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Bergwochen mit Extrembergsteiger Hans Kammerlander

Ob Gletschertour oder 24-Stunden-Trip - Wandern im Ahrntal mit dem gebürtigen Tauferer wird zum unvergesslichen Erlebnis.


29.06.2012

"Bergsüchtig" heißt eines seiner Bücher - und dieses Wort beschreibt seinen Charakter wohl am besten. Seit er mit acht Jahren heimlich zwei Touristen auf seinem Hausberg im Tauferer Ahrntal bis zum Gipfel folgte, wollte Hans Kammerlander eigentlich nur eines: Berge besteigen. Und das ist bis heute so geblieben. Im Jänner glückte dem 55-Jährigen ein besonderes Kunststück: Als erster Mensch der Welt bestieg er die Second Seven Summits, die zweithöchsten Gipfel der sieben Kontinente. Dabei gibt es im Alpinismus kaum mehr unerreichte Rekorde. Aber dass etwas nicht geht oder schwierig ist, hat Kammerlander immer nur noch mehr angespornt. Wie sonst kommt man auf die Idee, mit Skiern den Mount Everest hinunterzufahren?

"Die Berge haben mich das Staunen gelehrt", sagt er, "immer wieder. In der weiten Welt und zuhause". Auch wenn der ehemalige Bergbauernbub im Laufe der Jahre weit herumgekommen ist - etwa 2.500 Klettertouren auf der ganzen Welt, davon 50 Erstbegehungen, gehen auf sein Konto - in seine Heimat auf der Südseite der Zillertaler Alpen ist er immer wieder und gerne zurückgekehrt. Bis heute lebt er in Ahornach. Dort, wo er über 80 Dreitausender vor der Haustür hat und für alle ganz einfach nur der Hans ist. In Südtirol kennt er jeden Berg wie seine Westentasche. Hier hält er Vorträge und gibt seine Erfahrungen an Bergsportausrüster weiter, die Outdoor-Produkte entwickeln. Hier führt er Sommer wie Herbst Bergsteiger zum Gipfel der Gefühle. Denn die Berge waren Kammerlanders größte Lehrmeister, nun will er etwas davon mit anderen teilen. Und das begeistert. Schließlich wandert man nicht alle Tage mit einem der weltbesten Bergsteiger.

Auch für 2012 hat Kammerlander wieder ein ambitioniertes Programm erarbeitet. Auf der großen Bergwoche Anfang September geht es in fünf aufeinander folgenden Tagen auf fünf verschiedene Touren. Ob Wanderung, Hochtour oder Klettersteig: Da ist für jeden etwas dabei. Im Juli führt eine zweitägige Gletschertour zum Magerstein, einem der letzten Gletscher im Naturpark Rieserferner-Ahrn, dem die Klimaveränderung kaum etwas anhaben konnte. Und legendär bleiben nach wie vor die 24-Stunden-Wanderungen. Man muss nur einmal die Rückkehr der Teilnehmer im Dorf erlebt haben, um die Mischung aus Stolz und eigenem Unglauben über das Erreichte in ihren Augen zu sehen.

Heuer wird Kammerlander mit seinen Gruppen erstmals drei Landesgrenzen überschreiten und dabei zwischen 50 und 62 Kilometer zurücklegen. 24 Stunden wandern: Das kam vor ein paar Jahren noch dem Gipfel der Vorstellungskraft gleich. Doch Kammerlander wäre nicht er, wenn es keine Steigerung gäbe. Und so wurde noch ein halber Wandertag drangehängt. 36-Stunden heißt das Unterfangen, an dessen Ende sich die Teilnehmer wie Hans Kammerlander nach seiner letzten erfolgreichen Expedition fühlen. Mindestens.

Die Kammerlander Touren 2012 auf einen Blick:

  • 30. August bis 1. September: 36-Stunden-Wanderung
  • 14. bis 15. September: 24-Stunden-Wanderung
  • 2. bis 8. September: Ahrntaler Bergwochen
  • Exkursionen an 5 Tagen: Gipfel-, Berg- und Gletschertouren 
  • Hüttenübernachtung
  • Vortrag von Hans Kammerlander
  • Abschlussabend mit Spezialitäten und Musik 
  • Unterkunft mit Frühstück ab 800 Euro pro Person


Weitere Infos unter www.tauferer.ahrntal.com oder www.kammerlander.com.