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Via Claudia Augusta: Die leichteste Alpenüberquerung für Radfahrer

Auf den Spuren der einzigen römischen Kaiserstraße über die Alpen


25.02.2013

Nicht ohne Grund wählten die Römer für den Alpenfeldzug und als Route für die erste richtige Straße über die Alpen, die Via Claudia Augusta, den Weg über den Fern- und Reschenpass. Sie war die Route mit den wenigsten Höhenmetern. Die Radroute entlang der alten Römerstraße besticht nicht nur mit einer einzigartigen Vielfalt an Erlebnissen. Sie ist der leichteste Alpenübergang für Radfahrer - ab heuer auch mit Shuttlediensten im Trentino und Veneto und über 200 radfreundlichen ViaClaudiaAugusta-Gastgebern, die jetzt auch auf E-Biker eingestellt sind.

45/46 v. Chr. wurde unter Kaiser Claudius die erste richtige Straße über die Alpen fertiggestellt, zu der die Römer die Pfade der Etrusker, Räter und Kelten ausgebaut haben. Sie reichte vom Adriahafen Altinum bis zur bayerischen Donau. Entlang der Radroute wird der uralte Kultur- und Handelsweg des Römischen Reiches wieder lebendig. Vielfalt ist ihr Trumpf. Den Radler erwartet eine unvergessliche Mischung aus Landschaften, regen Städtchen beschaulichen Dörfern, hunderten Zeugnissen wechselvoller Geschichte und von ihr geprägter Kulturen. Danach locken Köstlichkeiten aus Küche und Keller.

Damit dieser Genuss möglichst vielen offensteht, gibt es seit Jahren Shuttledienste über den Fern- und auf den Reschenpass. Trentino und Veneto folgen nun dem Beispiel und bieten jetzt auch Shuttledienste, um die interessante aber schwierigere Via Claudia Augusta Altinate von Trento nach Altino bei Venedig wie den Tiroler Abschnitt für jedermann packbar zu machen. Für eine unkomplizierte, komfortable Rückreise sorgt ein Rückholbus, der bei Bedarf mehrmals pro Woche Radfahrer von Italien wieder retour nach Bayern bringt.

Die Route über den Fernpass, die bisher nur für Moutainbiker ohne Gepäck uneingeschränkt zu empfehlen war, wurde zu einem guten Forstweg mit stetiger Steigung und stetigem Gefälle ausgebaut. Ganz bewusst wurde aber im Natur-2000-Gebiet auf Asphalt verzichtet, was den Eindruck von der faszinierenden Bergsturz-Landschaft und das Feeling einer Alpenüberquerung stören würde. Im Tiroler Oberland (der Tiroler Region vor dem Reschenpass) wurde ein nagelneuer Radweg-Abschnitt fertiggestellt und es gibt große Ausbaupläne Richtung Reschenpass, die auch die mittelalterliche Zollstation Altfinstermünz am jungfräulichen Inn optimal einbinden.

Der leichteste Alpenübergang für Radler wird damit noch leichter und ist für fast jedermann zu schaffen, der die Via Claudia Augusta packen will. Trotzdem macht es für die Radler Sinn, auch auf das E-Bike zu setzen. Es ermöglicht längere Tagesetappen bzw. gleich lange Etappen mit weniger Anstrengung - ideal für Kultur-Touristen, die sich entlang des Weges viel ansehen möchten. Sollten Sie Bedenken haben, dass Ihnen die Radtour über die Alpen zu viel werden könnte, dann gibt Ihnen das E-Bike die Sicherheit, notfalls Hilfe mit dabei zu haben. Schließlich vermögen E-Bikes Leistungs- Unterschiede auszugleichen und sorgen somit dafür, dass die Radreise allen beteiligten Spass macht, den Best-Trainierten und auch den weniger gut trainierten. Die Via Claudia Augusta ist somit auch rüstigen Senioren oder Familien mit Kindern ab 10 - 12 Jahren zu empfehlen.

Gute E-Bikes haben heute einen Akku, der für eine Tagesetappe reicht. Am Abend können Sie Ihr E-Bike dann bei den über 200 ViaClaudiaAugusta-Gastgebern entlang der Strecke aufladen, die sich allesamt speziell auf Reisende entlang der historischen Route eingestellt haben. Sie bieten sogar wieder regionale Küche von vor 2000 Jahren, damit sich die Reisenden entsprechend stärken können, während das E-Bike an der Steckdose hängt.

Als Alternative zum Fahrrad kann man die Via Claudia Augusta auch auf den Spuren der Römer erwandern oder die Alpen wie
Goethe mit der Postkutsche überqueren. Weitere Infos finden Sie unter www.viaclaudia.org.