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Tauferer Ahrntal : Adrenalinrausch im Südtiroler Winter

Zahlreiche Wintersport-Angebote von Eisklettern bis Snowrafting


16.12.2009

Das Herz klopft bis zum Hals. Der prüfende Blick gleitet am gefrorenen Wasser entlang, immer höher. Steigeisen knirschen beim Kontakt mit der leuchtenden Säule. Überall klirrt und knistert es. Die Bewegungen geraten in einen gleitenden Fluss, hinauf bis dorthin, wo die glitzernde Eiskaskade den Himmel zu berühren scheint. Eisklettern, das ist heißkalte Faszination in der Vertikalen. Eis muss man lesen können - der Extrembergsteiger Hans Kammerlander bringt seinen Schülern das Buchstabieren begeisternd nahe. Die Gruppe ist bunt gemischt, ein Pärchen, ein 30-jähriger Mann und ein Vater mit seinem Sohn. Schon nach kurzer Zeit gewinnen sie Vertrauen zu sich und dem Material. "Die Grundkenntnisse sind schnell erlernt", weiß Hans Kammerlander. "Diese Variante des Alpinismus ist eher spektakulär als gefährlich." Vor allem Teenager Max ist sich da nicht so sicher - aber aus anderen Gründen. Seine Augen leuchten, wenn die Routen für den nächsten Tag besprochen werden, zu den aufregendsten Wasserfällen im Tauferer Ahrntal und den schönsten Eisdomen in den Dolomiten. Die eigentliche Gefahr beim Eisklettern ist die Sucht.

Ein Paradies für Trendsportler und alpine Individualisten

Noch vor ein paar Jahren ein Geheimtipp für Genießer und Abenteuerhungrige abseits des Massentourismus hat sich das charmante Tal auf der Südseite der Zillertaler Alpen längst einen Namen als beliebtes Urlaubsziel gemacht - für Familien und besonders auch für all jene, die in einer intakten Natur und gastlichen Umgebung die alpinen Spielarten des Winters auskosten wollen. Ohne Handicaps wie volle Pisten, überteuerte Unterkünfte und rücksichtlose Ausbeutung des empfindlichen Ökosystems Berg. Dabei könnte die Kulisse grandioser nicht sein: 80 imposante Dreitausender umgeben das Tal, garantieren meterhohen Schnee und strahlende Sonne vom ersten Dezemberfrost bis weit in den Frühling.

Die Skiarenen Speikboden und Klausberg locken mit insgesamt 45 Kilometer Abfahrten auf bis zu 2.500 Metern, spannenden Tiefschnee-Arealen in makellosem Zustand und zwei Funparks für Snowboarder. Während der Speikboden trotz seiner schwarzen Pisten auch zu sonnigen Familienfahrten einlädt, bietet der Klausberg Adrenalin pur auf Weltcup-Niveau. Die Fans von Nordic Skiing können ihre Ausdauer auf 50 km sonnigen Höhenloipen bis 1.600 Meter testen.

Während die Eisfallkletterer mit Hans Kammerlander die eisige Vertikale erkunden, haben sich die Mutter und Schwester von Max nach einem alternativen Kick umgesehen. Als passionierte Rodlerinnen sind sie an den vielen Almwegen im Ahrntal interessiert, die im Winter zu endlosen Rodelpisten umfunktioniert werden. Nach einer romantischen Fahrt mit der 6er-Kabinenbahn hinauf auf 1.650 Meter werden die Rodler auf der Hütte erstmal so richtig eingestimmt. Mit Glühwein und Gitarre, wie es sich für eine zünftige Berggaudi gehört. Dann heißt es: bergab. Auf der beleuchteten Klausberg-Rodelbahn, der längsten in ganz Südtirol, rasen die Schlitten ins Tal. Viel zu schnell ist die Fahrt zu Ende. Jetzt versteht auch Marie, was die eigentliche Gefahr bei diesem Vergnügen ist: Man kriegt nie genug.

Aber auch Max will unbedingt seine Grenzen austesten. Er hat sich zum Nacht-Snowrafting in St. Jakob verabredet. Im Sommer bietet die Ahr ein reißendes Rafting-Vergnügen. Im Winter werden die Berge zum spiegelglatten Fluss. Und den gilt es, hinunter zu raften. Ein wagemutiger Spaß für junge und jung gebliebene Erwachsene! Wenn man auf Adrenalin steht, ist man im Tauferer Ahrntal goldrichtig.

Weitere Informationen finden Sie unter www.tauferer.ahrntal.com.

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