Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Der Uhudler: Legendärer Wein im Südburgenland

Rein, typisch, einzigartig - so schmeckt der Uhudler


23.06.2017

Die Region Stegersbach ist ein beliebtes Ziel vieler Ruhesuchender aber auch eine spannende Destination für Weinliebhaber und Kulinarik-Freunde. Die Golf- und Thermenregion liegt am kleinsten Weinanbaugebiet Österreichs. Hier wird mit dem Uhudler eine echte Rarität kultiviert - ein Wein, der jahrelang sogar verboten war. Geradezu zauberhafte Kräfte wurden dem Uhudler zugeschrieben, in ihm wohne die Kraft der Metamorphose und er mache blind. Gott sei Dank hielten die Südburgenländer aber nichts von diesem Gerede und sind ihrem Uhudler bis heute treu geblieben. 

Als Ende des 19. Jahrhunderts die Reblaus drohte die österreichischen Weinbestände zu vernichten, holte man den Uhudler aus Amerika - quasi als Retter in der Not. Die resistenten amerikanischen Rebstöcke, wie Ripatella, Delaware, Concord oder Elvira, wurden importiert und man veredelte sie mit den heimischen Sorten. Nur ganz wenige Winzer ließen die Reben in der amerikanischen Form gedeihen und man benannte sie "Direktträger". Zum damaligen Zeitpunkt wurden alle Kreuzungen aus diesen Direktträgern unter dem Namen Uhudler verkauft. Doch schon bald wurden dem Uhudler schlimme Eigenschaften zugewiesen. Es hieß, er mache blind und verursache Siechtum und Hysterie und so wurde 1936 ein Auspflanzungsverbot für Direktträgerweine verhängt. Mit dem Verbot verschwand der Uhudler aus den meisten Regionen - nur die südburgenländischen Winzer kämpften um seine Rehabilitierung. Einige Gutachten später wurde das Verbot in den 90er Jahren wieder aufgehoben. Da die Reben so widerstandsfähig und keinerlei Pflanzenschutzmittel nötig sind, ist der Uhudler heute ein edles Naturprodukt.

Woher genau der Name Uhudler stammt, weiß heute keiner mehr so genau, denn es gibt dazu viele Legenden. Die Glaubwürdigste besagt, dass die Winzer während der Lese viel Zeit in ihren Kellern verbracht haben und nach getaner Arbeit haben sie sich in gemütlicher Runde den ein oder anderen Schluck Uhudler gegönnt. Wenn die Winzer dann abends heimkehrten, waren die Augenringe besonders ausgeprägt und die Frauen schimpften "Du schaust schon wieder aus wie ein Uhu!"

Je nach Sorte und Herkunft variiert die Farbe von einem Strohgelb bis Hellgelb beim weißen Uhudler und zartes Rosa, helles Kirschrot oder Zwiebelschalenrot bis hin zu Ziegelrot kann die blaue Traube hervorbringen. Typisch für den Uhudler ist sein intensiver Geruch nach Waldbeeren. Dieses fruchtige Aroma umspielt alle Sinne und legt sich weich auf Gaumen und Zunge. Im Abgang ist er überraschenderweise eher herb und trägt eine Säure in sich - ein klassischer Sommerwein also, der nicht nur als Solist, sondern auch zu deftigen Speisen, glänzt.

Die Golf- und Thermenregion Stegersbach hat sich ganz dem Uhudler verschrieben. In traditionellen Buschenschenken kann man sich nach einem entspannten Wellnesstag durch eine Vielzahl an kulinarischen Köstlichkeiten schlemmen. Egal ob prickelnder Frizzante, kräftige Schnäpse, Marmeladen, Pralinen oder auch pikante Uhudlerwürste, jeder findet hier etwas für seinen Geschmack. Dabei steht der Winzer oftmals persönlich Rede und Antwort und kennt viele Anekdoten über den berühmten Uhudler.

Weitere Infos unter www.stegersbach.at