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Eine gute Nachbarschaft kein Einbrecher abschrecken

Knapp die Hälfte der Österreicher pflegt eine oberflächliche Beziehung zu ihren Nachbarn

25.04.2008

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) hat in einer aktuellen Studie 508 Österreicher in den Landeshauptstädten zum Thema "Nachbarschaft" befragt. Ziel der Studie war es herauszufinden, wie die urbane österreichische Bevölkerung die Beziehung und das Zusammenleben mit ihren Nachbarn erlebt, und wie sicher sich die Menschen in ihrem Wohnumfeld fühlen. Hauptergebnisse der Studie: Zwar kennen 95 Prozent der Befragten ihre Nachbarn vom Sehen, doch knapp die Hälfte davon pflegt einen rein oberflächlichen Kontakt zu ihren Anwohnern."Uns hat das Nachbarschaftsverhältnis vor allem deshalb interessiert, weil wir aus früheren KfV-Studien wissen, dass es einen Zusammenhang zwischen einer guten Nachbarschaft und dem subjektiven Sicherheitsgefühl gibt", weiß Mag. Birgit Zetinigg, Leiterin des Bereichs Eigentum & Feuer im KfV. Vor allem bei einer längeren Abwesenheit sollte man auf die Unterstützung der Nachbarn zurückgreifen. Denn wer zum Beispiel dafür sorgt, dass Briefkästen nicht überquellen, vermittelt ungebetenen Gästen nicht den Eindruck, er habe aufgrund der Abwesenheit der Bewohner leichtes Spiel! Einbrecher bleiben dann lieber fern.

Kennen Sie Ihre Nachbarn?

Häufig beschränkt sich der nachbarschaftliche Kontakt auf gelegentliche Plaudereien (45 %) im Stiegenhaus oder auf der Straße. Rund ein Viertel der Befragten gab an, dass sie mit ihren Nachbarn von Zeit zu Zeit auf einen Kaffee verabredet sind - nur knapp ein Fünftel sprach von einem engen bzw. freundschaftlichen Verhältnis. Jeder Zehnte kennt die Nachbarn ausschließlich vom Sehen und wünscht auch keinen näheren Kontakt.

Mehr Kontakt zu den Nachbarn erwünscht?

Auf die Frage, ob der nachbarschaftliche Kontakt zufriedenstellend sei, antworteten 84 Prozent mit einem "Ja" - zehn Prozent wünschten sich ein intensiveres Verhältnis. Mit nur sechs Prozent gab nur eine Minderheit an, die Anonymität zu bevorzugen und besser weniger oder gar keinen Kontakt zu den Nachbarn haben zu wollen. "Der Großteil ist demnach mit der derzeitigen Kontaktintensität mit den Nachbarn zufrieden", erläutert Zetinigg die Umfrageergebnisse. Als besonders positiv wird im Zusammenleben mit den Nachbarn die gegenseitige Hilfsbereitschaft (55 %) erlebt. Weiters wird der freundliche Umgang miteinander (51 %) und die Rücksichtname aufeinander (25 %) positiv hervorgehoben. Konfliktpotential ergibt sich am ehesten durch Lärmbelästigungen (22 %) oder aufgrund von Verschmutzungen in gemeinschaftlich genutzten Räumen, wie Müll- oder Waschräumen (9 %).

"Gute Nachbarschaft" vermittelt Sicherheit

Dass eine funktionierende Nachbarschaft ausschlaggebend für das subjektive Sicherheitsgefühl ist, konnte ebenfalls belegt werden. "Das Gefühl der Sicherheit wurde häufig mit positiven nachbarschaftlichen Beziehungen begründet", erklärt Zetinigg. Als weitere Gründe für das Sicherheitsgefühl, nannten die Befragten weiterhin die Tatsache in einer "guten Gegend" zu wohnen "in der bisher kaum etwas passiert ist". "Wenn überhaupt Unsicherheit besteht, dann fürchten sich die meisten Österreicher vor Einbrüchen", sagt Zetinigg weiter.


"Gute Nachbarschaft" schreckt Einbrecher ab

"Ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn stärkt nicht nur das subjektive Sicherheitsgefühl sondern kann - neben sicherheitstechnischer Ausstattung - tatsächlich dazu betragen Einbruchsdelikte zu verhindern", weiß Zetinigg. Hier einige Tipps, die helfen, Einbrecher fernzuhalten:

  • Machen Sie sich mit Ihren Nachbarn bekannt, das macht es fremden Personen schwieriger sich unbeobachtet im Wohnhaus zu bewegen

  • Informieren Sie Ihre Nachbarn, wenn Sie planen längere Zeit nicht zu Hause zu sein

  • Bitten Sie Ihren Nachbarn darum während Ihrer Abwesenheit Ihre Post (auch Werbematerialien und Zeitungen) einzusammeln, um keinen Eindruck von Abwesenheit zu erzeugen

  • Bitten Sie Ihren Nachbarn auch darum Ihr Haus / Ihre Wohnung im Auge zu behalten und eventuell das Licht im Haus einzuschalten

Quelle: KfV

 

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