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Handy - Gebühren und Tarife im Urlaub

Informationen und Tipps, damit die Handyrechnung nicht explodiert

Angehende UrlauberInnen sollten sich beizeiten über das günstigste Handynetz, Passivgebühren, Roamingaufschläge und Gastroamingpreise des eigenen Anbieters im Reiseland erkundigen, raten die AK Konsumentenschützer. Damit im Urlaub das Handy zu keiner Kostenfalle wird, gibt die AK Spartipps: SMS sind billiger als telefonieren. Wer trotzdem anrufen will, sollte das eher am Abend tun, da die Tarife da meist günstiger sind. Auch das Abschalten der Mobilbox spart Kosten. Achtung: In Italien und Spanien können je nach Anbieter auch extra Verbindungsaufbauentgelte pro Anruf anfallen.

Die AK hat im Mai 2005 die billigsten Handytarife von A1-Mobilkom, T-Mobile, One, Tele.Ring, 3, Tele2mobil für die Reiseländer Griechenland, Türkei, Italien, Spanien und Kroatien erhoben. Normal bucht sich das Handy
im Urlaubsort in das stärkste Netz ein, das aber nicht immer das billigste sein muss. Um Kosten zu sparen, kann man über die manuelle Netzwahl die Einwahl ins günstigste Gastnetz programmieren - die Bedienungsanleitung hilft, wie es geht.

Wenn das Handy im Urlaubsland klingelt, zahlt der Angerufene auch für das ankommende Gespräch aus Österreich. Verrechnet werden Gebühren für die Weiterleitung des Anrufs von Österreich in den Urlaubsort (Passivgebühr). Der Anrufer in Österreich zahlt immer nur den österreichischen Tarif für Gespräche ins Mobilnetz, da er nicht wissen muss, dass das Handy gerade im Ausland weilt. T-Mobile, A1, One, Tele.Ring, 3 und Tele2mobil verrechnen Privatkunden in den untersuchten Urlaubsländern Passivgebühren von 0,40 bis 1,25 Euro pro Minute - teurer wird's für Wertkartenhandys.

Handyanrufe vom Ausland nach Hause kosten in den untersuchten Ländern zwischen 0,42 und 2,50 Euro pro Minute. Achten sollten Handynutzer darauf, dass im Ausland teilweise völlig andere Haupt- und Nebenzeiten gelten als bei uns.

Wer im Ausland mit seinem Handy eine Festnetznummer im selben Land ruft, muss in den getesteten Ländern mit Minutenpreisen von 0,32 bis 2,50 Euro rechnen. Der Preis kann von den Inlandstarifen des Gastnetzbetreibers für eigene Kunden klar abweichen.

Bei Gesprächen zwischen zwei in Österreich angemeldeten Handys im Urlaubsland zahlen beide Nutzer: der Anrufer den Preis für Anrufe nach Österreich, dem Empfänger werden die Passivgebühren seines Betreibers für ankommende Gespräche verrechnet.

Wer am Strand seine Mobilbox abhören will, zahlt meist genau so viel wie bei einer Gesprächsverbindung nach Österreich. Ist das Handy so programmiert, dass der Anruf auf die Box geht, wenn z.B. nicht abgehoben wird, fallen doppelte Kosten an: Anrufe müssen erst ins Reiseland gesendet werden, um festzustellen, ob der Anruf angenommen wird. Wird der Anruf zur Mobilbox umgeleitet, so fällt beim Angerufenen die Passivgebühr und zusätzlich der Roamingtarif für die Rückleitung des fehlgeschlagenen Anrufes zur Mobilbox in Österreich an. Daher rät die AK: Mobilbox abschalten.

Dass sich die Handytarife bei einigen Anbietern seit dem letzten Sommer deutlich verteuert haben, zeigt der aktuelle AK-Test vom Mai 2005: T-Mobile hat nun einheitliche Preise im jeweiligen Land unabhängig vom gewählten Netz. Dadurch sind die Tarife teilweise stark gestiegen, z.B. von Italien nach Österreich um 39 Prozent. SMS im Klax-Tarif kosten um bis zu 172 Prozent mehr. Tele2mobil senkte zwar die Minutenpreise für Anrufe von Spanien und Italien, zugleich stiegen hier aber die Gesprächsaufbaukosten um bis zu 75 Prozent. Bei 3 änderte sich wenig - bis auf Telefonate innerhalb Kroatiens, die sich um bis zu 150 Prozent verteuerten. Bei A1, One und Tele.Ring gab es moderate Änderungen.

Sie fahren z.B. nach Griechenland und suchen für Ihr Handy den günstigsten Anbieter? Die AK bietet nun als Service im Internet den "Handy unter Palmen"-Tarifrechner an. Angehende UrlauberInnen geben ihren Handyanbieter und das Urlaubsland ein. Der Rechner zeigt das günstigste Partnernetz am Urlaubsort an, die Tarife, wenn nach Österreich ins Festnetz telefoniert wird, und wenn innerhalb des Urlaubslandes in ein Festnetz oder ein dort angemeldetes Handy gerufen wird. Außerdem gibt's noch Passivgebühren und SMS-Kosten. Den "Handy unter Palmen"-Tarifrechner finden Sie hier auf der Webseite der AK ...

Quelle: AK