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Bäckertauchen in der Mittelalter-Stadt Friesach

Der Bäckerkorb kommt bei historischen Festen immer noch in Betrieb.


25.01.2018

Bei Bäckern, die bei Zutaten oder Gewicht betrogen, verstanden die Menschen im 16. Jahrhundert keinen Spaß. Sie wurden zur Strafe in eiserne Käfige gesperrt und unter Wasser getaucht. In der ältesten Stadt Kärntens, in Friesach in der Region Mittelkärnten, ist ein derartiger Bäckerkorb noch heute in Verwendung, wenn auch nur zur Demonstration bei historischen Festen, für die das mittelalterliche Städtchen berühmt ist.

Einst sperrte man den beschuldigten Bäcker in diesen Käfig, der an eine lange Kette gebunden war und mit einer Kurbel ins Wasser des Friesacher Wehrgrabens gelassen wurde. Übrigens der einzige in Mitteleuropa, der originalgetreu erhalten und noch immer mit Wasser befüllt ist. Die Prozedur war ein regelrechtes Volksfest, bei dem der Bäcker entsprechend gedemütigt wurde. Untergetaucht wurde er allerdings nur zur Abschreckung und dann wieder herauf geholt. Man brauchte ihn ja schließlich weiterhin zum Brotbacken.