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Ausstellung : Alltag - Eine Gebrauchsanweisung

Geschichte alltäglicher Gebrauchsgegenstände

Was hat Ribiselkuchen mit der Herstellung von Terrazzo zu tun? Was haben Schlösser mit Staubsaugern gemeinsam? Und was macht ein städtisches Pissoir im Technischen Museum Wien?

Ausgehend von diesen und weiteren Objekten der Sammlungsgruppe Bau-, Alltags- und Umwelttechnik entsteht im Technischen Museum gerade das größte Ausstellungsprojekt der letzten Jahre: Alltag - Eine Gebrauchsanweisung. Auf rund 2.300 m² zeigt das Museum ab 13. Oktober 2005 mit einer erlebnisorientierten Ausstellungsgestaltung "technische Verhaltensmuster" im Kontext von Historie und aktuellen Fragestellungen auf.

Wir schalten eine Lichtquelle ein, um einen Raum zu beleuchten und um uns sicher zu fühlen. Wir vermessen Menschen und ihre Bewegungen, schaffen entsprechende Kategorien und ordnen Räume und Städte. Mit Staubsaugern versuchen wir uns vor Staub, mit Schlössern vor Einbrechern zu schützen. Wir entsorgen Müll und schaffen mit dem Spülknopf der Toilette unsere "menschlichen Abfallprodukte" aus unserem Blick.

Durch den Gebrauch von technischen Geräten haben sich im Lauf der Zeit selbstverständliche Handlungsmuster gebildet, deren Bedeutung für uns und unseren Alltag sich jedoch nicht immer sofort erschließt. "Alltag - eine Gebrauchsanweisung" wird nicht nur anhand von rund 2.800 Objekten durch die Geschichte alltäglicher Gebrauchsgegenstände, vom Beginn der Technisierung bis heute, führen, sondern soll auch das "Mensch-Technik-Verhältnis" in doppelter Hinsicht hinterfragen: Wie gehen wir mit der Technik um, wie beeinflusst uns die Technik?

Der Besucher der Ausstellung wird von Begriffspaaren geleitet, beginnend mit "wünschen/vorstellen" für den generellen menschlichen Wunsch nach Bequemlichkeit, Sicherheit und Automatisierung als Auslöser für viele technische Entwicklungen. Der Bereich "beleuchten/sichtbar machen" stellt die Geschichte der künstlichen Lichtgebung dar, "bewegen/antreiben" präsentiert verschiedenste Gerätschaften für den menschlichen Komfort, "ersetzen/hinzufügen" zeigt die Möglichkeiten und Geschichte der Prothetik auf, etc. Zumindest größenmäßig ein dominierendes Objekt der Schau verspricht ein Wiener Pissoir der Firma Beetz aus dem Jahr 1908 zu werden, das am Sachsenplatz seinen Dienst versah und nun im Technischen Museum den zentralen Blickpunkt des Bereichs "entsorgen/verbergen" bilden wird.

Ob Waschmaschinen, Staubsauger, diverse Küchengeräte und sonstige Gegenstände: die kommende permanente Ausstellung im Technischen Museum erinnert an die Anfänge, präsentiert ganze Gerätegenerationen bis zum modernsten Stand, wie etwa dem Dyson-Staubsauger und ruft je nach Alter des Besuchers auch Erinnerungen an die rasante Entwicklung der letzten Jahrzehnte wach. Filme, interaktive Stationen und Rauminstallationen sollen das Angebot komplettieren.


Alltag - Eine Gebrauchsanweisung
ab 13. Oktober 2005
Technisches Museum Wien
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.00 - 18.00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag 10.00 - 18.00 Uhr


 

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