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Alarmanlagen sind für Einbrecher meist abschreckend

Jedoch sind 92 Prozent aller Einfamilienhäuser nicht alarmgesichert

04.11.2005

Wohnt man in einem Einfamilienhaus, sind Alarmanlagen ein wirksamer Schutz gegen Einbrecher. Wie leicht es ist, unbemerkt in ein Haus zu gelangen und natürlich auch wieder zu verschwinden, ist eines der Auswahlkriterien für Einbrecher. "Alarmanlagen, im Idealfall eingebettet in ein Gesamtkonzept an Sicherheitsmaßnahmen, bieten wirksamen Schutz vor Einbrechern", erklärt Dr. Othmar Thann vom Institut für technische Sicherheit des Kuratoriums für Verkehrssicherheit.

Zahl der Einbrüche im Steigen

Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der Einbruchdiebstähle in ständig benutzte Wohnobjekte beinahe verdoppelt. Während 2003 in ganz Österreich 10.357 Einbrüche gemeldet wurden, waren es 2004 erschreckende 17.461. Steigt damit auch das Sicherheitsbewusstsein der Österreicher? Das Institut für technische Sicherheit führte in allen Bundesländern eine Untersuchung durch, in der erhoben wurde, wie viele Einfamilienhäuser mit einer sichtbaren Alarmanlage - das heißt mit Sirene und Blitzlicht am Haus und/oder Aufkleber mit der Aufschrift "Dieses Haus ist alarmgesichert." - ausgestattet sind. Insgesamt wurden 5.881 Einfamilienhäuser in allen Bundesländern erfasst.

Wiener schützen sich am meisten

In Gebieten, die besonders stark von Einbruchdiebstahl betroffen sind - das sind Wien mit 11.613 und Niederösterreich mit 2.744 gemeldeten Einbrüchen in ständig bewohnte Wohnobjekte im Vorjahr - ist die Anzahl der Alarmanlagen am höchsten. Das zeigt deutlich, dass erst jemand, der selbst Opfer eines Einbruchs wurde oder vermehrt Einbrüche in seiner näheren Umgebung wahrnimmt, versucht, sein Hab und Gut besser zu sichern. So schützen rund 25 Prozent der Wiener und etwa elf Prozent der Niederösterreicher ihr Einfamilienhaus mit einer sichtbaren Alarmanlage. Auch auf Bezirksebene spiegelt sich diese Situation wider: Am stärksten betroffen von Einbruchkriminalität sind in Niederösterreich die Wien-nahen Bezirke. Vergleicht man die Anzahl der Alarmanlagen in diesen Bezirken (durchschnittlich 27,6 Prozent) mit den Daten anderer Bezirken (7,9 Prozent), dann zeigt sich auch hier deutlich, dass mehr in Schutz und Sicherheit auf privater Seite investiert wird, wo es mehr Einbruchkriminalität gibt. Im Bundesland Salzburg sind Salzburg-Stadt und Salzburg-Umgebung die "Einbruchs-Problembezirke". Obwohl die Zahl der Einbrüche in der Stadt Salzburg steigt, sind nur vier Prozent aller Einfamilienhäuser mit einer Alarmanlage ausgestattet. Abgesehen von Wien sind in den Landeshauptstädten fast 16 Prozent aller Einfamilienhäuser alarmgesichert, Wien steht mit 25 Prozent an Alarmsicherungen an einsamer Spitze.

Alter schützt vor Einbruch nicht

Wer ein neues Haus hat, ist anscheinend mehr um Sicherheit bemüht. So sind zwölf Prozent aller Einfamilienhäuser-Neubauten in den Bundesländern (exklusive Wien) mit einer Alarmanlage ausgestattet. In Wien ist sogar jedes zweite neue Haus mit einer gut sichtbaren Anlage versehen (56 %). Auch das Nachrüsten von Einfamilienhäusern, die älter als 25 Jahre alt sind, hat in Wien bereits begonnen: 27 Prozent der Einfamilienhäuser die vor 1980 erbaut wurden, besitzen eine Einbruchmeldeanlage. Im restlichen Bundesgebiet hatten nur drei Prozent der über 25-Jahre alten Häuser eine Alarmanlage. Dabei sind Häuser nie zu alt zum Nachrüsten. Am besten ist es aber natürlich, schon bei der Planung des Hauses an Sicherheitsmaßnahmen zu denken. Sollten manche davon (finanziell) nicht sofort möglich sein, hilft es schon, eine Leerverrohrung anzulegen, um das Nachrüsten zu gegebenem Zeitpunkt zu erleichtern.

Alarmanlage ist Teil eines Sicherheitskonzeptes

Vielen Personen ist nicht bewusst, dass sie zum materiellen Schaden bei einem Einbruchdiebstahl oft auch einen Verlust ihres Sicherheitsgefühls durch die Verletzung ihrer Privatsphäre erleiden. Auch mit der Annahme, bei einem sei ohnehin nichts zu holen, kann man sehr oft falsch liegen. Häufig geben sich Langfinger bereits mit etwas Bargeld und dem Familiensilber zufrieden. "Im Idealfall ist die Alarmanlage ein Teil eines ganzen Sicherheitssystems, wobei jedes Haus sein eigenes, maßgeschneidertes Sicherheitskonzept braucht.", erläutert Thann.

Eine Liste der vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) anerkannten Errichter für Einbruchmeldeanlagen gibt es gratis unter www.schutzhaus.at. Diese Liste wird von den Versicherungsunternehmen verwendet, um eine risikogerechte Versicherungsprämie berechnen zu können.

Quelle: Institut für technische Sicherheit


Gerade rund um Weihnachten nehmen Einbrüche stark zu. Mehr dazu und zahlreiche Infos und Tipps wie Sie Ihr Hab und Gut schützen können, finden Sie hier ...


 

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