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Nicht jede Blume für Muttertag geeignet

Orchideen aus tropischen Ländern können Gefahr darstellen

10.05.2006

Wie die Erfahrungen des Amtlichen Österreichischen Pflanzenschutzdienstes an der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, zeigen, werden gerade rund um den Muttertag von vielen Reisenden Orchideen aus Urlaubsländern nach Österreich mitgebracht. Diese Orchideen werden bei der Einreise allerdings vom Zollbeschlagnahmt und vernichtet. Denn wie Untersuchungen der AGES an beschlagnahmten Orchideen-Stichproben zeigen, werden die Orchideenblüten teilweise massenhaft von Schädlingen mit dem Namen Thrips palmi bevölkert.

Gefährliche Winzlinge

Bei Thrips palmi handelt es sich um eine Insektenart aus der Gruppe der Fransenflügler. Der Thrips ist zwar sehr klein - rund ein bis zwei Millimeter lang - aber sehr mobil und kann leicht auf verschiedene Pflanzen überwandern. Falls er nach Österreich eingeschleppt würde, könnte er in Gewächshäusern schwere Schäden an Gemüse und Zierpflanzen verursachen. Bei der Nahrungsaufnahme richtet er Schäden durch die Übertragung gefährlicher Pflanzenvirosen an. Durch seine Saugtätigkeit an Blättern, Blüten und Früchten kommt es zu Verfärbungen und starken Deformationen bis hin zum Absterben der befallenen Pflanzen(teile). Außerdem ist dieser Schaderreger bereits unempfindlich gegen viele Pestizide geworden und somit kaum bekämpfbar. Thrips palmi gilt daher als Quarantäne-Schädling. Das heißt, sein Auftreten ist meldepflichtig, es müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, die seine Einschleppung und Verbreitung verhindern.

Orchideen-Einfuhr nur mit Gesundheitszeugnis

Gegen eine geregelte Einfuhr von Orchideen ist nichts einzuwenden, da diese einer offiziellen "Gesundheitskontrolle" unterzogen werden und auch ein Pflanzengesundheitszeugnis aus dem Ursprungsland beim Zoll vorgelegt werden muss. Die administrative Abwicklung ist aber mit Kosten verbunden, die sich für Private ganz sicher nicht rechnen. Im Blumenhandel angebotene Ware ist kontrolliert und als Muttertagsgeschenk bestens geeignet. Nähere Auskünfte zu den geltenden gesetzlichen Bestimmungen erteilt der Amtliche Österreichische Pflanzenschutzdienst der AGES.

Lösung für den Muttertag

Am besten lässt man sich in einem guten Fachgeschäft beraten oder pflückt ein Sträußchen auf einer Wiese. Jene, die jemanden beschenken wollen, der weiter weg wohnt, können zum Beispiel den 24-Stunden Onlineshopwww.blumen.at ausprobieren.

Quelle: AGES

 

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