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Neue Altglas-Sammelbehälter für Wien

1.700 neue Altglas-Hubbehälter bis Frühjahr 2007 - "Gib Glas!"

23.06.2006

"Neben dem klaren Bekenntnis zur Müllvermeidung ist die Mülltrennung eine der wesentlichen Säulen des Wiener Abfallwirtschaftskonzepts. Die Wienerinnen und Wiener nehmen das bestehende große Angebot bei der Mülltrennung begeistert an und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Umwelt: Denn gesammelte Altstoffe wie Glas und Papier werden wieder verwertet und sparen damit wertvolle Rohstoffe und Energie bei der Produktion", betonte die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima in einem gemeinsamen Mediengespräch mit Dr. Gerald Hirss-Werdisheim, Geschäftsführer der Austria Glas Recycling GmbH (AGR).

Mehr als 170.000 Behälter warten in Wien auf den richtigen Einwurf von Bioabfall, Plastikflaschen, Metall und weißem und buntem Altglas. Sima: "Das System der getrennten Sammlung ist in Wien sehr gut ausgebaut. Dennoch reagieren wir auf neue Entwicklungen und verbessern das Angebot laufend. Mit den neuen Sammelbehältern für Altglas erreichen wir eine Reihe von Verbesserungen: Der Einwurf und die Entleerung werden leiser, was besonders die AnrainerInnen freuen wird, die Behälter bieten mehr Platz, die Zahl der Entleerfahrten kann deutlich reduziert werden und nicht zuletzt bekommt die Industrie das Altglas in der von ihr bevorzugten Form - nämlich im Ganzen." Bis zum Frühjahr 2007 werden 1.700 der neuen Altglas-Sammelbehälter in Wien stehen. Im Vorjahr haben die Wienerinnen und Wiener 24,790.000 Kilogramm Altglas gesammelt, die MA 48 geht davon aus, dass nach erfolgter Umstellung zwei Drittel des Wiener Altglases über die neuen Hubbehälter gesammelt werden wird. In Gebieten, wo die neuen Hubbehälter aus Platzgründen nicht aufgestellt oder nicht entleert werden können - etwa aufgrund von Oberleitungen - bleiben die bekannten Schüttbehälter erhalten.

Neue Behälter - mehr Komfort, weniger Lärm

Die neuen Altglas-Sammelbehälter bestehen aus Metall. Durch ihre Lärm dämmende mehrschichtige Wandstruktur und die installierten Fallbremsen reduziert sich die Lärmbelästigung durch den Glaseinwurf um die Hälfte. Ein neuer Behälter bietet genau so viel Platz wie vier herkömmliche Kunststoffbehälter: Jeder der beiden Kammern - eine für Weiß- und eine für Buntglas - hat ein Volumen von jeweils 1.500 Liter. Auch zu Spitzenzeiten wie etwa zu Silvester bieten die neuen Tonnen genug Platz.

Die neuen Behälter machen auch neue Sammelfahrzeuge nötig. Diese verfügen über einen Kran, mit dessen Hilfe der Fahrer die Behälter entleert. Da das Glas in die - ebenfalls getrennten - Kammern des Sammelfahrzeuges rutscht und nicht fällt, wird die Entleerung sehr viel leiser. Durch das größere Volumen der neuen Behälter reduziert sich auch die Zahl der Entleer-Fahrten: Die bisherigen Erfahrungen in den Wiener Bezirken Floridsdorf und Donaustadt belegen eine Halbierung der für die Entleerung notwendigen Lkw-Fahrten - also weniger Verkehr und damit weniger Emissionen.

Glas-Recycling schont die Umwelt

"Glasrecycling", erläuterte AGR-Geschäftsführer Dr. Gerald Hirss-Werdisheim, "ist ein gutes Beispiel für nachhaltige Kreislaufwirtschaft und gelebten Umweltschutz. Insgesamt werden in Österreich jährlich über 200.000 Tonnen Altglas gesammelt und verwertet. Altglas ist der mengenmäßig wichtigste Rohstoff für die Produktion von Glasverpackungen und kann 60 % und mehr der so genannten Primärrohstoffe, das sind Quarzsand, Kalk, Dolomit und Soda, ersetzen." Dabei wird überdies Energie eingespart, da Altglas eine niedrigere Schmelztemperatur hat als die Primärrohstoffe. Die jährlichen Strom- und Gaseinsparungen in den Glaswerken entsprechen dem Jahresverbrauch einer Kleinstadt mit etwa 30.000 Haushalten. Die Einsparung von Erdgas trägt zur Reduktion der CO2-Emissionen bei.

Wann stehen die neuen Behälter?

Bis zum Frühjahr 2007 wird die Umstellung auf die neuen Altglassammelbehälter in Wien abgeschlossen sein. Die 1.700 neuen Behälter kommen überall dort zum Zug, wo es die Platzverhältnisse zulassen, die Zufahrt für die neuen Sammelfahrzeuge machbar ist und die Entleerung nicht durch Oberleitungen behindert wird. Die Umstellung in den Bezirken Floridsdorf, Donaustadt, Leopoldstadt und Brigittenau ist bereits erfolgt. Derzeit werden die Bezirke Landstraße, Margareten und Simmering umgestellt. Weiters folgen: Favoriten ab August 2006, Meidling und Liesing ab Oktober 2006, Hietzing, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus und Ottakring ab Dezember 2006, Hernals, Währing und Döbling ab Februar 2007.

Breite Information der WienerInnen

Die Umstellung auf die neuen Sammelbehälter begleiten AGR und Stadt Wien mit einer breiten Informations-Kampagne unter dem Motto "Gib Glas!": Jeder Haushalt in den betroffenen Bezirken erhält den gleichnamigen Folder, der über die neuen Sammelbehälter informiert und zusätzlich daran erinnert, was in die Glastonnen gehört.

Quelle: agr

 

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