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Hilfreiche Nachbarn als Schutz gegen Einbrecher

Gerade in der Urlaubszeit bieten sich für Einbrecher gute Gelegenheiten sich ungestört ans Werk zu machen.

01.07.2008

Aufgebrochene Türen, durchwühlte Kästen und Schubläden sind definitiv kein schöner Anblick bei der Rückkehr aus einem erholsamen Urlaub. Der Schock sitzt tief - vor allem der schwerwiegende Eingriff in die Privatsphäre, aber auch das Fehlen von Wertgegenständen und der Verlust von meist noch viel kostbareren persönlichen Gegenständen ist für viele Betroffene ein sehr traumatisches Ereignis. Um den Urlaub beruhigt genießen zu können, sollten daher vor der Abreise einige Schutzmaßnahmen getroffen werden. "Einzelne Vorkehrungen und sicherheitstechnische Maßnahmen können zwar nie hundertprozentigen Schutz bieten, aber das Risiko eines Einbruchdiebstahls deutlich minimieren", erklärt Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Leiter der Landesstelle Wien im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Nachbarschaftshilfe

Eine KfV-Studie zum Thema "Einbruchsdiebstahl" zeigt, dass die soziale Kontrolle, also die Aufmerksamkeit von Nachbarn, ein Aspekt ist, der Einbrecher von ihrer Tat abschrecken kann. Nachbarschaftliche Unterstützung und somit die (Wieder)Belebung und Intensivierung von sozialen Kontakten im Wohnumfeld sind demnach von besonderer Bedeutung. Gerade bei längerer Abwesenheit - wie etwa im Falle eines Urlaubs - wird empfohlen die Nachbarn zu informieren und zu bitten etwas wachsamer zu sein.

Aktuelle KfV-Ergebnisse weisen darauf hin, dass immerhin knapp zwei Drittel der Österreicher (62 %) bei einer geplanten längeren Abwesenheit die unmittelbaren Nachbarn informieren. Der Großteil davon (83 %; das entspricht ca. der Hälfte aller 508 Befragten) bittet den Nachbarn auch darum, während der eigenen Abwesenheit kleine Gefälligkeiten zu übernehmen. Darunter fällt neben Pflanzen gießen (29 %), das Haus/die Wohnung im Auge zu behalten (22 %) und Haustiere füttern (17 %), auch das Entleeren des Briefkastens sowie die Beseitigung von Postwurfsendungen oder Zeitungen (40 %). Sehr selten (3 %) wird darum gebeten, zu unregelmäßigen Zeiten das Licht anzumachen, dies würde aber zusätzlich eine gute Möglichkeit darstellen um den Eindruck von Abwesenheit abzuwehren. "Eine gut funktionierende Nachbarschaft trägt maßgeblich zum Sicherheitsgefühl bei. Bittet man einen vertrauenswürdigen Nachbarn um Gefälligkeiten während der Abwesenheit und darum ein wachsames Auge auf Wohnung oder Haus zu werfen, kann man seinen Urlaub weitaus beruhigter genießen", rät Robatsch.

Sichtbare Abwesenheit erhöht das Einbruchsrisiko

Das oberste Gebot ist: Vermeiden Sie den Eindruck von Abwesenheit. Insbesondere ein überquellender Briefkasten signalisiert ein längeres Fernbleiben des Bewohners. Vergessen Sie deshalb nicht die Tageszeitung während des Urlaubs abzubestellen und bitten Sie eine vertrauenswürdige Person darum Post und Werbematerialien täglich einzusammeln. Auch ständig heruntergelassene Jalousien und dauernde Dunkelheit im Haus/der Wohnung vermitteln Abwesenheit der Bewohner. Schließen Sie deshalb nie alle Rollläden vollständig. Empfehlenswert ist weiters die Verwendung von Bewegungsmeldern oder Zeitschaltuhren, denn das unregelmäßige Ein- und Ausschalten von Licht kann potentielle Täter durchaus abschrecken.


Weitere hilfreiche Tipps:

  • Vergewissern Sie sich vor der Abreise, dass alle Türen und Fenster gut verriegelt sind und gegebenenfalls Alarmanlagen oder sonstige Sicherheitseinrichtungen funktionieren.
  • Verstecken Sie den Wohnungsschlüssel keinesfalls in altbekannten Verstecken wie Fußmatten oder Blumentöpfen.
  • Lassen Sie Wertgegenstände nicht offen in der Wohnung herumliegen, sondern sperren Sie sie in einen Tresor oder in ein Bankschließfach.
  • Räumen Sie Leitern, Gartenmöbel und sonstige Gegenstände aus dem Garten, damit potentielle Einbrecher sie nicht als Einstiegshilfen verwenden können.
  • Legen Sie eine Liste mit Wertgegenständen (inkl. eventueller Identifizierungsnummern) an, denn wer weiß, was er besitzt, kann im Schadensfall Polizei und Versicherung besser informieren.
  • Erwähnen Sie in der Ansage des Anrufbeantworters keinesfalls, dass Sie auf Urlaub sind.
  • Hinterlegen Sie Ihre Urlaubsadresse bei einer Vertrauensperson, damit Sie im Notfall erreichbar sind.


Weitere Tipps und Informationen zum Thema Eigentumsschutz, Prävention und Sicherheit finden Sie auf der KfV-Webseite sowie in der KfV-Informationsbroschüre "Wohnsicherheit - Sichere Nachbarschaft".

Quelle: KfV

 

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