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Brennholz - Preise im Vergleich

Preisunterschiede bis zu 112 Prozent

Der lange kalte Winter zwingt viele dazu, Brennholz nachzukaufen. Die Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer haben in den letzten Tagen in niederösterreichischen Baumärkten das Angebot getestet. Konkret wurde der Feuchtigkeitsgehalt gemessen und die Preise erhoben. Das Ergebnis: Das Holz ist großteils richtig deklariert. Es gibt jedoch große Preisunterschiede, weshalb die AKNÖ empfiehlt, unbedingt die Preise zu vergleichen.

Die Konsumentenschützer haben bei 26 Holzhändlern und Baumärkten in Niederösterreich das Brennholz-Angebot getestet. Konkret ging es darum zu prüfen, ob das "ofenfertige" Holz auch tatsächlich trocken ist. Setzt ein hoher Feuchtigkeitsgehalt den Brennwert doch stark herab - billiges, aber nasses Holz kann also sehr teuer kommen.

Durchwegs zufriedenstellend war die Deklaration für die Tester bei ofenfertigem Holz. Lediglich bei halbtrockenem Holz kam es ebenso wie bei in Säcken oder Kisten fertig abgepacktem Holz zu Abweichungen bei den Feuchtigkeitswerten. Ing. Werner Krisch, Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer, vermutet, dass gerade bei Säcken und Kisten mitunter feuchtes Holz beigemischt wird, um das angegebene Gewicht leichter zu erreichen.

Genau untersucht wurden die Preise für ofenfertiges, halbtrockenes und frisches und zu 15 kg-Einheiten verpacktes Holz (Preise hochgerechnet auf einen Raummeter):

Ofenfertig
40,92 bis 87 Euro
112,61% Preisdifferenz
Halbtrocken
48,90 bis 57,40 Euro
17,38% Preisdifferenz
Frisch
54,90

Verpackt á 15 kg
123,84 bis 178,20 Euro
43,90% Preisdifferenz

Stand 03/2004


Bewertung der Holzfeuchte

Ofenfertig

Holzfeuchte niedriger als 20%
Halbtrocken

Holzfeuchte von 20 - 35%
Frisch

Holzfeuchte größer als 35%

Auch Billigimporte aus den nördlichen bzw. östlichen Nachbarländern wurden stichprobenartig in die Untersuchung einbezogen. Diesem Holz stellen die Tester allerdings ein schlechtes Urteil aus. Denn häufig ist dieses billige Holz falsch deklariert. Statt ofenfertigem Holz kauft man dann halbtrockenes, das heißt feuchtes Holz. Das kommt den Käufer in weiterer Folge teurer zu stehen. Zum einen benötigt er um ca. 50 Prozent mehr Brennstoff als bei trockenem Holz, um den gleichen Heizwert zu erreichen. Zum anderen führt die Verwendung von nassem Holz zur Versottung des Kamins. Durch die Verunreinigung des Kessels kommt es durch erhöhten Mehrverbrauch auf Grund des schlechten Wirkungsgrades zu Mehrkosten.

Die Tipps der Konsumentenschützer:

  • Kaufen Sie jetzt Brennstoffe und verheizen Sie diese erst in der nächsten Heizperiode.

  • Erst zwei Jahre richtig gelagertes Holz gilt als ordnungsgemäß getrocknet.

  • Ein Preisvergleich zahlt sich auf alle Fälle aus.
Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite der AK NÖ ...


 

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