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Altersheime im Konsument-Check

Freundliches Ambiente aber Geheimniskrämerei um Kosten und Personal. Teils gesetzwidrige Klauseln.

05.07.2007

Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, bieten sich neben der Pflege durch Angehörige oder eine 24-Stunden-Kraft auch Altenheime an. Das Testmagazin "Konsument" hat für seine Juli-Ausgabe 23 Altenheime in ganz Österreich unter die Lupe genommen. Erfreulich: Die Heime präsentierten sich grundsätzlich als freundlich und offen. In Fragen zu Heimkosten und Personal zeigten sich die meisten Häuser jedoch ablehnend und verschlossen. Und: Viele Heimverträge enthalten gesetzwidrige Klauseln. "Gerade aber für ältere Menschen sollten die Verträge einfach zu verstehen und rechtlich einwandfrei sein", so Franz Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation.

Wurden die Tester während ihrer anonymen Besuche - sie gaben sich als Angehörige auf der Suche nach einem Heimplatz aus - noch durch die Bank nett und zuvorkommend behandelt, stellte sich die Situation im zweiten Teil der Untersuchung gänzlich anders dar: Auf einen hochoffiziellen Brief an die Heimleitungen mit Fragen zur Größe der Zimmer, zu Personal, Kosten oder ärztlicher Versorgung wurde gar nicht bzw. nur teilweise geantwortet. Das Bezirksalten- und Pflegeheim in Attnang Puchheim, das Haus Liebhartstal II in Wien, das Providentia Seniorenheim in Klagenfurt sowie das Seniorenhaus Farmach in Saalfelden
reagierten überhaupt nicht auf die Anfrage.

Unterschiede zeigten sich nicht nur in punkto Kundenfreundlichkeit, sondern auch bei der Höhe der Heimkosten. So liegt der Tagsatz in Pflegestufe 3 zwischen 61 bis 118 Euro. "Bei manchen Heimen ist eine Förderung durch Land, Gemeinde oder Sozialhilfe möglich, bei anderen nicht. Von Bundesland zu Bundesland ist auch verschieden geregelt, ob Regressansprüche - etwa gegenüber Angehörigen - geltend gemacht werden können", berichtet "Konsument"-Gesundheitsexpertin Angela Tichy.

Bei den Heimkosten blieb in vielen Fällen zudem unklar, wie sich diese zusammensetzen. Eine Begutachtung der Heimverträge, die im Auftrag des Bundesministeriums für Soziales und Konsumentenschutz erfolgte, deckte gesetzwidrige Klauseln wie etwa die Mindestabwesenheitszeit bei Entgeltminderung auf. Das Konsumentenschutzministerium erwägt daher, diese Verträge abzumahnen.

"Jedes Heim hat eigene Kriterien, nach denen es die Bewerber auswählt. Wer sich für ein bestimmtes Haus interessiert, sollte sich daher früh genug nach den Bedingungen erkundigen", rät Tichy.

Worauf man auf der Suche nach dem passenden Heim noch achten sollte, ist im neuen "Konsument" (7/2007) und auf www.konsument.at nachzulesen. Dort gibt es auch eine detaillierte Übersicht aller untersuchten Altenheime.

Quelle: VKI

 

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