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Wandern im Naturpark Lech Zürs am Arlberg

Von kurzen gemütlichen Touren bis zu mehrtägigen Weitwanderungen mit Gepäcktransport


30.04.2013

Im bekannten Wintersportgebiet Lech Zürs am Arlberg finden Wanderer im Sommer eine weitläufige alpine Region mit vielen Kilometern gut beschilderter Wanderwege. Sport- wie auch Genußwanderer kommen hier von Frühjahr bis Herbst auf ihre Kosten. Die Gemeinde hat sich trotz des mondänen Flairs ihren sympathischen dörflichen Charakter bewahrt, der gut zur Ursprünglichkeit der Region passt. Wanderungen rund um Lech Zürs lassen die Menschen entschleunigen und den Reiz der Langsamkeit neu entdecken.

Im Sommer 2012 wurde der anspruchsvolle Lechweg durch eine der letzten Wildflussland-schaften Europas eröffnet. Der Lechweg ist der erste grenzüber-schreitende Weitwanderweg, der nach gemeinsamen Qualitätskriterien der Europäischen Wandervereinigung (EWV) zertifiziert wurde. Auf rund 125 Kilometern führt er vom Formarinsee nahe der Quelle des Lechs in die Naturparkregion Lechtal-Reutte und weiter bis zum Lechfall in Füssen im Allgäu. Dabei durchläuft er drei Regionen in zwei Ländern und verbindet so ihre Traditionen und Geschichten miteinander. Wanderer überqueren auf ihrer Tour unter anderem die längste Fußgängerhängebrücke Österreichs. Sie stoßen unterwegs auf die größte Steinbock-Kolonie Europas, wandern vor der Kulisse der Lechtaler und Allgäuer Alpen durch Flussauen und Wälder, vorbei an reizvollen Wasserfällen und Königsschlössern.
Alle Orte entlang des Lechwegs sind durch den öffentlichen Verkehr oder Zubringerdienste erschlossen. Das Gepäck der Wanderer kann bei Bedarf bequem von Etappenziel zu Etappenziel transportiert werden. Zertifizierte Wandergastgeber sorgen für den Komfort vor und nach jeder Etappe. Je nach Kondition und Weitwandererfahrung wandert man den Weg in sechs bis acht Etappen. Die Anreise zu den Startpunkten ist sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn oder dem Postbus möglich.

Speziell für Wanderungen auf dem 2010 eröffneten Grünen Ring hat die Bregenzer Schriftstellerin Daniela Egger die literarische Wanderkarte"Ein Samurei am Kriegerhorn" geschrieben. Sie enthält humorvolle Sagen sowie in einer zeitgemäßen Welt angesiedelte Erzählungen, die auf überlieferten Sagengestalten der Region wie etwa Butzen und Hexen basieren. Jeder Geschichte ist einer von 36 Wanderpunkten auf dem Grünen Ring zugeordnet. Sie überraschen den Wanderer mit verschiedenen Attraktionen. Darunter befindet sich beispielsweise am Punkt Pazüelmähder (1. Etappe des Grünen Rings) eine zum Schmökern einladende Hüttenbibliothek, die man in derart hochalpinen Gefilden wohl eher nicht vermuten würde. Am geheimnisumwobenen Libellensee stößt der Wanderer auf "schräge Vögel und verrückte Insekten", die im Rahmen eines Kreativworkshops der Raiffeisenbank Lech mit Lecher Kindern entstanden sind. Und erreicht man den Zuger Sagenwald (3. Etappe des Grünen Rings), wird man von Holzskulpturen überrascht, die der Sage nach von "nicht jugendfreien Streifzügen des hemmungslosen und genusssüchtigen Zuger Nachtvolkes" herrühren. Ergänzt werden die Erzählungen von Daniela Egger durch Illustrationen entlang des Grünen Rings, die aus der Feder des Tiroler Bildhauers Daniel Nikolaus Kocher stammen. Er hat auch die Bilder in der literarischen Wanderkarte beigesteuert.

Tief in die Geschichte der drei Walsergemeinden Warth, Schröcken und Lech dringt man auf dem Tannberg Themenweg ein. Gegründet wurden die Gemeinden von der alemannischen Volksgruppe der Walser, die vor etwa 700 Jahren in die Region eingewandert ist. Tannberg ist der Name des ehemaligen Walser Gerichtsbezirks, der Warth, Schröcken und Lech einst umfasst hat. Der Tannberg Themenweg führt Wanderer durch eine reizvolle Berglandschaft mit teils hochalpinen Steigen und zeigt ihnen auf 57 Stationen Schauplätze alter Walser Sagen, 700 Jahre alte Walser Häuser und andere Dinge, durch die sich dem Wanderer die Kultur der Walser Stück für Stück erschließt. Wer diesen Prozess noch etwas beschleunigen möchte, nutzt den Wanderführer "Auf den Spuren der Walser am Tannberg" von Olaf Sailer. In Form von Geschichten bietet er viele zusätzliche Informationen zu allen 57 Sehenswürdigkeiten. Wer sie alle auch am Themenweg kennenlernen möchte, braucht jedoch selbst als geübter Wanderer zwei Tage. Allerdings werden auch kürzere und geführte Wanderungen für diejenigen angeboten, die nur eine vier- oder fünfstündige Tour planen.

Auf der Website www.lech-zuers.at findet man eine Fülle an weiteren Informationen und Services wie z.B. die digitale Wanderkarte, die Wanderern eine komfortable Routenwauswahl ermöglicht und ihnen auch bei der Suche nach der geeigneten Unterkunft weiterhilft.