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Auf der Romantikstraße durch das Salzkammergut - Teil 2

Eine faszinierende Reise durch die Kultur, vorbei an Seen und Bergen mit vielen historischen Highlights


12.06.2014

Im ersten Teil unserer Reise über die Romantikstraße im Salzkammergut berichteten wir über unseren Ausgangspunkt die 2-Flüsse-Stadt Steyr, den Besuch des Stiftes Kremsmünster samt seiner Umgebung, über die Keramikstadt Gmunden, das Seeschloss Orth und den Traunsee mit Traunkirchen. Nun setzen wir unsere Reise in Richtung Bad Ischl fort.

Bad Ischl, bekannt auf der einen Seite durch seine Jahrhunderte alte Salzgewinnung und seine weltbekannten Sole-Kur-Therapie-möglichkeiten, auf der anderen Seite als die Kaiserstadt, besonders während der Regentschaft von Kaiser Franz-Josef. Als Kurort war Ischl spätestens seit 1823 durch den Kurgast Fürst Metternich bekannt und beliebt. Der Aufstieg setzte sich in den Folgejahren steil fort, wovon die 1831 eröffnete "Trinkhalle" und die "Alte Badestube" zeugen. Endgültig zur Kaiserstadt wurde Bad Ischl während der Regentschaft von Kaiser Franz Josef, der sich hier nicht nur mit seiner späteren Gemahlin Elisabeth (Sisi) verlobte sondern hier auch immer seinen Sommerurlaub verbrachte. In der Kaiservilla wurde auch 1914 die Kriegserklärung an Serbien sowie das Manifest des Kaisers "An meine Völker" als Erklärung dafür formuliert. Der weitläufige Kaiserpark, einer der Hauptanziehungspunkte in Bad Ischl, beherbergt auch das romantische Marmorschlössl. Die Filmtriologie "Sisi" wurde zu einem nicht unbedeutenden Teil in Bad Ischl gedreht und verhalf der Stadt zu weiterer Bekanntheit.
Tipp für nächstes Jahr: In der Zeit von 24. April bis 4. Oktober 2015 wird in Bad Ischl die oberösterreichische Landesgartenschau abgehalten und dabei nicht nur die Stadt sondern auch der Kaiserpark, der Sisipark und der Kurpark mit einbezogen. 

Von Bad Ischl gelangt man auf kurzer Strecke zum Wolfgangsee. Der See mit seiner Fläche von knapp 12,5 Quadratkilometer ist wegen seiner angenehmen Sommer-temperaturen einer der beliebtesten Badeseen des Salzkammergutes. Seit 1874 wird hier die Motorschifffahrt betrieben und es werden alle Arten von Wassersport für Touristen angeboten.
Von Strobl aus ist nach einer kurzen Bootsfahrt der ebenso durch einen österreichischen Film weltbekannte Ort St. Wolfgang erreichbar. Das Hotel "Weißes Rössl", direkt an der Bootsanlegestelle gelegen, ist eines der meist fotografierten Gebäude des Salzkammergutes. Im dortigen Spitzenrestaurant fühlt man auch heute noch den Flair des Komponisten Ralph Benatzky und der seinerzeit sehr bekannten Schauspieler wie z.B. Peter Alexander. 
Hoch hinauf geht es bei einer Fahrt mit der Schafbergbahn, der steilsten Zahnradbahn Österreichs, auf den 1783 Meter hohen Schafberg bei St. Wolfgang. Seit 1893 fährt die Dampfeisenbahn über eine Strecke von knapp 6 Kilometer den Schafberg hinauf. Die heute im Dienst befindlichen 4 Dampfzüge und ein elektrisch betriebener Zug, legen dabei einen Höhenunterschied von 1.190 Meter bei Steigungen bis 26% zurück. Die Touristenfrequenz ist enorm und daher müssen für die meisten Talfahrten - etwa alle 30 Minuten in der Hochsaison - Platzkarten ausgegeben werden. Ein gigantischer Fernblick über den gesamten Wolfgangsee und die Berge der Umgebung belohnt für die leider oftmaligen Wartezeiten.

Mit der Weiterfahrt nähern wir uns dem Ende der Romantikstraße und des Salzkammergutes. Doch unsere Tour darf natürlich ohne einen Besuch der Stadt Salzburg nicht enden. Vor mehr als 400 Jahren begannen die mächtigen Fürsterzbischöfe die Stadt Salzburg in ein barockes Juwel zu verwandeln. Der Prunk der Vatikanstadt Rom sollte auch hier, jenseits der Alpen das Bistum Salzburg neu erblühen lassen. Da die Stadt auf Grund ihres vielseitigen Handels sehr vermögend war, konnten berühmte Architekten geholt und prunkvolle Bauten und Kirchen errichtet werden. Ein Großbrand in Salzburg im Jahr 1598, bei welchem ein Großteil des Domes vernichtet wurde, ergab den Anlass die sogenannte "Neue Residenz" erbauen zu lassen. Wesentliche Straßenzüge, die auch noch heute erhalten sind, wurde dadurch geschaffen und verliehen in ihrem Prunk der Stadt Salzburg den Beinamen "Rom des Nordens".
Doch genug zur Geschichte, kommen wir in die Jetztzeit. Alle Highlights der Mozartstadt hier anzuführen oder darüber zu berichten würde den redaktionellen Rahmen sprengen. Die meisten der kulturellen und touristischen Möglichkeiten der Stadt sind ohnehin bekannt. Ob die verschiedenen Festspiele, Konzerte oder Theateraufführungen des Jahres, die Hohe Feste, die Getreidegasse oder Schloss Hellbrunn und Schloss Mirabell besucht werden, ist jedem Besucher der Stadt selbst überlassen. Den neuesten kulturellen Höhepunkt aber sollte kein Besucher der Stadt auslassen: einen Rundgang durch das neue "DomQuartier". Auf 15.000 prachtvollen Quadratmetern werden 2.000 sehenswerte Exponate aus 1.300 bewegten Jahren der Stadt und des Bistums Salzburg gezeigt.
Mit dem 2014 feierlich eröffneten DomQuartier setzt Salzburg ein einzigartiges Highlight im Herzen der Stadt: Das ehemalige Zentrum fürsterzbischöflicher Macht, der Komplex aus Residenz und Dom, ergänzt um das Benediktinerkloster St. Peter wird erstmals nach 200 Jahren wieder als Rundgang erlebbar gemacht. Das DomQuartier ermöglicht einen Weg um den Domplatz in der "oberen Etage" und gewährt neue und imposante Ausblicke auf die Stadt und die Stadtberge sowie unbekannte und prachtvolle Einblicke in ihr kulturelles Herz. Herrschaftsgeschichte, Kunstgeschichte und Architektur werden in einem einzigartigen Zusammenspiel präsentiert.

Unsere Reise auf der Romantikstraße durch das Salzkammergut hat damit ihr Ende gefunden. Zusammenfassend darf gesagt werden, dass die Fahrt über die Romantikstraße eine Vielzahl kultureller aber auch touristischer Höhepunkte bietet und für Jedermann empfohlen werden kann. Die wunderschönen Landschaften des Salzkammergutes, die Seen und Berge laden zum Urlaub mit Kultur und Erlebnis ein.

Weitere Infos finden Sie unter www.salzkammergut.at.