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Bewohner aus Wald und Baum-Region sind sozialer

Landschaft beeinflusst menschliche Interaktion

18.08.2006

Laut vorläufigen Ergebnissen einer Langzeitstudie der Arizona State University, die den Einfluss von Landschaften auf die menschliche Interaktion untersuchte, sind Nachbarn sozialer, wenn sie in üppig bewachsenen Gegenden leben. Die Forscher haben auf dem Campus der Universität rund um 30 identischen Wohnungen fünf verschiedene Landschaften rekonstruiert und dabei das Verhalten und die Landschaftspräferenzen der 60 Bewohner, die schon seit 2005 unter diesen Umständen leben, eingehend untersucht. Die vorläufigen Ergebnisse der Studie wurden jetzt während dem jährlichen Treffen der Ecological Society of America der Öffentlichkeit präsentiert.

Jede Gruppe von sechs Häusern wurde einem spezifischen Landschaftstyp zugeordnet: Eine mesische Landschaft, bestehend aus schattenreichen Bäumen und Gras, eine xerische Landschaft mit Wüstenpflanzen, eine Oase-Landschaft, die die beiden vorigen Landschaften kombiniert, und eine einheimische Landschaft mit Wüstenpflanzen aus der direkten Gegend. Darüber hinaus gab es eine Kontrollgruppe, die ihre ursprüngliche Landschaft aus einfachem Felsgrund behielten. Die Forscher untersuchen jetzt, wie diese Landschaftsvariationen andere Faktoren wie etwa das Mikroklima, die Tierwelt und soziale Interaktion beeinflussen. "Wir glauben häufig, dass Menschen die Landschaft ändern", so Forscher Scott Yabiku. "Wir wollten jedoch auch die andere Seite der Beziehung Mensch-Umwelt dokumentieren und aufklären, ob die Umwelt auch Menschen ändern kann."

Bevor die Landschaftsänderungen durchgeführt wurden, stellte sich aus einer Umfrage heraus, dass die Bewohner - und dann vor allem jene mit Kindern - mesische und Oase-Landschaften den Wüstenvarianten bevorzugten. Frauen standen dabei Wüsten am kritischsten gegenüber. Nachdem sie ein Jahr in ihrer neuen Gegend gelebt hatten, stellte sich heraus, dass die Bewohner der Häuser in der üppigen, grünen Landschaft viel mehr Kontakt mit ihren Nachbarn hatten, etwa wenn die Kinder draußen miteinander spielten. In der Gegend, wo fast kein Grün zu erkennen war, sprachen die Bewohner jedoch kaum miteinander.

Auf den ersten Blick scheint es eine gute Idee zu sein, das Verhältnis zwischen den Nachbarn zu verbessern indem man mehr Grün pflanzt. Nachteil ist jedoch, dass die Umwelt dadurch gefährdet wird, wenn die Bewohner von Wüstengebieten üppige Landschaften anlegen. Auf der Campus der Arizona State University zum Beispiel, würde man normalerweise kaum Grün antreffen, weil es hier selten regnet. Würde die Gegend mit Bewaldung und Pflanzen versehen werden, würde das die wertvollen Wasserquellen in der Region erschöpfen. Die Bewohner würden sich letztendlich vielleicht mit ihren Nachbarn anfreunden, aber sie werden damit zugleich ein Feind von Mutter Erde.

Quelle: Arizona State University, pt

 

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