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Kulinarische Wanderungen in der Zugspitz Region

In der Zugspitz Region liegen Genuss und Wandern nie weit auseinander. Egal, ob alpine Gipfelerlebnisse, spannende Klammenwanderungen oder gemütliche Spazierwege und Seentouren - mit der großen Dichte an Almen, Hütten und Gasthöfen is(s)t man immer gut bedient.

14.05.2018

Welches Kraut wirkt stimmungs- aufhellend, was gehört alles in einen grünen Smoothie und wie macht man eigentlich Bauernkaviar? Wenn der Frühling auf die Bergwiesen kommt, beginnen im Naturpark Ammergauer Alpen und in der Alpenwelt Karwendel die Themenwanderungen mit Kräuterexperten. Wer mit ihnen im voralpinen Bergkiefernhochmoor des Rochusfeldes von Bad Kohlgrub oder in den Mittenwalder Buckelwiesen auf Tour geht, muss keine großen Höhenunterschiede oder lange Strecken bewältigen. Dafür gibt es Tipps zum Suchen, Bestimmen und Verarbeiten alpiner Wildkräuter und Heilpflanzen, neue Geschmackserlebnisse und sogar Rezepte für das frische Grün. Zum Beispiel, dass Giersch, in der Pfanne mit Butter angebraten, hervorragend zu Ravioli schmeckt und sich hinter dem Begriff "Bauernkaviar" geröstete, in Öl geschwenkte Brennesselsamen verbergen. Im Kochbuch "Ammergauer Alpen-Genuss" sind viele regionale Kräuterzutaten zu finden: Von der Löwenzahnpraline über Bärlauchkasspatzen und Spitzwegerich-Salat bis zur Heumousse.

Naschen ist auf den Wanderungen ausdrücklich erlaubt - hier darf man die Blätter nicht nur vor, sondern sogar in den Mund nehmen. Appetit bekommen? Dann empfiehlt sich in der Alpenwelt Karwendel eine Einkehr in der Goas-Alm. Hier gibt es schmackhaften Joghurt, Käse und sogar Eis aus Ziegenmilch - auch die rund 70 Tiere von Adi und Gabi Sailer wissen die kräuterreichen Buckelwiesen, eines der schönsten 100 Geotope Bayerns, sehr zu schätzen. Tipp: Das Mittenwalder Bier aus der höchsten Privatbrauerei Deutschlands probieren.

Ein Klassiker in der Zugspitz Region ist die Umrundung des Staffelsees, einem der wärmsten Seen Bayerns mit seinen sieben Inseln. Rund sechs Stunden Zeit sollte man mitbringen für den 20 Kilometer nahezu eben verlaufenden Weg, der mit Ausblicken auf See und Alpenvorland für alle Mühen entschädigt. Wer nicht die komplette Runde gehen will, fährt von Uffing aus mit dem Motorschiff zurück und legt vorher eine ausgiebige Rast beim Gasthof Alpenblick ein. Hier liegt der Biergarten direkt am Ufer und grenzt an ein Freibad. Das Restaurant gehört zu den acht "Staffelseewirten im Blauen Land", die viel Wert auf gesunde Küche und hohe Qualität der Speisen legen. Auch im Blauen Land lohnt es sich, das Bier zu probieren: In Murnau gibt es mit Griesbräu und Karg zwei lokale Brauereien.

Darf es ein bisschen wilder sein? Dann empfiehlt sich die Höllentalklamm, die ihre Pforten in 1047 Metern Höhe hoch über dem Zugspitzdorf Grainau öffnet. Sanft ansteigend führt der Weg entlang des urgewaltigen Hammersbachs. Es geht vorbei an steilen Felswänden, durch halboffene Tunnel und über schmale Brücken in Richtung Höllentalangerhütte, die nach zweieinhalb Stunden erreicht ist und mit bayerischen Schmankerln zur Einkehr lockt. Sie zählt zu den modernsten Hütten des Deutschen Alpenvereins und ist für erfahrene Bergsteiger der ideale Ausgangspunkt, um die Zugspitze von ihrer anspruchsvollen Seite über die bekannte Höllentalroute zu erklimmen. Ein paar Kilometer weiter zieht die Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen das ganze Jahr über kleine und große Urlauber in ihren Bann. Während Schwindelfreie den Weg über die 68 Meter hohe eiserne Brücke wählen, wandern Genießer auf der leichteren Route direkt an der eisblauen Partnach entlang und kommen dabei Stromschnellen, tropfenden Felswänden und Wasserfällen besonders nah. Zur Einkehr empfiehlt sich die mit viel Altholz und Bruchsteinen liebevoll renovierte Kaiserschmarrn-Alm in Vordergraseck, die Genuss in gastronomischen Höhen verspricht und sich außer auf Hüttenklassiker auch auf Wildgerichte spezialisiert hat. Hinauf geht es zu Fuß oder mit der Graseckbahn.

Weitere Infos unter www.zugspitz-region.de

 
 
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