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Wandern am Donausteig von Passau bis Grein

15 Tagesetappen zwischen sieben und 32,8 Kilometer


26.08.2011

Der im Sommer 2010 eröffnete Donausteig ist sagenhaft - im doppelten Sinn des Wortes: Der neue Weitwanderweg ist nicht nur einmalig schön, sondern auch reich an Geschichte und Geschichten. Die insgesamt 450 Kilometer Weg werden stets von Sagen begleitet - sie sind quasi der thematische rote Faden des abwechslungsreichen Steigs. Erzählt werden sie auf Informationstafeln vom oberösterreichischen Märchen-Star Helmut Wittmann.

So soll z.B. am Penzenstein, einem wuchtigen Granitmonument, einst der Teufel sein Unwesen getrieben haben. Die entlang der Donau wandernden Mönche missfielen ihm so sehr, dass er die Wassermassen mit einer Mauer aufstauen wollte, um die gottgläubigen Herren zu ertränken. Doch der letzte Glockenschlag des Stifts Engelszell ließ sein teuflisches Mauerwerk einstürzen. Wutentbrannt sprang der schwarze Geselle in die Donau. Bis heute zeugen Fußabdrücke im Granit von seinem Zorn. Um ihn für alle Ewigkeit unschädlich zu machen, wurde am Aussichtspunkt eine Kapelle und ein großes Kreuz errichtet.

Der Donausteig ist für Weitwanderer ein attraktives Ziel: Der Weg schlängelt sich immer der Donau lang, am Nord- sowie am Süd-Ufer, zunächst im bayerischen Grenzgebiet, dann quer durch Oberösterreich von Passau bis Grein. Dabei folgt er keineswegs wie der bekannte Donau-Radweg den ebenen Ufern, sondern schlägt eigene Pfade großteils in luftigen Höhen entlang der Höhenrücken ein, die den Strom zu beiden Seiten begleiten. So kommen sich Radfahrer und Wanderer nicht ins Revier und der Donausteig präsentiert sich spannend und abwechslungsreich. Die einzelnen Etappen sind zwischen sieben und 32,8 Kilometer lang und es gilt bis zu 850 Höhenmeter pro Tag zu überwinden (etwa auf der Etappe Grein - Waldhausen).

Die Natur- und Kulturland-schaften entlang des Weges sind vielfältig: Von der historischen Dreiflüsse-Stadt Passau aus windet sich die Donau (und ihr Steig) durch die steilen Flanken des Oberen Donautals. Hier durchquert der Fluss ein "Natura 2000" Europaschutzgebiet mit seltenen Schlucht- und Hangwäldern, Moosen, Flechten und Farnen. Einer der spektakulärsten Bereiche auf der 2.860 Kilometer langen Reise der Donau ist die Schlögener Schlinge: Trotz Millionen Jahren Grabearbeit haben es die Wassermassen nicht geschafft, den harten, vulkanischen Granit zu durchschneiden. So wurde der Strom zu einer zweimaligen 180-Grad-Wendung gezwungen und fließt nun in einem formvollendeten S (übriges auch das Symbol des Donausteigs). Natürlich bietet eine Aussichtsplattform den nötigen Überblick.
Nach dem engen Oberen Donautal folgt die fruchtbare Ebene des Eferdinger Beckens, der Gemüsegarten Oberösterreichs und die weiten Auwälder der Landeshauptstadt Linz sowie rund um die Einmündungen von Enns und Traun. Hier gibt sich der Donausteig von seiner sanftesten Art, bevor die Ufer im Strudengau kurz vor dem Städtchen Grein wieder schroffer und wildromantisch werden.

Wem die 450 Kilometer am Donausteig noch nicht genug sind, der kann noch diverse Schleifen anhängen - insgesamt 40. Diese sogenannten Donaurunden führen ins Hinterland, zu weiteren Sehenswürdigkeit sowie zu so manchem kulinarischen Gustostückerl. Genussvolles Wandern ist die Devise.

An Infomaterial ist alles da, was das Wandererherz begehrt: detailliertes Kartenmaterial, GPS-Erfassung, Möglichkeiten zum Geo-Caching (der modernen, technikgestützten Art der Schatzsuche), lückenlose, einheitliche Beschilderung, mehrere Wanderführer (in Buchform), ausgebildete Wander-Guides, Donausteig-Ausrüstung sowie verschiedene Pauschalangebote für jeden Geschmack. Weitere Infos unter www.donausteig.at.