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Boom der Solarenergie in Österreich

Solarwirtschaft setzt jährlich 178 Mio. Euro um

08.05.2006

In Österreich zählt die "Energiegewinnung aus der Kraft der Sonne" zu den boomenden Energieträgern. Von 1990 bis 1996 verfünffachte sich die Fläche der jährlich installierten Sonnenkollektoren. In den Jahren 1997 bis 1999 war der Solarwärmemarkt zwar rückläufig, stieg aber ab 2000 wieder deutlich an. Der Markt bei thermischen Solaranlagen stieg 2004 um 9,4 Prozent, der Export von Sonnenkollektoren um 37,4 Prozent. Schon 2003 war der Inlandsmarkt um über neun Prozent gewachsen, der Export um rund 40 Prozent. Damit zählt die Solarwärmebranche zu den am stärksten wachsenden Branchen Österreichs. Sonnenkollektoren gehören zu den österreichischen Exportschlagern.

2004 wurden in unserem Land mehr als 500.000 Quadratmeter Kollektoren produziert. Der Großteil, nämlich 97,9 Prozent entfielen auf verglaste Flach-Kollektoren. Mehr als 64 Prozent der Kollektoren wurden in die Länder Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien exportiert. Erfolgreich waren heimische Kollektor-Produzenten auch bei der Erschließung neuer Märkte in Südeuropa und Asien. Die Solarwirtschaft ist in Österreich im vergangenen Jahrzehnt zu einem dynamisch wachsenden Wirtschaftszweig geworden. Insgesamt wurden 2004 mit Solaranlagen rund 178 Mio. Euro umgesetzt, 2003 waren es 152 Mio. Euro. Allein im Installationsgewerbe betrug der Umsatz 2004 rund 50 Mio. Euro. Es ist also kein Wunder, dass bereits drei Viertel aller InstallateureSolarprodukte von sich aus anbieten, wie der Verband Austria Solar in einer Untersuchung festgestellt hat.

Das mittlere Wachstum am Solarthermiemarkt betrug in den Jahren 1990 bis 2000 etwa 15 Prozent jährlich. Wenn es gelingt, entsprechende Marktimpulse zu setzen, um dieses Wachstum zwischen 2003 und 2010 zu steigern, wären im Kyoto-Zieljahr 2010 in Österreich fast vier Mio. Quadratmeter Kollektorgesamtfläche installiert, berichtet der Verband Austria Solar. Bis 2010 könnten damit mehr als 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze - gegenüber dem Vergleichsjahr 2000 - durch Solarthermie geschaffen werden. Der Gesamtumsatz der Solarwärmebranche würde auf 318 Mio. Euro pro Jahr steigen. Die jährliche CO2-Reduktion beträgt dabei fast eine Mio. Tonnen pro Jahr.

Im Jahr 2004 wurden in Österreich 182.600 Quadratmeter Kollektorfläche neu installiert. Am Jahresende waren damit insgesamt 2,8 Mio. Quadratmeter Kollektoren in Betrieb. Insgesamt sind damit in Österreich 1.960 MW Solarwärmeanlagen installiert. Das entspricht der Leistung von sechs großen kalorischen Kraftwerken. Bei einem Jahreswärmeertrag von 947 GWh werden ca. 150.000 Tonnen Heizöläquivalent pro Jahr eingespart und die Umwelt um stolze 443.000 Tonnen CO2 pro Jahr entlastet. Rund 190.000 Haushalte nutzen bereits die Sonne für Warmwasser und Raumheizung.

Ein hervorragendes Beispiel für die innovative Leistung auf dem Gebiet der Solarenergie ist das Passivbürohaus SOL4 in Mödling. Das Tiroler Unternehmen ATB-Becker hat hier die zweitgrößte fassadenintegrierte Photovoltaikanlage Österreichs mit einer Gesamtfläche von 215 m² errichtet. Das Bürogebäude, das im Januar 2005 fertig gestellt wurde, ist ein "Haus der Zukunft"- Projekt, ein klima:aktiv-Haus und Gewinner des Euro-Solarpreises 2005. Der Heizenergiebedarf ist so gering, dass er über das Jahr gerechnet mit der 28,05 KW Photovoltaikanlage über den Einsatz einer hoch effizienten Wärmepumpe gedeckt werden kann. Der gesamte Energieverbrauch des Bürohauses beträgt etwa 16.000 kWh jährlich. Mit Hilfe der Solaranlage werden aber 17.000 kWh Strom erzeugt.

Quelle: pta, Lebensministerium

 

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