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Preise der Skigebiete in Österreich und Europa im Vergleich

Plus: Spartipps bei der Auswahl Ihres Skigebietes


16.11.2012

Pünktlich zum Saisonbeginn präsentierten das Europäische Verbraucher-zentrum (EVZ) und der Verein für Konsumenten-information (VKI) heute bei einer Pressekonferenz ihre Skigebiete-Preiserhebung. Zum mittlerweile zehnten Mal wurde die Erhebung österreichweit durchgeführt. Zusätzlich wurden die Preise von rund 400 Wintersportgebieten in 22 europäischen Ländern für die Saison 2012/2013 erfasst. Neben Angeboten für Alpinski wurden erstmals auch Langlauf- und Indoor-Angebote erhoben.

Bei der europaweiten Erhebung wurden - anders als im nationalen Vergleich - keine Ermäßigungen für Familienpakete, sondern ausschließlich die Preise für Tageskarten erfasst. Für Skifahrer aus dem Osten Österreichs, für die elf bis 25 Pistenkilometer ausreichend sind, stellen Skigebiete in der Slowakei und Tschechien eine mögliche, preisgünstige Option dar. Vier der fünf billigsten Skigebiete sind dort zu finden (Tageskarte für Erwachsene: 20 bis 23,40 Euro). Bei Skigebieten mit 51 bis 100 Pistenkilometer belegt ein österreichisches Skigebiet Platz 5 der günstigsten Skigebiete im europaweiten Vergleich: Reschenpass/Nauders (36 Euro/Tageskarte Erwachsener). In dieser Kategorie nehmen zwei Schweizer Skigebiete die vordersten Ränge der teuersten Skigebiete ein: Flumserberg (50 Euro) und Motta Naluns/Scuol (45,80 Euro). Auf Platz drei landet das Salzburger Skigebiet Schmittenhöhe mit 44,50 Euro pro Tageskarte.

80 der 400 untersuchten Skigebiete befinden sich in Österreich. Hier sind die Skipässe in vielen Skigebieten deutlich teurer als in der letzten Saison. Die 6-Tage-Karte für Erwachsene kostet durchschnittlich um 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur in einigen wenigen Gebieten sind die Skipasspreise im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben (z.B. Emberger Alm, Kärnten). Etwas günstiger wurde bei den 6-Tage-Tarifen für Erwachsene - unter Berücksichtigung der Gästekartenermäßigung - lediglich die Turracher Höhe (Kärnten/Steiermark) mit 192 statt 194 Euro. Die Preise für eine 6-Tage-Karte für einen Erwachsenen stiegen seit dem Beginn der Preiserhebungen vor zehn Jahren um durchschnittlich rund 30 Prozent.

Wer mit weniger Pistenkilometern zufrieden ist, kann seine Urlaubskasse schonen: In den zehn preiswertesten Gebieten der Preiserhebung kostet das Familienpaket 6-Tage-Karten zwischen 274 Euro (Wenigzell, Steiermark) und 408 Euro (Petzen, Kärnten). All diese Gebiete sind klein (7 bis 23 Pistenkilometer), die meisten davon zudem relativ niedrig gelegen. Nur auf der Muttereralm und dem Rangger Köpfl/Oberperfuss (beide Tirol) bzw. auf der Weinebene (Kärnten/Steiermark) reichen die Pisten bis 1.800 Meter Seehöhe oder darüber.

Im Ranking der teuersten Skigebiete finden sich wie in den Vorjahren SkiArlberg (Vorarlberg) und Sölden (Tirol) an oberster Stelle. Diese können allerdings mit entsprechender Größe und Ausstattung aufwarten. Die 6-Tage-Karten im Familienpaket kosten 791 Euro (SkiArlberg) bzw. 773 Euro (Sölden). SkiArlberg bietet 283, Sölden 150 Pistenkilometer inklusive drei per Seilbahnen erschlossene Dreitausender.

In eigenständigen Gebieten gelten die Skipässe nur für die lokalen Pisten. Gehört ein Skigebiet einem Verbund an, gelten Mehr-Tage-Karten meist ab eineinhalb oder zwei Tagen sehr häufig automatisch für sämtliche Skigebiete dieses Verbunds. "Dieses Angebot ist in der Regel auch entsprechend teurer. Wer es nicht nutzt, bezahlt den höheren Preis umsonst. Jeder sollte wählen können zwischen moderaten Preisen für ein lokales Skigebiet und den höheren Preisen für eine ganze Region. Hier würden wir uns größere Flexibilität seitens der Skiverbünde wünschen", erklärt Projektleiter Mag. Peter Blazek.
Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Kristberg (Verbund Silvretta Montafon, Vorarlberg). Hier werden Mehr-Tage-Karten auch nur für die lokalen Lifte angeboten. Das Familienpaket 6-Tage-Karten kostet für den Kristberg (8,5 Pistenkilometer) 435 Euro, für den Verbund Silvretta Montafon (246 Pistenkilometer) 672 Euro.

Experten-Tipps:

  • Erkundigen Sie sich vorab, welche Ermäßigungen es im gewünschtenUrlaubs-Skigebiet gibt und welche Unterlagen (z.B. Gästekarte) dazu erforderlich sind.

  • Klären Sie vorab, ob - etwa über Autofahrerorganisationen oder die Kreditkarte - ein ausreichender Versicherungsschutz besteht oder ob eine zusätzliche Versicherung benötigt wird. Dies gilt umso mehr bei Reisen ins Ausland.

  • Beim Urlaub im Ausland immer die e-card mit der EuropäischenKrankenversicherungskarte auf der Rückseite mitführen. Rechnungen von Ärzten oder Spitälern zu Dokumentationszwecken unbedingt aufheben.

Eine Gesamttabelle der aktuellen Preiserhebungfinden Sie unter www.konsument.at.

Quelle: VKI

 
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