 80 Prozent seiner Gesamtenergiekosten zum Heizen. Wichtig ist deshalb eine gute Isolierung bzw. Wärmedämmung. Dies kann durch so genannte Verbundsysteme geschehen, die auf den Altputz geklebt oder gedübelt werden, was bis zu zehn Euro Ersparnis pro Quadratmeter bewirken kann. Möglich ist aber auch die Innendämmung. Sie ist zwar preiswerter, aber auch problematischer, weil sich Schimmel bilden kann.

Deutlich unkomplizierter ist es, einen unbeheizten Keller zu isolieren. Hier raten die Fachleute zu zehn Zentimeter starken Styropor- oder Hartschaumplatten, die man an die Kellerdecke klebt. Die Folge: Nicht nur der Wärmeverlust wird reduziert, sondern die Bewohner im Erdgeschoss haben zudem wärmere Füße. Ähnliches gilt für das Dach. Wer dort eine 20 Zentimeter dicke Dämmung einbaut, senkt den Wärmeverlust um weitere 20 Prozent.

Es gibt auch kleine Schritte, die helfen, die Energiekosten zu senken, ohne große Investitionen vornehmen zu müssen. So sollte man elektrische Heizlüfter und Radiatoren genauso ausmustern wie alte Kühl- und Gefrierschränke. Diese Stromfresser verbrauchen bis zu 40 Prozent mehr Energie als die neuen Geräte. Doch Vorsicht: Wer sich ein neues Gerät anschaffen will, sollte nicht Billigware kaufen. "Schnäppchen mit hohen Folgekosten lohnen sich nicht mal geschenkt", warnt Klaus Michael vom Niedrig-Energie-Institut in Detmold. Sein Rat: Wer sich für eine Anschaffung entschieden hat, sollte auf das EU-Label achten, das mit sieben farbigen Pfeilen und einer Buchstabenkombination über die Energieeffizienz des Gerätes informiert. Vorteilhaft ist ein Gerät mit einem grünen Pfeil und der Kennzeichnung A++ oder A+.

Daneben gibt es etliche Erfahrungswerte, die helfen, Geld zu sparen. Beispiel Schnellkochtopf: Dort garen Speisen nun mal schneller als im herkömmlichen Topf. Auch der Eierkocher hilft, rund 50 Prozent der Energiekosten zu senken, die man sonst im herkömmlichen Topf benötigt. Ähnliches gilt beim Thema Glühlampen. Energiesparlampen verbrauchen bei gleicher Helligkeit rund 80 Prozent weniger Strom und brennen bis zu acht Mal länger als herkömmliche Glühlampen. Wer seine Stereoanlage, seinen DVD-Player, Computer oder andere technische Geräte über Tage hinweg nicht braucht, sollte sie nicht imStand-by-Modusbelassen, sondern alle Geräte an eine Mehrfachsteckdose mit zentralem Ausschalter anschließen. Ersparnis pro Jahr: rund 85 Euro.

Nicht zuletzt lässt sich beim Wasser sparen; immerhin verbrauchen wir im Schnitt täglich rund 130 Liter Wasser in Bad und Küche. Da kann eine Spartaste auf dem WC schon Wunder bewirken, wie folgende Aufrechnung zeigt: Eine alte WC-Spülung in einem Vier-Personen-Haushalt verschlingt pro Jahr rund 66.000 Liter, eine Spartoilette dagegen benötigt nur 26.000 Liter.

Quelle: Reader’s Digest

 

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