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Tipp: Weinland Steiermark Radtour

Mit Genuss in acht Etappen durch die Steiermark


19.06.2017

Bei der "Weinland Steiermark Radtour" handelt es sich um 403 Kilometer, die in acht Etappen durch den Osten, Süden und Westen der Steiermark führen. Entlang der Tour gibt es jede Menge kulinarische, kulturelle und sehenswerte Punkte, die zu genüsslichen Zwischenstopps einladen. Wie lange man für die Tour braucht, ist also nicht nur Konditions-, sondern auch Geschmackssache.

Die einzelnen Etappen im Detail

Etappe 1: Graz bis St. Ruprecht an der Raab (42,9 km):
Die gute Nachricht zuerst: Wenn man diesen ersten Anstieg absolviert hat, wird man mit wunderschönen Ausblicken belohnt und hat das Ärgste schon hinter sich gebracht. Ab Gleisdorf und mit Eintritt in die Oststeirische Römerweinstraße kann man sich dann bereits maßvoll ins Leitthema "Wein" einführen lassen.

Etappe 2: St. Ruprecht an der Raab bis Hartberg (53,6 km):
Das ist die fruchtbringendste Etappe. Sie führt durch das größte Apfelanbaugebiet Österreichs - vorbei am Haus des Apfels - und in die Heimat der Hirschbirne, dem Naturpark Pöllauer Tal. Zusätzlichen Ansporn erhält man vom wilden Wasser der Feistritz, mit der man bis zum Stubenbergsee um die Wette fahren kann. Nach so viel Gegend kommt einem das 6.500 Einwohner-Örtchen Hartberg wie eine Weltstadt vor.

Etappe 3: Hartberg bis Therme Loipersdorf (55,8 km):
Auf dieser Strecke kann man sich kulinarisch so richtig austoben. Mit dem Eintritt ins Thermenland sorgen würziger
Vulcano-Schinken, handgeschöpfte Zotter-Schokolade, auf Vulkanböden gereifte Weine und Kürbiskernöl für die Deckung des nötigen Kalorienbedarfs. Bis St. Magdalena geht es auf 453 Höhenmeter rauf und dann stetig bergab und auch an ein paar steirischen Vorzeige-Thermen vorbei. In denen darf man natürlich auch länger als nur eine Nacht bleiben.

Etappe 4: Therme Loipersdorf bis Bad Radkersburg (58,3 km):
Das ist die längste Etappe. Und mit ihren kurzen Anstiegen und Abfahrten ist sie abschnittsweise außerdem durchaus anspruchsvoll. Apropos anspruchsvoll: Auch der verwöhnte Gaumen kommt hier auf seine Kosten - zahlreiche Buschenschänken, Gasthäuser und Vinotheken laden zu Einkehr, Rast und Stärkung. Letztere braucht der mittlerweile halbwegs geschundene Körper nicht nur wegen der darin enthaltenen Vitamine, Spurenelemente und Mineralien, sondern auch als Unterlage für den hier heimischen Traminer-Wein.

Etappe 5: Bad Radkersburg bis Leibnitz (51,1 km):
Die erste Hälfte dieser Etappe führt der Mur beziehungsweise der Grenze zu Slowenien entlang - und durch die Gosdorfer Murauen, das größte Auengebiet der Steiermark, das auch "Natura 2000 Europa Schutzgebiet" ist. Nach Spielfeld geht es nordwestlich Richtung Leibnitz weiter. Vorsicht: Bevor man hier landet, könnten einen die zahlreichen Weingüter und Buschenschänken gehörig aus dem Zeitplan werfen!

Etappe 6: Leibnitz bis Deutschlandsberg (52,7 km):
Dem Wein kommt man auch auf dieser Etappe nicht wirklich aus. Am Sulmsee liegen das Schloss Seggau, dessen Bischöflicher Weinkeller zu den ältesten und größten Europas zählt, und die Weinbauschule Silberberg, seit 1895 die Kaderschmiede für die österreichische Winzerkultur. Wer weder bei der einen noch der anderen Adresse einkehrt, hat entweder mit Wein nichts am Steirerhut oder noch einen Kater vom Vortag. Falls zweiteres der Fall ist: Der vergeht wieder.
Spätestens wenn man vor Fresing nordwärts fährt und einen routen-externen Abstecher nach Kitzeck, dem höchstgelegenen Weinbauort Europas, macht. Das geht in die Waden und macht den Kopf wieder frei.

Etappe 7: Deutschlandsberg nach Lieboch (41,4 km):
So. Ab jetzt kann man vom Wein eine verdiente Auszeit nehmen - und auf Schilcher umsteigen! Das ist natürlich ein Scherz, denn der Schilcher, früher auch Rabiatperle genannt, hat in den letzten Jahren eine große Qualitätsentwicklung erfahren. Die eine offizielle und einzige Hauptstadt des steirischen Roséweins ist Deutschlandsberg. Von hier aus geht es entlang der Schilcher Weinstraße über Bad Gams in die zweite offizielle und einzige Schilcherhauptstadt, Stainz, und von dort weiter Richtung Norden nach Lieboch. Theoretisch ließe sich diese Etappe in nur dreieinhalb Stunden bewältigen. In der Praxis und nach Genuss des oben erwähnten Schilchers kann es auch länger dauern. Vor allem wenn man auf Jagdmuseen steht. In Stainz steht eines, das auch Nicht-Jäger spannend finden.

Etappe 8: Lieboch nach Graz (47,9 km):
Ausgerechnet so knapp vor dem Ziel befindet sich der höchste Punkt der gesamten Weinland Steiermark Tour: Nach Hitzendorf geht es auf 682 Meter hinauf - gefühlte 6820 Meter für jene, die bereits die gesamte Tour in den Beinen haben. Zum Glück geht es dort oben entweder sofort in die Buschenschank Lärchegg Schmölzer oder bergab Richtung Gratwein (stimmt nicht ganz, direkt vor Gratwein geht es sogar wieder kurz bergauf, aber das ist kaum der Rede wert). Und in Graz kann man dann sowieso die Seele und die Beine baumeln lassen - endlich auch ohne Pedale!

Bei der Erarbeitung der Radtour wurde auch auf die Möglichkeit zur öffentlichen An-, Weiter- und Abreise besonderer Wert gelegt. Entlang der Route bieten mehr als 30 Bahnhöfe die Möglichkeit, relativ rasch an den Ausgangsort zurückzukehren.

Die App "Steiermark Touren" (für Android und iOS) informiert neben ausführlichen Etappenbeschreibungen mit Länge, Dauer und Höhenmeter auch über Ausflugs- und Einkehrmöglichkeiten auf der Strecke. Besonders hervorzuheben ist dabei die Kartenansicht im Fullscreen, die durch die Höchstauflösung in der Darstellung bestmögliche Orientierung gibt - zu Hause bei der Planung oder unterwegs auf der Tour. Zum Download: www.steiermark.com/touren-app

Weitere Infos zur Weinland Steiermark Radtour und zu passenden Urlaubspackages finden Sie hier.