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Jetzt im Herbst Bäume und Sträucher pflanzen

Herbstzeit ist Pflanzzeit - Tipps zur Gartengestaltung

06.11.2008

Auch wenn der Herbst bereits ins Land gezogen und das meiste Laub schon gefallen ist, können GärtnerInnen schon jetzt die Pläne für den Frühling schmieden. Bis Mitte November ist ein günstiger Zeitpunkt, um Bäume und Sträucher zu pflanzen. Die Gehölze können gut anwachsen, da die Wurzelbildung und die Anpassung an den neuen Boden im Herbst und Winter stattfinden. Im Frühling sind die Pflanzen dann gestärkt und können alle Kraft in den Austrieb investieren.

"Wenn Bäume und Sträucher am passenden Standort gepflanzt werden, sind sie später genügsam und pflegeleicht", erklärt DI Gerda Hüfing von "die umweltberatung" Wien. Pflanzen, die nicht standortgerecht gesetzt werden, haben viel häufiger mit Pflanzenkrankheiten und Schädlingen zu kämpfen als solche, die sich an ihrem Standort "pudelwohl" fühlen.

Einen guten Platz aussuchen
Wer neue Gehölze pflanzen möchte, sollte vor dem Kauf überlegen, welche Sträucher oder Bäume gut in den Garten passen. Dabei sollten nicht nur die persönlichen Vorlieben berücksichtigt werden, sondern auch die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gewächse, da jede Pflanze andere Ansprüche an Licht und Boden hat. Auch Wuchshöhe und Kronengröße müssen in die Überlegungen miteinbezogen werden. Elisabeth Koppensteiner von "die umweltberatung" Niederösterreich: "Wer einen Nussbaum setzen will, sollte wissen, dass diese Bäume besonders viel Platz brauchen. Ein ausgewachsener Nussbaum hat einen Kronendurchmesser von 10 Metern! Ist der Garten dafür zu klein, sollten Sie lieber zu einer kleinwüchsigeren Obstart greifen, damit Sie lange Freude daran haben."

Abstand halten
Um kümmerliches Wachstum oder teilweises Absterben infolge von Lichtmangel zu vermeiden, muss zwischen den Gehölzen ausreichend Abstand eingeplant werden. Zwischen Hochstamm-Obstbäumen sollte dieser mindestens 7 m betragen, für Halb- oder Viertelstamm-Bäume entsprechend kleiner.
Für lockere Hecken reicht ein Pflanzabstand von 1 m. Ist genug Platz vorhanden, dann kann man die Sträucher auch in zwei Reihen im Zickzack versetzt pflanzen.
Sichtschutzhecken aus Hainbuche, Feldahorn oder Liguster können auch dichter, d.h. in einem Abstand von ½ m gesetzt werden.
Um Ärger mit den Nachbarn zu vermeiden, sollte man bei Bäumen 5 m und bei Sträuchern 1-2 m Abstand zur Grundstücksgrenze einhalten.

Die Grube: groß genug und gut gefüllt
Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so groß wie der Wurzelballen sein. Den Boden und die Seiten lockert man am besten auch ein wenig, damit das Gehölz besser "Fuß fassen" kann. Zu lange oder verletzte Wurzeln um 1/3 der Länge einkürzen und eventuell die Wurzeln noch ein wenig auseinander ziehen.
Bei einem sehr trockenen Boden empfiehlt es sich, die Pflanzgrube vor dem Setzen gut einzuwässern. Reifer Kompost verbessert die Erde und ermöglicht der Pflanze einen besseren Start.
Die Pflanztiefe entspricht jener in der Baumschule, dies ist an der bräunlichen Verfärbung am Wurzelhals zu erkennen. Zum Schutz gegen Wühlmäuse sollten die Wurzeln unbedingt mit einem Wühlmausgitter umgeben werden - das Gitter am besten bis zum Wurzelhals nach oben einschlagen, damit die Mäuse nicht an die Wurzeltriebe herankommen.
Das Einfüllen der Erde in die Grube erfolgt unter leichtem Schütteln der Pflanze, um bei wurzelnackten Gehölzen Hohlräume zwischen den Wurzeln zu verhindern. Anschließend das Gewächs gerade rücken, die Erde mit den Füßen festdrücken und ordentlich mit Wasser einschlämmen. Damit die Pflanze besser bewässert werden kann, errichtet man einen ca. 10 cm hohen Erdwall als Gießrand, so können sich Regen- und Gießwasser besser sammeln.

Jungbäume brauchen eine Stütze gegen den Wind
Durch die ständigen Bewegungen reißen vor allem in exponierten Lagen oder besonders windigen Gegenden viele Faserwurzeln im oberen Teil der Jungbäume ein, was die Wasserversorgung im Frühjahr stark beeinträchtigt. In den ersten Jahren brauchen die Bäume daher einen Stützpflock, den man auf der Seite der Hauptwindrichtung in die ausgehobene Grube einschlägt. Noch stabiler sind Stützen mit zwei Pflöcken. Zum Anbinden werden breite Kokosschnüre oder Bänder in Achterschlingen um Baum und Pflock gewickelt, am besten eine Handbreit unter dem Kronenansatz. Draht oder sehr schmale Plastikschnüre sind zur Fixierung nicht geeignet, da sie in den Baum einwachsen oder die Rinde wundscheuern.

Heimische Laubhecken: vielfältig und bunt
In unseren Breiten heimische Bäume und Sträucher zu pflanzen, bringt ein großes Plus für die Tierwelt. Vom Holunder naschen zum Beispiel bis zu 62 verschiedene Vogelarten, in Haselnusssträuchern tummeln sich 70 Insektenarten. Heimische Laubhecken sind nicht nur hübsch, sie bringen Leben und Vielfalt in den Garten - sie überzeugen also durch deutliche ökologische Vorteile.

Poster "Lebensraum Hecke"
Bei "die umweltberatung" ist ein kostenloser Poster erhältlich, auf dem 28 Sträucher abgebildet sind, die sich für eine Laubhecke eignen. Ein 4-seitiges Infoblatt"Tipps zur Pflanzung von Baum und Strauch" kann auf der Webseite der Umweltberatung heruntergeladen werden.
Bestellung und Information:
"die umweltberatung" Wien: Tel. 01/ 803 32 32, service@umweltberatung.at, www.umweltberatung.at

Quelle: die umweltberatung

 

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