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Wandern am Millstätter See Höhensteig

Interessante Plätze und schöne Ausblicke erwarten den Wanderer entlang des Weges.


12.05.2011

Wandern am Millstätter See Höhensteig ist eine faszinierende Entdeckungsreise in die Bergwelt rund um den See - zu verträumten Plätzen, mystischen Orten und inspirierenden Ausblicken. Der Millstätter See Höhensteig führt in acht Etappen mit zahlreichen Nebenrouten von der Welt der Dreitausender ganz im Westen des Sees über die Millstätter Alpe bis zum Weltenberg Mirnock. Jeder Abschnitt, der sich auch für Tagestouren anbietet, erfüllt die Sehnsucht nach Unbekanntem und Überraschendem.
 
Ins Reich des "Feuersteins der Liebe", des Granaten, begeben sich Wanderer auf Etappe 2 über die sanften Kuppen der Millstätter Alpe, deren Wege und Steige mit den rubinroten Steinen "gepflastert" sind. Hoch oben auf dem Grat des Höhenrückens steht das "Granattor". Der mächtige Durchgang, dessen einsehbare Pfeiler mit Tonnen von Granatgestein gefüllt sind, erinnert an das größte Granatvorkommen Europas, das sich im Inneren der Millstätter Alpe befindet. Wer das Tor durchschreitet, genießt den Blick über den Millstätter See und steht zwei Welten gegenüber: den saftig-grünen Almengründen der Nockberge und den schneebedeckten Gipfeln der nahen Dreitausender.

Die Tour auf den Großen Rosennock führt auf den höchsten Gipfel im Nationalpark Nockberge. Vorbei am kristallklaren Nassbodensee und schroffen Naturschönheiten wie den sagenumwobenen "Zunderwänden" lassen sich seltene Pflanzen entdecken: etwa Echten Speik, Arnika, Bergazalee oder das geschützte Kohlröserl. Am Gipfel des Großen Rosennock (2.440 m) öffnet sich ein grandioser Ausblick auf die umliegenden Nocken. Bei klarem Wetter zeigen sich der markante Triglav und andere Gipfel der Karawanken an der österreichisch-slowenischen Grenze, weiter westlich die Karnischen Alpen sowie der Großglockner und das Dachsteinmassiv im Norden. Der Rückweg führt über die Erlacher Bockhütte. Hier können sich Wanderer mit der "Frigga" stärken, einem herzhaften Gericht aus Eiern, Käse und Speck aus dem Alpen-Adria-Raum.

 
Wenn Hinauf auf den Mirnock (2.100 m) entführt Etappe 4, die bei Döbriach ihren Ausgang nimmt. Vorbei an Almwiesen voller duftender Kräuter und Blumen passieren die Wanderer das "Baumheiligtum", eine siebenstämmige Fichte, welche die starke Energiestrahlung des Bergs an dieser Stelle wachsen ließ. Dass schon Menschen in grauer Vorzeit um die Kraft des Mirnocks wussten, darauf weist der "Lochvisierstein Menhir" hin, ein vermutlich bewusst in die Erde gesetzter Felsen, dessen markante Öffnung den Blick auf den geschwungenen Gipfel des Bergs freigibt. Das letzte Stück hinauf auf den Gipfel, über dem sich zwei Energielinien kreuzen, führt vorbei an der Seeberührung am Berg - einem kleinen Bergsee an dem es sich gemütlich rasten lässt.

Wenn die Sonne ihre letzten Strahlen über den Millstätter See schickt, erreichen die Wanderer beim Gasthof Bergfried in Gschriet den "Sternenbalkon" - ein Platz zum Träumen und Schauen. Hier schweift der Blick von den Hohen Tauern über die grünen Almen der Millstätter Alpe zum ins Abendlicht getauchten See. Bei den Mirnockbauern, an deren Höfen die Wanderer vorbeiziehen, lässt es sich gut rasten - mit Mirnockspeck, Wurst- und Käsespezialitäten sowie süßen Überraschungen wie den "Mirnockaugen".
 
Am nächsten Tag könnte es in mäßiger Höhenlage das unverbaute Südufer des Millstätter Sees bis nach Spittal an der Drau entlang gehen. Nach dem Start bei Döbriach lädt bald die "Bank im See im Millstätter See" zum Verweilen. Das künstlerisch gestaltete Objekt hat die Form einer geöffneten Muschelhälfte und besteht aus einer transparenten Hülle, die natürliche Materialien aus der Destination wie Heu und Stroh umschließt. Im Inneren der behaglichen Sitzgelegenheit mit Ausblick auf den See, die Millstätter Alpe und die Hohen Tauern findet sich ein bequemes Bänkchen, das zum Landschaftsgenuss einlädt, während die Füße ein Bad im Seewasser nehmen.
Etwa auf halber Strecke liegt dann der Egelsee, in dessen dunklem, moorhaltigem Wasser sich der Mirnock spiegelt. In Spittal an der Drau können Wanderer noch der hochmütigen Gräfin Salamanca ihre Aufwartung machen, deren Geist im Schloss Porcia noch immer ruhelos herumziehen soll.
 
Neben den acht Etappen bieten sich am Millstätter See Höhensteig auch zahlreiche Nebenrouten an, die Kultur- und Naturjuwele bergen. Bei einem Spaziergang an der "Krebsenwandermeile" bei Fresach "erforschen" Wanderer den Lebensraum des Steinkrebses, der im Weirerbach sein letztes Rückzugsgebiet in Kärnten gefunden hat. Zu den Kraftorten am Mirnock führt der Kneipp-Rundweg. Vom Schloss Porcia in Spittal, einem der wenigen Renaissancebauten Kärntens, geht es nach Molzbichl, wo sich das Museum Carantana befindet, das seinen Besuchern die Geschichte des frühen Mittelalters eindrucksvoll näher bringt.
 
Der gesamte Millstätter See Höhensteig führt über 6.000 Höhenmeter auf rund 200 Kilometern in einer Seehöhe von 600 bis 2.600 Metern in acht Etappen (teilweise auch für Familienwanderungen geeignet) rund um den Millstätter See. Auf dem Weg gibt es zahlreiche Plätze mit Geschichte und Ausblick. 25 Hütten am Weg und zahlreiche Wanderbetriebe in der Region laden zum Verweilen ein. Die Gehzeit für den gesamten Weg beträgt rund 13 Tage (Tagesetappe zwischen 4 bis 8 Stunden). Die einzelnen Etappen können vorab auf Google Earth betrachtet werden, GPS-Geräte verleiht das Infocenter Millstätter See.

Der Tourismusverband Millstätter See bietet folgende Wanderpauschale an: 3 Übernachtungen inkl. 1 x Wanderung zum Granattor inkl. Hütteneinkehr auf der Lammersdorferalm mit Käseverkostung aus der Almsennerei, 1 x Sonnenuntergang am Sternenbalkon mit Picknickkorb der Mirnockbauern sowie 1 x Eintritt ins Granatium inkl. "Schürfrecht" im ***Hotel/Gasthof pro Person ab 195 Euro im Doppelzimmer (buchbar Mai bis Oktober 2011).

Weitere Infos, Wegbeschreibungen, Höhenprofile etc. finden Sie unter www.millstaettersee.at.